Internationales Theaterfestival am Thalia Theater
Seit 2010 lädt das Thalia Theater die Lessingtage zu einem etwa zweiwöchigen Festival, das Ende Januar beginnt und Mitte Februar endet. Über die Jahre haben rund 170 Gastspiele rund 225 000 Zuschauer angezogen. Im Sommer-Hamburger Festivalkalender ist es das größte Theaterevent außerhalb der Sommerproduktionen — kuratiert von Joachim Lux und ab 2026 von Matthias Lilienthal.
Das Festival nutzt beide Häuser des Thalia Theaters: das Stammhaus am Alstertor in der Altstadt (Bezirk Hamburg-Mitte) und die Thalia Gaußstraße in Ottensen (Bezirk Altona). Damit verteilt es sich auf zwei der dichtesten Kulturquartiere Hamburgs. Foyers, Café, Spielstätten verschmelzen während des Festivals zu einer einzigen Theaterlandschaft.
Die Ausgabe 2026 fragt, wie Demokratien nach populistischen Wellen wieder Vertrauen, Sprache und Form finden können. Zehn Produktionen aus Japan, Polen und dem deutschsprachigen Raum stehen auf dem Programm. Highlight ist Marta Górnickas "Mütter — ein Lied für die Kriegszeit", in dem ein Chor aus 9- bis 71-jährigen Frauen aus der Ukraine, Belarus und Polen ihre Erfahrungen von Krieg und Gewalt teilt. Jakub Skrzywaneks Inszenierung "Angriff auf das Nationaltheater Stary" steht ebenfalls auf dem Spielplan. Die Eröffnungsrede hält die Autorin und Podcasterin Jagoda Marinić.
Neu ist das Format "Inhabilia": Studierende der Düsseldorfer Kunstakademie verwandeln die Foyers des Thalia Theaters in eine 24-Stunden-Versammlung mit Essen, Tanz und Gesprächen. Das Festival weitet sich damit über die Bühne hinaus — Theater wird zur sozialen Praxis.
Über etwa 16 Tage spielt das Thalia Theater seine Lessingtage 2026. Die Auswahl konzentriert sich auf Produktionen, die nach den populistischen Wellen der 2020er Jahre nach neuen Formen demokratischen Sprechens und Zusammenseins suchen. Highlights sind die polnischen und ukrainischen Beiträge sowie eine japanische Produktion.
Parallel zum Bühnenprogramm verwandelt das Format "Inhabilia" die Foyers in eine durchgehende 24-Stunden-Versammlung, kuratiert von Studierenden der Düsseldorfer Kunstakademie. Essen, Tanz, Gespräche und Performances mischen sich, das Publikum darf bleiben, schlafen, mitmachen.
Zehn internationale Produktionen, Eröffnung mit Jagoda Marinić, das Format "Inhabilia" als 24-Stunden-Foyer und Festivalstart unter neuer künstlerischer Leitung Matthias Lilienthal.
Preise variieren je nach Produktion und Platzkategorie. Tickets über die Theaterkasse Thalia Theater. Studierende und Schüler erhalten Ermäßigungen.
Thalia Alstertor: U-Bahn Mönckebergstraße (U3) oder Jungfernstieg (U1/U2/U4). Thalia Gaußstraße: S-Bahn Altona oder Bus zur Gaußstraße.
Über die Website des Thalia Theaters oder die Theaterkasse. Übertitel auf Englisch in den meisten internationalen Produktionen.
Produktionen in Originalsprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
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Thalia Theater & Thalia Gaußstraße
Alstertor 1, 20095 Hamburg