Ein Berliner Festivalmonat für Neue Musik in der zehnten Jubiläumsausgabe
Berlin ist seit Jahrzehnten ein internationales Epizentrum der zeitgenössischen Musik. Die Berliner Philharmoniker pflegen das Repertoire, die Komische Oper experimentiert mit Format-Crossover, die Deutsche Oper bringt Uraufführungen, und in den freien Häusern (Radialsystem, Acker Stadt Palast, Berghain, BKA-Theater) entstehen Wochen für Wochen neue Werke. Diese Dichte bündelt die „initiative neue musik berlin e.V." (inm) seit 2016 zu einem ganzen Festivalmonat: dem Monat der zeitgenössischen Musik.
Die Edition 2026 markiert das 10-jährige Bestehen des Festivals. Das Programm ist entsprechend ambitioniert kuratiert: vom Ensemble Festival, das die Berliner Ensembles für Neue Musik in einer dreitägigen Werkschau in Neukölln versammelt, bis zu Sonderveranstaltungen wie „EDEN CINEMA" zu Ehren der Komponistin Iris ter Schiphorst oder „Crushed Now — After Turing // Beyond Presence" im Kultursaal Funkhaus.
Statt eine einzige Bühne zu bespielen, verteilt sich der MdzM bewusst auf die Berliner Spielstätten der freien Szene. Das CANK in Neukölln, die Alte Münze in Mitte, der Kultursaal Funkhaus in Oberschöneweide, der Morphine Raum, das BKA-Theater, die Akademie der Künste — alle werden über vier Wochen zu Stationen einer kontinuierlichen Programmreihe. Das Festival ist damit weniger ein zentrales Event als ein Festivalmonat mit dezentraler Topographie.
Programmatisch reicht das Spektrum von komponierter Neuer Musik (Ensemblefassungen, Solowerke, Kammermusik) über Sound-Art-Installationen, Performances und elektronische Live-Sets bis hin zu Diskursveranstaltungen wie „Time to Listen" (5.10), das sich mit transnationalen Netzwerken der Neuen-Musik-Szene auseinandersetzt. Workshops wie „Listening to complexity" mit Siegmar Zacharias ergänzen das Konzert-Programm um eine reflexive Ebene.
Hinter dem Festival steht die inm — der Berliner Verbund von Komponist:innen, Ensembles, Veranstaltern und Spielstätten der zeitgenössischen Musik. Gegründet 1991, vertritt die inm heute über 200 Mitglieder und wird vom Berliner Senat für Kultur und Europa sowie aus EU-Mitteln gefördert. Geschäftsstelle: Littenstraße 10, Berlin-Mitte.
Die 10. Edition öffnet am Freitag, 2. Oktober 2026 mit dem Ensemble Festival in der ehemaligen Galvanik CANK in Neukölln — drei Tage Werkschau aller Berliner Ensembles für Neue Musik. Parallel startet die Reihe „Disquiet" am 3. und 4. Oktober im Morphine Raum mit einem Konzert von Hardi Kurda und Karen Chalco sowie einem Workshop „Listening to complexity" unter Leitung von Siegmar Zacharias.
Die Programmlinie reicht über den gesamten Oktober mit zwei Dutzend Veranstaltungen, die thematisch um Hörgewohnheiten, transnationale Netzwerke und das Verhältnis von Musik und gesellschaftlicher Realität kreisen.
Über zwei Dutzend Veranstaltungen ergänzen das Programm — von Sound-Art-Installationen über Solokonzerte bis zu elektronischen Live-Sets. Filtermöglichkeiten nach Genre (komponierte Musik bis Sound Art), Format (Konzert, Performance, Installation) und Berliner Bezirk auf der offiziellen Programmseite.
Einzelticketing pro Veranstaltung; Preise variieren je nach Format zwischen 5 € (Diskursveranstaltungen) und ca. 25 € (große Konzerte). Vorverkauf über die jeweiligen Spielstätten und über field-notes.berlin/mdzm-programm.
Je nach Spielort. CANK Neukölln: U-Bahn U7 Karl-Marx-Straße. Alte Münze: U-Bahn U2 Klosterstraße. Funkhaus: Tram 21, M17 nach Oberschöneweide. Detaillierte Anreise im Programmheft.
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Diverse Spielorte in Berlin (CANK Neukölln, Alte Münze, Funkhaus, Morphine Raum u. a.)
Littenstraße 10, 10179 Berlin