Oberfränkisches Wiesenfest am Goldberg – immaterielles Kulturerbe Bayerns
Das Selber Heimat- und Wiesenfest gehört zu den klassischen oberfränkischen Wiesenfesten – einer regionaltypischen Form des Volksfests, bei dem die Schulen im Mittelpunkt stehen. Anders als beim Münchner Oktoberfest oder vergleichbaren bayerischen Großveranstaltungen ist das oberfränkische Wiesenfest stark im örtlichen Schulwesen verankert: Die Schüler ziehen geschlossen in Festumzügen zum Festplatz, jede Schule mit eigener Tracht, Fahnen und Liedern. Der Freistaat Bayern hat dieses Brauchtum in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Das Fest findet auf dem Festgelände Goldberg (Papiermühlweg 25) statt, einem etablierten Veranstaltungsort am Rande der Innenstadt. Hier stehen das große Festzelt, mehrere Fahrgeschäfte und Imbissstände – das klassische Volksfest-Layout. Im Festzelt spielen Live-Bands, oberfränkische und überregionale Formationen, dazu wird oberfränkisches Bier ausgeschenkt und Wirtshausküche serviert.
Höhepunkt sind die beiden Schülerumzüge: Am Sonntag, 12. Juli, um 12:45 Uhr und am Montag, 13. Juli, ebenfalls um 12:45 Uhr ziehen die Schulen der Stadt – Grundschulen, Mittelschulen, Realschule und Gymnasium – geschlossen durch die Innenstadt zum Festgelände. Jede Schule mit ihrer eigenen Tracht und ihren Liedern. Eltern, Großeltern und Bekannte säumen die Straßen – für viele Selber ist es DER Termin des Jahres.
Selb liegt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge in Oberfranken (Bundesland Bayern), an der tschechischen Grenze. Die Stadt ist als Porzellanhauptstadt Bayerns bekannt – Rosenthal, Hutschenreuther, Heinrich, Villeroy & Boch unterhielten hier ihre Stammwerke, ein bedeutender Teil der Wirtschaft der Stadt hängt weiter an der Porzellanindustrie. Das Wiesenfest ist Selbs wichtigster traditioneller Termin – ein Anlass, an dem die Stadt ihre fränkisch-oberfränkische Identität bekräftigt, während die Porzellantradition heute eher im Porzellanikon und auf dem Rosenthal-Outlet-Gelände sichtbar ist.
Auch 2026 hält das Selber Heimat- und Wiesenfest an seinem über Generationen gepflegten Format fest: vier Tage Volksfest am Goldberg, im Zentrum die beiden Schülerumzüge am Sonntag und Montag. Veranstalter ist die Stadt Selb (Abteilung Schule und Sport).
Das Festzelt am Goldberg bietet oberfränkische Wirtshausküche, Live-Musik (Programm wird von der Stadt im Frühsommer 2026 veröffentlicht), dazu mehrere Fahrgeschäfte für Familien und Jugendliche. Der Schülerumzug ist DER Termin – jede Schule mit ihrer eigenen Tracht, ihren Liedern und ihren Schülerlotsen.
Mit dem Auto über die A93 (Ausfahrt Selb-Süd oder Selb-Nord). Mit der Bahn bis Selb-Stadt oder Selb-Plößberg, von dort kurze Fußstrecke oder Bus zum Festgelände am Goldberg. Tschechische Grenze nahe – auch Anreise aus Cheb (Eger) möglich.
Eintritt zum Festgelände frei. Festzelt-Konsum zu oberfränkischen Wirtshauspreisen. Fahrgeschäfte mit eigenen Preisen. Schülerumzug von der Innenstadt aus kostenlos zu sehen.
Freitagabend, 18 Uhr, zur Eröffnung. Sonntag und Montag jeweils ab 11 Uhr für die Schülerumzüge um 12:45 Uhr. Beste Plätze entlang der Innenstadt-Hauptstraße rechtzeitig sichern. Festzelt-Höhepunkte am Samstag- und Sonntagabend.
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Festgelände Goldberg Selb
Papiermühlweg 25, 95100 Selb