Traditioneller Krämermarkt zum Martinstag in der Altstadt
Während die meisten Märkte in Deutschland heute thematisch fokussiert sind — Weihnachtsmarkt, Wochenmarkt, Frühlingsmarkt — bewahrt der Tübinger Martinimarkt eine ältere Tradition: den Krämermarkt. Hier wird verkauft, was Krämer früher auf ihren Touren durch die Lande mitführten: nahezu alles, was eine Familie für die Wintermonate brauchte. Diese Tradition reicht in Tübingen bis ins Mittelalter zurück, als die Martinimärkte rund um den Martinstag (11. November) zu den wichtigsten Handelstagen des Jahres gehörten — der Zeitpunkt, an dem Bauern Pächter zahlten, Knechte und Mägde ihre Stellen wechselten und die letzten Vorräte für den Winter eingekauft wurden.
Das Sortiment des heutigen Martinimarktes spannt sich über sieben Gassen und den Marktplatz: Verpackte Lebensmittel wie Lebkuchen, gebrannte Mandeln, Spirituosen, Honig und Spezialitäten dominieren am Marktplatz. Haushaltswaren finden sich in der Marktgasse — Bürsten, Geschirr, Töpfe, Eisenwaren, Werkzeug. Textilien und Bekleidung verteilen sich in Kornhausstraße und Kirchgasse: Sheepskins, Schafsfelle, Hüte, Tücher, Wollwaren, Strickwaren. Korbwaren und Keramik auf dem Holzmarkt. Lederwaren, Schmuck und Wolle in der Neckargasse. Ätherische Öle, Naturkosmetik und Seifen in der Neuen Straße und Hafengasse. Die Stände sind sorgfältig kuratiert — kein industrieller Krempel, sondern hochwertiges Handwerk und regionale Spezialitäten.
Die Tübinger Altstadt ist eine der besterhaltenen mittelalterlich-frühneuzeitlichen Altstadtanlagen Süddeutschlands — gotische Stiftskirche, Schloss Hohentübingen, Hölderlinturm, Marktplatz mit Rathaus aus dem 15. Jahrhundert, Fachwerkhäuser an Hängen rund um den Marktplatz. Während des Martinimarktes wird der gesamte Verkehr aus der Altstadt verbannt; die Gassen werden zur Fußgängerzone, in denen sich Tausende Besucher zwischen Ständen, Cafés und Bars bewegen. Die Mischung aus historischer Architektur und lebendigem Markttreiben hat etwas Filmisches — kein Wunder, dass Tübingen oft als „Touristen-Magnet“ bezeichnet wird.
Tübingen ist Universitätsstadt im Landkreis Tübingen, südwestlich von Stuttgart am Neckar gelegen. Mit ihren rund 91.000 Einwohnern und der Eberhard-Karls-Universität (1477 gegründet, eine der ältesten Deutschlands) hat die Stadt eine ganz eigene Mischung aus akademischer Tradition und schwäbischem Bürgerleben. Der Martinimarkt ist eines jener Festtermine, an denen sich Universität und Stadt im besten Sinne mischen: Studierende, Professoren, Tübinger Bürger und Tagesausflügler aus Stuttgart, Reutlingen und Sigmaringen schlendern gemeinsam durch die Gassen. Ein Wochenendausflug nach Tübingen zum Martinimarkt lässt sich perfekt mit Stocherkahnfahrten am Neckar (vorbei am Hölderlinturm) und einer Besichtigung des Schlosses Hohentübingen verbinden.
Der Martinimarkt Tübingen läuft 2026 am Dienstag, 10. November und Mittwoch, 11. November (Martinstag) in der Tübinger Altstadt. Veranstalter ist die Stadt Tübingen.
Der Krämermarkt verteilt sich über mehrere Gassen und Plätze: Marktplatz, Marktgasse, Kornhausstraße zwischen Hirschgasse und Bei der Fruchtschranne, Kirchgasse, Holzmarkt, Neckargasse sowie Neue Straße bis Hafengasse. Während der Marktöffnungszeiten ist die Altstadt für den Verkehr gesperrt.
Die Stände sind kuratiert — keine Massenware, sondern hochwertiges Handwerk und regionale Spezialitäten. Genaue Öffnungszeiten und Standverteilung werden von der Stadt Tübingen auf tuebingen.de/3393.html und tuebingen-info.de veröffentlicht.
Eintritt frei. Waren, Speisen und Getränke werden an den Ständen verkauft. Bargeld empfehlenswert, da nicht alle Stände Kartenzahlung akzeptieren.
Tübingen liegt 30 km südwestlich von Stuttgart. Mit dem Auto: B27 von Stuttgart, B28 von Westen. Mit der Bahn: Regionalzüge S1 von Stuttgart Hauptbahnhof (ca. 1 h). Parken: Während des Marktes ist die Altstadt gesperrt — Parkhäuser am Bahnhof, am Schloss oder in der Innenstadt nutzen. Zu Fuß in 10 Minuten am Marktplatz.
Eintritt frei. Speisen, Getränke und Waren werden an den Ständen verkauft.
Wetterfest kleiden — November-Temperaturen können kühl sein. Bargeld empfehlenswert, da nicht alle Stände Kartenzahlung akzeptieren. Beste Besuchszeit: Vormittag und früher Nachmittag, wenn die Gassen weniger gedrängt sind. Anschluss-Aktivitäten: Stocherkahnfahrt am Neckar, Schloss Hohentübingen, Hölderlinturm.
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Tübinger Altstadt (Marktplatz und umliegende Gassen)
Marktplatz, 72070 Tübingen