Geöffnete Winzerkeller zum Herbstauftakt
Die Kellerkirmes Mesenich ist eine Veranstaltung mit Charakter. Während die meisten Mosel-Weinfeste auf große Festzelte, Bühnen und zentrale Festplätze setzen, wählt Mesenich bewusst den umgekehrten Weg: Die Winzer öffnen ihre eigenen Höfe und Keller, präsentieren ihre Weine in vertrauter Umgebung und ermöglichen ein unmittelbares Gespräch über Lagen, Jahrgänge und Stilrichtungen.
Das Konzept stammt aus der Tradition der süddeutschen Hoffeste, hat in Mesenich aber eine eigene, moselländische Prägung erhalten. Die Höfe liegen fußläufig im Ortskern, sodass eine Tour zu Fuß bequem zu erschließen ist. Mit dem Festglas und einem Übersichtsplan in der Hand wandern die Besucher von Station zu Station, lassen sich an jedem Hof die aktuellen Weine kredenzen und genießen die spätsommerliche Atmosphäre im Mosel-Dorf.
Die Weine kommen ausschließlich von den Mesenicher Winzerbetrieben und reichen vom leichten Sommerwein über frische Rieslinge der aktuellen Lese bis zu gereiften Spätburgundern und Auslesen. Jedem Hof ist es freigestellt, sein eigenes Programm zu gestalten — vom klassischen Verkostungsglas über kleine Vertikalproben bis zu geführten Lagenpräsentationen.
Kulinarisch bieten die Höfe Winzervesper, Flammkuchen, Käse aus der Eifel und herbstliche Spezialitäten an. An mehreren Stationen sorgen akustische Musikgruppen für stimmungsvolle Begleitung, ohne den intimen Charakter der Veranstaltung zu sprengen. Die Kellerkirmes ist ein Geheimtipp für alle, die das authentische Moselleben jenseits der großen Festzelte erleben möchten.
Die Kellerkirmes 2026 in Mesenich findet von Freitag, 11. September, bis Sonntag, 13. September, statt. Veranstalter ist der Heimat- und Verkehrsverein Mesenich (HuV). Die teilnehmenden Höfe öffnen am Freitag am späten Nachmittag, am Samstag und Sonntag bereits am Mittag.
Das genaue Programm 2026 wird vom Heimat- und Verkehrsverein Mesenich im Spätsommer publiziert. Die Struktur folgt den bewährten Eckpunkten der Vorjahre:
Höhepunkte: Direkte Begegnungen mit den Mesenicher Winzerfamilien, Rieslinge und Spätburgunder aus den Mesenicher Steillagen, dezentrales Konzept ohne großes Festzelt, Winzervesper und Flammkuchen in den Höfen, akustische Musik an mehreren Stationen, ruhige weintypische Atmosphäre.
Eintritt frei. Festglas und Verkostungsmarken in den teilnehmenden Höfen erhältlich.
Anreise: Mit dem Auto über die B49 und die Mosel-Brücke nach Senheim, von dort kurz nach Mesenich. Mit der Bahn bis Cochem oder Bullay, von dort mit Bus weiter.
Eintritt: Frei. Festglas und Verkostungsmarken in den teilnehmenden Höfen erhältlich.
Tipp: Festes Schuhwerk für die Kopfsteinpflasterwege. Übernachtungen in den Ferienwohnungen frühzeitig buchen.
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