Eine Nacht zwischen Hörsaal, Labor und Sternenhimmel
Halle an der Saale ist Universitätsstadt seit 1694. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Leopoldina als Nationale Akademie der Wissenschaften, das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und ein Dutzend weiterer Institute machen die größte Stadt von Sachsen-Anhalt zu einem der dichtesten Forschungsstandorte Mitteldeutschlands. Einmal im Jahr — am ersten Freitag im Juli — wird diese Dichte sichtbar: Die Lange Nacht der Wissenschaften öffnet Hörsäle, Labore, Sammlungen und Werkstätten für ein breites Publikum.
Was die LNdW Halle auszeichnet, ist die Selbstverständlichkeit, mit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Arbeit erklären. Es geht nicht um Showformate, sondern um echte Einblicke: Wie funktioniert ein Massenspektrometer? Was kann man aus Bodenproben über Klimaveränderungen lesen? Wie reagieren Zellen auf Mikroplastik? Die Antworten geben Forschende selbst — in Vorträgen, Experimentstationen, Science Slams und Führungen durch sonst geschlossene Räume.
Die Auflage 2026 ist die 23. Ausgabe und damit eine der traditionsreichsten Wissenschaftsnächte Deutschlands. Drei Hauptstandorte strukturieren das Programm: der Universitätsplatz mit der Aula und den geisteswissenschaftlichen Instituten, der Steintor-Campus mit den Lebenswissenschaften, und der Von-Danckelmann-Platz mit den Naturwissenschaften. Hinzu kommen Außenstandorte wie die Universitätsmedizin, das Volkspark-Gelände, die Leopoldina und einzelne Institute in der Innenstadt. Shuttle-Busse verbinden die Standorte alle 15 Minuten.
Die LNdW Halle ist eines der größten kostenlosen Kulturereignisse von Sachsen-Anhalt. Sie wird gemeinsam getragen von der Universität, den außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Stadt Halle und richtet sich an alle Altersgruppen — von Kita-Kindern (Spezialprogramm „Kinder-LNdW") bis zu Schülern der Oberstufe, die hier oft ihren ersten Kontakt zur Forschung haben, und an interessierte Erwachsene, die einfach wissen wollen, was hinter den Mauern der Uni passiert.
Die Auflage 2026 setzt auf die bewährten thematischen Linien: Für Kinder (mit eigenem Mitmach-Bereich und Experimentierstationen), Umwelt & Natur, Gesellschaft & Geisteswissenschaften, Digitales & Technik, Gesundheit & Medizin sowie Unterhaltung & Kultur. Ein englischsprachiger Track richtet sich an internationale Studierende und Forschende. Auf der Bühne am Universitätsplatz finden Science Slams, Talks und Konzerte statt — sie funktioniert als zentraler Treffpunkt für die Nacht. Das vollständige Programm mit Filterfunktion ist auf lndwhalle.de und in der LNdW-App verfügbar.
Detailprogramm und persönliche Merkliste auf lndwhalle.de.
Die meisten Standorte sind innerhalb des Innenstadtrings fußläufig erreichbar. Vom Hauptbahnhof Halle: Straßenbahnlinien 5, 9 oder 12 zum Steintor und Universitätsplatz. Festival-Shuttle-Busse verbinden die drei Hauptstandorte und Außenstellen.
Eintritt ist frei. Für bestimmte Veranstaltungen mit begrenzter Platzzahl (Hörsaal-Experimente, Führungen) ist eine Vorab-Anmeldung über die Webseite empfohlen.
Die App und das Online-Programm auf lndwhalle.de erlauben die Suche nach Themen, Altersgruppen und Standorten. Ein Highlight-Filter zeigt die rund 20 Top-Veranstaltungen der Nacht.
Noch keine Fotos. Teile deine!
Max. 5 Fotos, 5 MB pro Foto (JPG, PNG, WebP)
Hilf uns, diesen Eintrag aktuell zu halten. Jeder Vorschlag wird von unserem Team vor der Veröffentlichung geprüft.
Noch keine Bewertung — sei der oder die Erste!
Noch keine Kommentare. Sei der oder die Erste!
Teile deine Erfahrung mit der Community.
Reserva tu tren o autobús para llegar a LNdW Halle al mejor precio.
Gesponserter Link
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Partner
Universitätsplatz 1, 06108 Halle (Saale)