Höchster Feiertag der Doppelstadt — Schwörrede, Donau-Parade Nabada und eine ganze Schwörwoche aus Festen und Konzerten
Wenn am Schwörmontag der Oberbürgermeister vom Balkon des Schwörhauses spricht, schwört er die Treue zur Ulmer Stadtverfassung, die auf das Jahr 1397 zurückgeht — eines der ältesten zivilen Statuten Deutschlands. Daraus hat sich der höchste Feiertag der Stadt entwickelt, der seit dem Mittelalter ununterbrochen gefeiert wird. Heute ist der Schwörmontag ein gemeinsames Fest beider Städte — Ulm in Baden-Württemberg und Neu-Ulm in Bayern —, die nur durch die Donau getrennt sind.
Am Schwörmontag, 20. Juli 2026, beginnt der offizielle Tag mit der Schwörfeier auf dem Weinhof: Um 11:00 Uhr tritt der Oberbürgermeister auf den Balkon des Schwörhauses und legt die Schwörrede ab — eine Rechenschaftsrede zur Lage der Stadt, gefolgt von der eigentlichen Schwörformel, mit der er Treue zur Stadtverfassung gelobt. Die Rede wird bürgerlich-politisch kommentiert; im Anschluss versammelt sich die Bürgerschaft auf dem Weinhof und in der Altstadt.
Höhepunkt des Schwörmontags ist die Nabada (alemannisch für »Hinunterbaden«) am Nachmittag: Ab 16:00 Uhr treiben Tausende Menschen auf Flößen, Booten, Schlauchbooten und phantasievoll verkleideten schwimmenden Konstruktionen die Donau zwischen Ulm und Neu-Ulm hinunter. Die Boote werden monatelang vorbereitet — Vereine, Schulen, Betriebe und Freundeskreise bauen aufwendige Themenboote, die als satirisch-politische Kommentare zum Stadtgeschehen dienen. Tausende Zuschauer säumen die Ufer auf beiden Seiten der Donau. Das Spektakel ist einzigartig in Deutschland.
Rund um den Schwörmontag liegt eine ganze Festwoche mit zahlreichen Veranstaltungen — die Schwörwoche. Dazu gehören:
Da Ulm zu Baden-Württemberg und Neu-Ulm zu Bayern gehört, ist der Schwörmontag organisatorisch ein Doppelstadt-Fest. Die Nabada-Boote starten überwiegend von Neu-Ulmer Seite und treiben Richtung Ulmer Altstadt. Die Schwörrede gilt formal nur für Ulm — aber Neu-Ulm beteiligt sich aktiv mit eigenem Programm, Verpflegungsstellen und Booten.
Das Schwörsonntagskonzert 2026 wird vom Schlagerstar Roland Kaiser bestritten. Am Sonntag, 19. Juli ab 19:30 Uhr verwandelt sich der Münsterplatz vor dem Ulmer Münster in einen Open-Air-Konzertsaal. Karten online über schwoermontag.com.
Samstag, 18. Juli 2026 — Lichterserenade
Sonntag, 19. Juli 2026 — Schwörsonntag
Montag, 20. Juli 2026 — Schwörmontag (Höhepunkt)
Begleitend in der Schwörwoche
Vollständiger Veranstaltungskalender der Schwörwoche, offizielle Seite der Stadt Ulm zum Schwörmontag und der Stadt Neu-Ulm.
Schwörrede und Nabada vom Ufer aus frei zugänglich. Volksfest und Bürgerfest frei (Verzehr selbst zahlen). Schwörsonntagskonzert mit Roland Kaiser ticketpflichtig — Karten online über schwoermontag.com sowie etablierte Vorverkaufsstellen.
Mit der Bahn: Hauptbahnhof Ulm (ICE-Halt) und Bahnhof Neu-Ulm. Mit dem Auto: A8, A7, A8 — Ulm/Neu-Ulm ist von München, Stuttgart, Augsburg und Würzburg gut erreichbar. Parken am Schwörmontag stark eingeschränkt, daher Anreise mit ÖPNV empfohlen.
Schwörfeier, Nabada-Zuschauer-Plätze am Ufer und Volksfest frei. Schwörsonntagskonzert Roland Kaiser ticketpflichtig (Karten online über schwoermontag.com).
Wer beim Nabada mit eigenem Boot teilnehmen möchte, muss sich vorher beim Veranstalter anmelden — die Donau ist in dieser Zeit für reguläre Schifffahrt gesperrt, Sicherheitsvorgaben werden überwacht.
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Donau, Münsterplatz, Schwörhaus — Ulm und Neu-Ulm