Vier Tage Musiktheater zwischen Pop, Hochkultur, Berliner Club und afrikanischen Übergangsriten
Schall & Rausch ist ein ungewöhnliches Festival: zwei der wichtigsten Berliner Musiktheater-Häuser — die etablierte Komische Oper Berlin in Mitte und die experimentelle Neuköllner Oper — bündeln ihre Kräfte zu einem Format, das ausdrücklich nicht in einem Opernhaus, sondern in Spielstätten der Neuköllner Clubszene und Industriekultur stattfindet: Vollgutlager (ehemalige Kindl-Brauerei), SchwuZ Queer Club und Neuköllner Oper. Die Spielzeit-Saison 2026 trägt den Untertitel Limited Edition — ein Hinweis darauf, dass das Festival inhaltlich besonders zugespitzt ist.
Im Zentrum stehen zwei Produktionen: die Welt-Uraufführung von Selemo in Zusammenarbeit mit dem Johannesburger Centre for the Less Good Idea, mit der südafrikanischen Sängerin Alma Sadé und Beiträgen von Shozi und Mahlangu — ein Werk, das Kritiker:innen 2025 als «Form dekolonialer Kulturvermittlung» und «Total-Theater» gefeiert haben. Daneben Cave meets Schubert, eine Konzeptarbeit von Joseph Gaffigan, die Nick-Cave-Songs mit Schubert-Liedern verschmilzt. Crossover-Abende verbinden türkischen Pop mit Barock-Opera, jiddische Übersetzungen von Gershwin-, Weill-, Dylan- und Winehouse-Stücken füllen weitere Sets.
Die Komische Oper Berlin ist eines der drei großen Opernhäuser der Stadt und gilt international als progressive Bühne — sie produziert regelmäßig Werke jenseits des klassischen Repertoires. Die Neuköllner Oper ist eine wesentlich kleinere, experimentelle Spielstätte im Bezirk Neukölln, bekannt für niederschwellige zeitgenössische Musiktheater-Produktionen. Schall & Rausch macht diese Doppelstruktur sichtbar — und zeigt, wie das Berlin der Vielheit zwischen Migrant:innen-Communities, queerer Nachtszene und klassischer Bildungselite gemeinsam Musiktheater erfinden kann.
Vier Tage Festivalprogramm mit Welt-Uraufführungen, Crossover-Konzerten und Performances, die Pop, Hochkultur, Berliner Club-Szene und afrikanische Übergangsriten verbinden. Veranstaltet von Komische Oper Berlin und Neuköllner Oper gemeinsam.
Das Festival Schall & Rausch 2026 — Limited Edition läuft vom 12. bis 15. Februar 2026 an drei Spielstätten in Berlin-Neukölln. Veranstalter: Komische Oper Berlin und Neuköllner Oper. Künstlerische Leitung: Benedikt Simonischek.
Das Festival erkundet laut künstlerischer Leitung «aufregende Symbiosen aus Pop und Hochkultur, Spiritualität und Künstlichkeit, Berliner Club-Szene und afrikanischen Übergangsriten». Das Programm feiert den Frühling als «berauschende Fantasie von Opulenz und dem Triumph des Neuen über das Alte».
Die 2025er Iteration des Festivals wurde von der Fachpresse als gelungenes Crossover zwischen Avantgarde-Musiktheater und Club-Kultur-Publikum gefeiert — eine inhaltliche Vorlage, die 2026 weiterentwickelt wird.
Ticketpreise 18–30 € pro Veranstaltung — günstiger als ein regulärer Opernhaus-Besuch. Tickets über komische-oper-berlin.de, neukoellneroper.de sowie an den Abendkassen. Ermäßigung für Studierende und Schwerbehinderte. Anreise U7 Karl-Marx-Straße oder Rathaus Neukölln.
Neuköllner Oper — Karl-Marx-Straße 131-133, 12043 Berlin (U7 Karl-Marx-Straße). Vollgutlager — auf dem ehemaligen Kindl-Brauerei-Areal, Am Sudhaus 3, Berlin-Neukölln (U7 Rathaus Neukölln + Fußweg). SchwuZ Queer Club — Rollbergstraße 26, 12053 Berlin (U7 Rathaus Neukölln).
Tickets 18–30 € pro Veranstaltung über komische-oper-berlin.de, neukoellneroper.de sowie an den Abendkassen der Spielorte. Ermäßigung für Studierende und Schwerbehinderte.
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Neuköllner Oper / Vollgutlager / SchwuZ
Neuköllner Oper, Karl-Marx-Straße 131-133, 12043 Berlin