Das traditionelle Stadtfest auf dem Werdchen – seit dem 17. Jahrhundert
Das Johannisfest Eschwege ist eines der traditionsreichsten Volksfeste Nordhessens. Die ältesten urkundlichen Belege reichen bis ins Jahr 1671 zurück – damals wurde Bier an Lehrer und Schüler verteilt. Eine zweite Wurzel ist der Maiengang, der bereits 1594 erwähnt wird. Um 1800 verschmolzen beide Bräuche zum heutigen Johannisfest. 2026 läuft das Fest vom 18. bis 22. Juni – nach altem Brauch traditionell am Wochenende um den Johannistag (24. Juni).
Jedes Jahr stehen das Plakettenmotiv und das Festzugsmotto für die jeweilige Ausgabe. 2026 lautet die Plakette „100 Jahre Johannisfestreiter“ – ein Jubiläum der berittenen Herolde, die seit 1926 das Fest ansagen. Das Festzugsmotto ist „Schlagzeilen: gestern, heute, morgen“, das Eschweger Schulen kreativ interpretieren. Die Anne-Frank-Schule etwa verbindet das Motto mit dem eigenen Schul-Jubiläum. Insgesamt werden 7.000 Plaketten produziert (5.000 mit Anstecknadel, 2.000 magnetisch), Preis je 3 € (Schüler 2 €).
Schauplatz ist das Werdchen, ein zentraler Festplatz in Eschwege. 2026 stehen aus 376 Bewerbungen 77 Standplätze. Neue Attraktionen: das Riesenrad „Solar Wheel“ und die Weltneuheit „Hypnotizer“ – ein neuartiges Fahrgeschäft, das im März 2026 erstmals präsentiert wurde. Hinzu kommen das Festzelt von Zeltverleih Reinhardt, klassische Karussells, Schießbuden und Imbisse.
Das Programm folgt seit Generationen einem festen Schema:
Eine Besonderheit ist der Dietemann – eine symbolische Figur, die seit 1949 vom Burgturm hinabsteigt und sich dem Festzug anschließt. Außerdem werden seit dem 17. Jahrhundert die Johannisfest-Brötchen (süße Rosinenbrötchen) an Schulkinder verteilt.
Eschwege ist mit rund 20.000 Einwohnern Kreisstadt des Werra-Meißner-Kreises in Nordosthessen, an der Grenze zu Thüringen und Niedersachsen. Die Stadt liegt malerisch im Werra-Tal zwischen Hohem Meißner und Werraknie. Das Schloss Eschwege, die Altstadt mit ihren Fachwerkbauten und der Marktplatz bilden die historische Kulisse des Festes.
Die Auflage 2026 markiert mit „100 Jahre Johannisfestreiter“ ein Sub-Jubiläum: Seit 1926 reiten Herolde durch die Eschweger Altstadt, um das Fest anzusagen. Mit 7.000 Plaketten und 77 Standplätzen aus 376 Bewerbungen ist die Nachfrage hoch.
Eintritt frei. Festplakette 3 € (Schüler 2 €). Kosten für Fahrgeschäfte, Speisen und Getränke an den Ständen.
Mit dem Auto: A44 (Kassel–Eisenach), Abfahrt Hessisch Lichtenau oder Bad Sooden-Allendorf, dann B27/B249 nach Eschwege. Mit der Bahn: Bahnhof Eschwege (über Bebra oder Göttingen), von dort kurzer Fußweg zum Werdchen.
Eintritt frei. Festplakette 3 € (Schüler 2 €). Kosten an Fahrgeschäften und Ständen.
Der Samstag-Maienzug startet vormittags und ist mit den Birkenzweigen optisch einer der schönsten Momente. Der Sonntags-Festzug ist der Besucherhöhepunkt – frühzeitig kommen. Das Abschlussfeuerwerk am Montag erfolgt nach Einbruch der Dunkelheit.
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Festplatz Werdchen
Festplatz Werdchen, 37269 Eschwege