Tage des traditionellen Handwerks am weltgrößten freistehenden Schwibbogen — 12. und 13. Dezember 2026 mit Bergaufzug
Johanngeorgenstadt im Erzgebirgskreis (Bundesland Sachsen) liegt im Westerzgebirge an der tschechischen Grenze, etwa 100 km südwestlich von Dresden. Die Bergstadt wurde 1654 von protestantischen böhmischen Bergmännern gegründet, die aus Glaubensgründen aus Joachimsthal (heute Jáchymov) emigrierten — der Name «Johann Georgen Stadt» ehrt den Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen, der die Gründung erlaubte. Die Stadt entwickelte sich zur produktiven Silber- und später Zinn-Bergstadt, deren Bergbau-Tradition bis heute prägend ist. Wahrzeichen ist der riesige freistehende Schwibbogen am Platz des Bergmanns — mit über 6 Metern Höhe und 25 Metern Spannweite der weltgrößte seiner Art. Der Schwibbogen ist eine erzgebirgische Erfindung des 18. Jahrhunderts: ursprünglich aus Eisen geschmiedet, als Lichtträger für die Bergmänner gedacht, später aus Holz und mit weihnachtlichen Motiven beladen. Die Johanngeorgenstädter Variante in monumentaler Großgröße macht das Bauwerk zur Attraktion in der gesamten Adventszeit.
Das Schwibbogenfest läuft offiziell unter dem Titel «Tage des traditionellen Handwerks» und stellt das erzgebirgische Volkskunst-Handwerk in den Mittelpunkt: Schwibbogen-Macher zeigen ihre Werkstätten, Räuchermänner-Drechsler arbeiten vor Publikum, Pyramiden-Bauer demonstrieren das Zusammensetzen einer Etagen-Pyramide, Klöppler weiben Spitzen, Räucherkerzen-Manufakturen geben Einblick in die Herstellung. Diese handwerkliche Komponente unterscheidet das Schwibbogenfest von einem reinen Weihnachtsmarkt — es ist eine Mischung aus Markt, Handwerker-Schau und Bergmanns-Tradition.
Höhepunkt ist die Bergparade am Samstag, 12. Dezember 2026, gegen 13:45 Uhr: Mitglieder der Erzgebirgs-Bergbruderschaften ziehen in historischen Bergmannsuniformen mit Bergmusikern durch die Stadt und feierlich auf den Platz des Bergmanns ein. Die Uniformen sind sorgfältig gefertigte Repliken: schwarze Knappenröcke mit silbernen Knöpfen, Schachthüte mit Kerzenhaltern, Bergpicken und Schlägel. Die Bergmusiker spielen das «Steigerlied» («Glück Auf, der Steiger kommt»), die inoffizielle Hymne der erzgebirgischen Bergmannschaft. Es ist nicht Folklore, sondern lebendige Vereinstradition — viele Teilnehmer gehören Bergbruderschaften an, die sich seit Generationen für die Bewahrung der bergmännischen Kultur engagieren.
Während der zwei Tage bevölkert ein kleiner Weihnachtsmarkt den Platz des Bergmanns. Stände bieten Schwibbogen, Räuchermänner, Holzfiguren, Klöppelspitzen, Pyramiden, Glühwein, sächsische Stollen, erzgebirgische Spezialitäten wie Buttermilchgetzn und Klitscher. Ein Pavillon in der Mitte bietet Programm — Auftritte von Schulchören, Bläserquartetten, Akkordeon-Spielern. Im «Heimatstube»-Heimatmuseum direkt am Platz öffnet eine Sonderausstellung zur Geschichte der Johanngeorgenstädter Bergbau- und Schwibbogen-Tradition.
Johanngeorgenstadt liegt direkt an der tschechischen Grenze — ein Spaziergang über die Brücke führt nach Potůčky in Tschechien, wo der Erzgebirgs-Spaziergang fortgesetzt werden kann. Mit Bahn ab Zwickau über Aue nach Johanngeorgenstadt (Erzgebirgsbahn). Auto: A 72 (Hof–Chemnitz), Ausfahrt Hartenstein, dann B 169 nach Aue, weiter B 283 nach Johanngeorgenstadt. Festes Schuhwerk wegen oft winterlicher Wegbedingungen empfohlen.
Am 12. und 13. Dezember 2026 — dem 3. Adventswochenende — feiert Johanngeorgenstadt zum 32. Mal das Original-Schwibbogenfest am weltgrößten freistehenden Schwibbogen. Die zwei Tage stehen ganz im Zeichen der erzgebirgischen Handwerks-Tradition: Schwibbogen-Macher, Räuchermänner-Drechsler, Pyramiden-Bauer und Klöppler zeigen ihre Werkstätten vor Publikum.
Höhepunkt ist die Bergparade am Samstagnachmittag (13:45 Uhr): Bergbruderschaften ziehen in historischen Bergmannsuniformen mit Bergmusikern auf den Platz des Bergmanns ein und intonieren das «Steigerlied». Begleitend findet eine Sonderausstellung zur Bergbau- und Schwibbogen-Geschichte in der Heimatstube statt.
Durchgehend an beiden Tagen: Verkaufsstände mit Schwibbogen, Räuchermännern, Holzfiguren, Klöppelspitzen, Pyramiden, Glühwein, Stollen, Buttermilchgetzn, Klitscher.
Eintritt frei. Glühwein etwa 4 €, Bratwurst 4 €, Buttermilchgetzn 5 €. Schwibbögen klein ab 80 €, große freistehende Schwibbögen 500+ €. Räuchermänner 25–80 €. Räucherkerzen-Packungen ab 6 €.
Samstag, 12. Dezember und Sonntag, 13. Dezember 2026.
Samstag 13:00 — 18:00 Uhr (mit Bergparade 13:45 Uhr); Sonntag 14:00 — 18:00 Uhr.
Platz des Bergmanns, 08349 Johanngeorgenstadt (Erzgebirgskreis).
Freier Eintritt.
Samstag, 12. Dezember 2026, 13:45 Uhr — Bergbruderschaften ziehen in historischen Uniformen auf den Platz des Bergmanns.
Erzgebirgsbahn ab Zwickau über Aue (ca. 90 Min.) nach Johanngeorgenstadt. Auto über A 72 Hof–Chemnitz, Ausfahrt Hartenstein, dann B 169/B 283 nach Johanngeorgenstadt.
Tourismusverband Erzgebirge e.V. mit der Stadt Johanngeorgenstadt. Telefon Verband: +49 3733 18800-0.
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Platz des Bergmanns Johanngeorgenstadt
Platz des Bergmanns, 08349 Johanngeorgenstadt