Traditionelles nordfriesisches Ringreiten — eine der ältesten Volksbelustigungen der Region
Das Ringreiten ist eine der charakteristischen Pferdesport-Traditionen Nordfrieslands und Süddänemarks. Fast jeder Ort der Region hat eine eigene Ringreitergilde — in Goldebek ist es der Ringreiter- und Schützenverein „Freie Bahn" Goldebek e.V., der 1948 gegründet wurde und seitdem das jährliche Ringreiten ausrichtet. Die Wurzeln des Sports liegen in mittelalterlichen Turnierspielen, die seit dem späten 18. Jahrhundert in Gildenform organisiert wurden.
Der Reiter galoppiert mit einer rund zwei Meter langen Lanze in der Hand zwischen zwei Pfosten hindurch, an deren Querbalken ein freier hölzerner „Galgen" befestigt ist. Daran hängt ein kleiner Messingring von 12 bis 25 Millimetern Durchmesser. Aufgabe: aus dem Galopp den Ring mit der Lanzenspitze erstechen, ohne den Galgen zu berühren. Vor und nach dem Stich müssen mindestens drei Galoppsprünge erfolgen — kein Halt, kein langsamer werden.
Wer im Wettbewerb die meisten Ringe trifft, wird zum König gekürt. Manche Gilden veranstalten dafür einen separaten Königsritt. Königswürde und Ehrentitel sind in den nordfriesischen Dörfern ein hoher gesellschaftlicher Stellenwert.
Die kleine Gemeinde Goldebek liegt im Kreis Nordfriesland, Bundesland Schleswig-Holstein, im Amt Mittleres Nordfriesland zwischen Bredstedt und Husum. Wie in vielen nordfriesischen Dörfern prägt die Reitertradition das gesellschaftliche Leben — Ringreiten ist hier weniger Spektakel als Vereinsleben. Der Verein „Freie Bahn" Goldebek pflegt die Tradition seit fast 80 Jahren.
Die Mottos und Banner der Ringreitergilden enthalten oft Verweise auf die friesische Freiheit — ein historisches Identitätsmoment, das die Eigenständigkeit gegenüber dänischen und deutschen Einflüssen über die Jahrhunderte ausdrückt. So gesehen ist das Ringreiten weit mehr als ein Sport: Es ist eine performative Erinnerung an die kulturelle Eigenart der friesischen Marsch.
Die Ausgabe 2026 setzt die seit 1948 ungebrochene Tradition fort. Erwartet werden Reiter aus der näheren Umgebung — Bredstedt, Husum, Niebüll, Leck und weitere Gilden. Der Verein „Freie Bahn" Goldebek koordiniert den Wettbewerbsablauf, die Regeln folgen den allgemeinen Statuten der Nordfriesischen Ringreitergilden.
Für Zuschauer ist das Ringreiten ein eindrückliches Spektakel: Pferd und Reiter im Galopp, die schnelle Bewegung der Lanze, das Klingen, wenn der Ring getroffen wird. Da der Ring nur 12 bis 25 Millimeter Durchmesser hat, ist jeder Treffer eine kleine Sensation.
Speisen und Getränke werden vom Verein angeboten — Bratwurst, Kaffee, Kuchen, alkoholfreie Getränke und Bier.
Mit dem Auto: B5 oder B202 Richtung Bredstedt, dann Abzweig nach Goldebek. Parken im Ort und auf dem Ringreiterplatz.
Frei.
Donnerstag, 14. Mai 2026 — Veranstaltungsbeginn am Vormittag, genaue Uhrzeit auf goldebek.jimdosite.com.
Eingangs steht der „Galgen" mit dem Messingring — du verfolgst die Ritte unmittelbar nebenher. Bring ein Fernglas mit, der Ring ist nur wenige Millimeter groß.
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Ringreiterplatz Goldebek
Ringreiterplatz Goldebek, 25862 Goldebek