Einer der drei großen Rosenmontagszüge Deutschlands: 9 km, über 9.000 Aktive und rund 600.000 Zuschauer in den Straßen der Mainzer Innenstadt
Mit über 9.260 Aktiven, 126 Motivwagen, 2.000 Musikerinnen und Musikern, 40 Pferden und rund 5.200 Fußgruppen-Teilnehmern gehört der Mainzer Rosenmontagszug zu den drei größten Karnevalsumzügen Deutschlands. Die Zugstrecke ist neun Kilometer lang, der Zug selbst zieht sich oft über mehrere Stunden durch die Innenstadt. Mit rund 600.000 Zuschauern entlang der Strecke gehört der Rosenmontagszug zu den größten Open-Air-Veranstaltungen Deutschlands überhaupt.
Start ist traditionell um 11:11 Uhr an der Ecke Josefs- und Boppstraße. Der Zug bewegt sich durch die Mainzer Neustadt und die Innenstadt, passiert die großen Plätze der Stadt – Schillerplatz, Gutenbergplatz, Marktplatz – und löst sich gegen 16:30 Uhr im Bereich des Münsterplatzes auf. Spitzengruppen wie die Mainzer Garden, der Zugleitung, die Prinzengarde, die Ranzengarde, Kleppergarde, Prinzessgarde und die Mombacher Bohnebeitel eröffnen den Zug; danach folgen in bunter Mischung Motivwagen, Fußgruppen, Musikkapellen und Garden aus Mainz und den umliegenden Vororten sowie Gastvereine aus dem Rheinland und der Pfalz.
Eine Besonderheit des Mainzer Rosenmontagszugs ist die ausgeprägte politisch-satirische Tradition der Motivwagen. Im Gegensatz zum eher karnevalistisch-feierlichen Kölner Zug greifen die Mainzer Wagenbauer aktuelle politische, gesellschaftliche und internationale Themen humorvoll bis bissig auf. Lokale Politik, Bundespolitik und Weltgeschehen werden auf den Wagen mit Witz, Spott und manchmal scharfer Kritik kommentiert – eine direkte Fortsetzung der „Meenzer Schwellköpp"-Tradition und der politisch-literarischen Fastnacht des 19. Jahrhunderts.
Das Motto der Kampagne 2026, „Die Hofsänger im Gold'nen Mainz – seit 100 Jahr'n die Nummer 1", würdigt das 100-jährige Jubiläum der Mainzer Hofsänger, einer der ältesten und bekanntesten Fastnachtsgesangsgruppen Deutschlands. Das Jubiläum prägt nicht nur den Rosenmontagszug, sondern die gesamte Kampagne mit zahlreichen Sondersitzungen, Liedern und Veranstaltungen.
Der Mainzer Schlachtruf ist „Helau". Aus den Motivwagen und von den Fußgruppen werden tonnenweise Kamellen, Pralinen, Plüschtiere, kleine Spielzeuge und vor allem Strüßjer – kleine Blumensträuße – ins Publikum geworfen. Letztere sind eine Mainzer Spezialität und werden oft gezielt an Frauen, Kinder und Zugaffine verteilt. Wer einen Strauß fängt, gibt traditionell mit einem „Helau" zurück.
Der Zug startet wie traditionell an der Ecke Josefs- und Boppstraße in der Mainzer Neustadt und führt über Bauhofstraße, Kaiserstraße, Hindenburgstraße, Schillerplatz, Ludwigsstraße und Markt bis zur Auflösung am Münsterplatz gegen 16:30 Uhr. Spitzengruppen sind traditionell Zugleitung, Prinzengarde, Kleppergarde, Prinzessgarde und die historischen Mainzer Garden; danach folgen Motivwagen mit aktuell-politischer Satire, Musikkapellen, Spielmannszüge und Fußgruppen aus Mainz, den Vororten und befreundeten Vereinen aus dem Rheinland und der Pfalz.
Der vollständige Zugfolge wird vom MCV in den Wochen vor Rosenmontag publiziert. Die Struktur folgt den bewährten Eckpunkten :
Eintritt frei entlang der gesamten Strecke. Tribünenplätze über den MCV im Vorverkauf erhältlich.
Anreise ausschließlich mit ÖPNV oder zu Fuß. Hauptbahnhof Mainz mit Park-and-Ride-Verbindungen, S-Bahn, RB und Fernverkehr. Die DB stockt am Rosenmontag das Angebot deutlich auf. Straßenbahnen 50, 51, 52, 53 und Buslinien verkehren mit Sonderfahrplan. Die gesamte Innenstadt ist gesperrt; Anfahrt mit Pkw nicht empfohlen.
Montag, 16. Februar 2026, 11:11 Uhr an der Ecke Josefs- und Boppstraße. Auflösung gegen 16:30 Uhr am Münsterplatz.
Frei. Tribünenplätze entlang der Strecke werden vom MCV im Vorverkauf angeboten.
Glasverbot, Waffenverbot, Verbot von Pyrotechnik und großen Rucksäcken im gesamten Stadtgebiet. Taschenkontrollen an den Zugängen zur Innenstadt. Sperrzonen großräumig ausgewiesen.
Familienbereiche an mehreren Stellen der Strecke. Kindersicheres Verhalten am Streckenrand beachten; bei großem Andrang etwas abseits der Hauptplätze positionieren.
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