Pfingstliches Kulturfestival in 21 Privatgärten, Höfen und Räumen des Wedemarker Ortsteils Brelingen
Im Wedemarker Ortsteil Brelingen, eingebettet in die sanften Weiten der nördlichen Hannoverschen Region, hat sich seit Jahren ein Kulturformat etabliert, das in seiner Konzeption Maßstäbe setzt. Alle zwei Jahre zu Pfingsten verwandelt sich das gesamte Dorf in einen weitläufigen Veranstaltungsort: Private Gärten werden zu Konzertbühnen, Stallungen zu Galerien, die Dorfkirche zum Konzertsaal, der Bolzplatz zum Workshopraum. Über 21 Spielorte verteilen sich die Programmpunkte, und das Publikum durchwandert zwischen ihnen das ganze Dorf — von Tisch zu Tisch, wie es das Motto der Ausgabe 2026 ausdrückt.
Getragen wird Kultur im Dorf vom Brelinger Kulturverein e.V., einer Initiative aus Bürgerinnen und Bürgern, die ihren Heimatort als Ort kultureller Begegnung verstehen. Die Idee ist einfach und zugleich radikal: Wer Räume hat, öffnet sie. Wer etwas kann, zeigt es. Wer schauen möchte, kommt vorbei. So entsteht ein Programm, das nicht von einer zentralen kuratorischen Hand stammt, sondern aus dem Dorf selbst — aus Hobbymusikerinnen ebenso wie aus professionellen Künstlern, aus Yogalehrern, Tanzschulen, Boule-Spielern, Kinderbuchautoren, Malerinnen und Handwerkern.
Das Festival lebt von seiner programmatischen Vielfalt. Live-Konzerte stehen im Zentrum: Jazz im Pfarrgarten, Folk im Stall, Klassik in der Kirche, Indie auf der Hofbühne. Daneben prägen Kunstausstellungen die Atmosphäre — Gemälde, Skulpturen, Fotografie und installative Arbeiten werden in Wohnzimmern, Scheunen und auf Wiesen präsentiert. Workshops laden zum Mitmachen ein: Linedance auf der Straße, Yoga im Garten, kreative Schreibwerkstätten, Kinderkonzerte mit Mitsing-Charakter. Ein Boule-Turnier sorgt für sportliches Beiwerk, kulinarische Stände beleben die Wege zwischen den Orten.
Alle Programmpunkte sind grundsätzlich kostenfrei, getragen von Sponsorenbeiträgen, Spenden und dem Engagement zahlloser Helferinnen und Helfer. Genau diese ehrenamtliche Basis macht den besonderen Charme des Festivals aus: Kultur im Dorf wirkt nicht wie ein professionell vermarktetes Großevent, sondern wie ein offenes Stadtteilfest, bei dem Kunst und Begegnung gleichberechtigt nebeneinander stehen. Für Besucherinnen und Besucher aus Hannover oder der Wedemark bietet das Festival die Gelegenheit, ein Dorf von innen kennenzulernen — mit Blicken in Gärten, die sonst verschlossen bleiben, und Begegnungen mit Künstlern auf Augenhöhe.
Am Samstag, 23. Mai, und Sonntag, 24. Mai 2026, lädt der Brelinger Kulturverein zur nächsten Ausgabe von Kultur im Dorf ein. Das Motto „von Tisch zu Tisch” greift den dezentralen Charakter des Festivals auf und lädt das Publikum zu einem kulturellen Spaziergang von Ort zu Ort, von Programmpunkt zu Programmpunkt ein.
Über 21 Spielstätten verteilen sich Konzerte, Ausstellungen und Workshops. Das genaue Programm 2026 wird kurz vor Pfingsten in einem Festivalheft veröffentlicht. Eintritt frei, Spenden willkommen.
Das vollständige Programm wird vom Brelinger Kulturverein im Frühjahr 2026 publiziert. Die Struktur folgt den bewährten Eckpunkten der Vorjahre:
Die endgültige Aufstellung mit Spielstätten, Uhrzeiten und Plan des Dorfes wird auf brelinger-mitte.de veröffentlicht.
Brelingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Wedemark im Norden der Region Hannover. Mit dem ÖPNV: S-Bahn S4 bis Mellendorf, anschließend rund 3 km mit Bus, Fahrrad oder zu Fuß nach Brelingen. Mit dem Auto über die A7 (Ausfahrt Mellendorf) und die B3.
Im Dorfkern stehen begrenzte Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Der Veranstalter empfiehlt die Anreise mit ÖPNV oder Fahrrad und weist während des Festivals Parkflächen am Ortsrand aus.
Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei. Spenden für die Künstlerinnen und Künstler sowie für den Brelinger Kulturverein sind willkommen.
Das vollständige Programm mit Spielstätten, Uhrzeiten und Plan des Dorfes wird im Vorfeld auf der Website des Brelinger Kulturvereins veröffentlicht und vor Ort als Festivalheft ausgegeben. Aufgrund der dezentralen Struktur empfiehlt sich eine Vorplanung — viele Orte sind klein, frühe Anwesenheit sichert Plätze.
Die meisten Außenspielorte sind ebenerdig zugänglich. Einzelne historische Gebäude können Schwellen aufweisen. Hinweise dazu finden sich im Festivalheft.
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