Europas einziges Festival für den Film aus Nord- und Nordosteuropa
Die Nordischen Filmtage Lübeck haben sich seit ihrer Gründung im Jahr 1956 ein unverwechselbares Profil erarbeitet: Sie sind das einzige Festival in Deutschland und Europa, das sich ausschließlich Filmen aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Island, Estland, Lettland und Litauen widmet — und damit einer der wichtigsten Schaufenster für skandinavisches und baltisches Kino überhaupt. Seit 1971 wird das Festival von der Hansestadt Lübeck getragen, was ihm eine kulturpolitische Stabilität verleiht, die in der deutschen Festivallandschaft eher selten ist.
Dass ausgerechnet Lübeck zum Heimathafen dieses Festivals geworden ist, hat eine geografische und historische Logik. Die alte Hansestadt an der Trave war über Jahrhunderte das Tor zum Ostseeraum, und die kulturellen Verbindungen nach Skandinavien sind tief verwurzelt. Heute spürst du diese Verbindung beim Schlendern durch die UNESCO-Welterbe-Altstadt zwischen den Spielstätten — vom CineStar Filmpalast Stadthalle in der Wahmstraße bis zum jüngst hinzugekommenen KOLK 17.
Das Festival deckt die ganze Bandbreite des nordischen Filmschaffens ab:
Über 500 Filmschaffende reisen jedes Jahr an — Regisseur*innen, Produzent*innen, Schauspieler*innen, Branchenvertreter*innen. Anders als bei den ganz großen Festivals ist die Atmosphäre familiär: Nach den Screenings finden Q&A-Runden statt, an den Abenden trifft man sich in den Cafés und Restaurants der Altstadt. Auch das Publikum gehört dazu — viele Vorführungen sind ausverkauft, das Schulprogramm bringt Tausende Kinder in die Säle.
Als kulturelles Flaggschiff von Schleswig-Holstein zieht das Festival ein Publikum aus ganz Norddeutschland und dem benachbarten Dänemark an. Wer einen Abstecher kombinieren möchte, ist in der Lübecker Bucht und an der Schlei innerhalb kurzer Zeit. Das Festival ist Teil einer kulturellen Triade, zu der auch das Schleswig-Holstein Musik Festival und die Buddenbrooks-Erbe der Stadt gehören.
Die Festivalleitung steht ab 1. Januar 2026 erstmals in der Verantwortung von Hanna Reifgerst, die auf Thomas Hailer folgt — nach dessen fünfjähriger Amtszeit. Reifgerst kündigte für 2026 eine besondere thematische Klammer an: Anlässlich des 125. Jubiläums der «Buddenbrooks» widmet sich die Retrospektive dem Sujet «Familie» und untersucht, wie das nordische Kino familiäre Strukturen, Konflikte und Generationenfragen erzählt.
Wie in den Vorjahren wird das Festival auf den drei zentralen Spielstätten verteilt: CineStar Filmpalast Stadthalle, KommunalKino KoKi und KOLK 17 (Theaterfigurensammlung). Erwartet werden rund 190 Filme in über 220 öffentlichen Vorführungen sowie ein begleitendes Industrieprogramm.
Das vollständige Programm mit allen Filmtiteln und Zeitfenstern wird auf nordische-filmtage.de ab Mitte Oktober 2026 veröffentlicht.
Lübeck Hauptbahnhof: ICE/IC-Anbindung aus Hamburg (45 Min.), Berlin (3 Std.) und Kopenhagen. Vom Bahnhof sind alle Spielstätten in 10–15 Gehminuten erreichbar. Auto: A1/A20, Parkhäuser am Holstentor und Falkenstraße.
Einzelkarten ca. 9 €, Studierende und Schüler ermäßigt. Festivalpässe und Mehrfachkarten verfügbar. Online und an den Abendkassen der drei Spielstätten erhältlich.
Hotels im historischen Stadtkern sind in der Festivalwoche stark nachgefragt — frühzeitig buchen. Alternativen in Travemünde (15 km) oder Bad Schwartau.
Filme im Original mit englischen Untertiteln, einige zusätzlich mit deutschen Untertiteln. Talks und Q&A überwiegend auf Englisch.
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CineStar, Kommunal Kino KoKi, KOLK 17
Falkenplatz 2, 23552 Lübeck