Traditionelles Ringreiten in Süderstapel an der Treene
Das Ringreiten ist eine reine schleswig-holsteinische und südjütländische Reittradition: Die Reiter galoppieren in fester Tracht — meist weißes Hemd, schwarze Hose, Reithut — auf den Galoppstreifen zu, wo ein kleiner Metallring an einem Galopptor hängt. Mit einer dünnen Lanze müssen sie den Ring im Galopp aufnehmen. Wer am Tagesende die meisten Ringe gesammelt hat, wird Ringkönig. Die Disziplin geht auf mittelalterliche Ritterspiele zurück und hat sich in den ländlichen Gemeinden zwischen Eider und Königsau gehalten.
Veranstalter ist der Verein Concordia von 1886 — einer der ältesten Reitsportvereine im Kreis Schleswig-Flensburg im Bundesland Schleswig-Holstein. Gegründet im Kaiserreich-Jahr 1886, hat der Verein zwei Weltkriege und die Veränderungen des Landlebens überstanden. Heute zählt er zu den lebendigsten Trägern der Ringreittradition in Stapel — einer Gemeinde mit rund 850 Einwohnern an der Treene, mit den Ortsteilen Süderstapel (Hauptort) und Stapelholm.
Das Fest beginnt früh: ab 7:00 Uhr stehen Reiter und Pferde bereit auf der Mühlenstraße 18, dem traditionellen Festplatz. Den ganzen Vormittag und in den Nachmittag hinein wird geritten, jeder Reiter absolviert mehrere Durchgänge. Eingerahmt wird das Reiten von einem Festumzug durch das Dorf, einer Festrede, gemeinsamem Mittagessen, Musik und am Abend Tanz im Festzelt. Die Krönung des Ringkönigs ist der gefeierte Höhepunkt.
Der Sonntag ist dem Kinderringreiten gewidmet: Junge Reiter ab etwa sieben Jahren bekommen die Chance, die Disziplin auf altersangemessen kleineren Pferden zu erproben. Das ist Nachwuchsförderung im wörtlichen Sinn — und die einzige Möglichkeit, eine so spezielle Tradition lebendig zu halten. Im Bundesland Schleswig-Holstein, Kreis Schleswig-Flensburg, ist das Ringreiterfest Süderstapel eine der authentischsten Veranstaltungen seiner Art.
Die Ausgabe 2026 setzt die fast 140-jährige Tradition des Vereins Concordia von 1886 fort. Reiter in traditioneller Tracht treten in mehreren Durchgängen am Galopptor an. Den ganzen Tag wechseln sich Reitdurchgänge, Festrede, Musik und Festumzug ab.
Mit dem Auto über die A7 (Ausfahrt Tarp oder Schuby), dann über die B202. Mit dem Bus aus Schleswig oder Husum.
Eintritt frei. Verzehr im Festzelt zu Vereinspreisen.
Früh kommen, um die Reiter beim Vorbereiten und Aufzäumen zu beobachten. Beste Plätze für die Reitstrecke ab 9 Uhr.
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Mühlenstraße, Süderstapel
Mühlenstraße 18, 24817 Stapel