29. Auflage Keramikkunst und Kunsthandwerk im Herzen der Universitätsstadt
Jena im Mittel-Saaletal ist mit rund 110 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Thüringens und bekannt für seine Universität (Friedrich-Schiller-Universität, gegründet 1558), das Carl-Zeiss-Werk (Optik-Weltmarktführer) und die enge Verbindung mit den Klassikern der deutschen Literatur (Goethe, Schiller, Fichte, Hegel hielten hier Vorlesungen). Das historische Stadtzentrum mit Marktplatz, Rathaus und der spätgotischen Stadtkirche St. Michael bildet die ideale Kulisse für den Töpfermarkt.
Der Jenaer Töpfermarkt zählt zu den ältesten und größten Töpfermärkten Thüringens. Seit fast 30 Jahren versammelt er die Keramik-Community Mitteldeutschlands und darüber hinaus auf dem historischen Marktplatz. Über 60 Aussteller — Profi-Töpfer mit eigener Werkstatt, Hobbykeramiker mit experimentellen Stücken, Designer-Studios mit avantgardistischen Formen — präsentieren ein breites Spektrum: Gebrauchskeramik (Geschirr, Tassen, Krüge, Schüsseln), Dekorationskeramik (Vasen, Schalen, Skulpturen), Gartenkeramik (Pflanzkübel, Brunnen, Vogeltränken), Keramikschmuck und experimentelle Kunstkeramik.
Der besondere Reiz des Töpfermarkts: viele Aussteller arbeiten direkt am Stand — Drehscheibe vor Ort, Töpferstation für Kinder, Vorführungen historischer Brennverfahren. Besucher können selbst Hand anlegen und unter Anleitung ein kleines Stück formen. Auch werden die unterschiedlichen Brenntechniken (Raku, Salzbrand, Holzbrand) und Glasurtechniken (Aschglasur, Reduktionsbrand, Lüsterglasuren) erklärt. Es ist Volkshochschulkurs und Markt zugleich.
Der Töpfermarkt wird vom städtischen Kulturbetrieb JenaKultur organisiert. Begleitend gibt es musikalische Untermalung (Akustik-Bands, Straßenmusiker), Imbissstände mit regionalen Spezialitäten und Sitzgelegenheiten auf dem Marktplatz. Eltern können die Kinder zur Töpferstation bringen, während sie selbst auf Schnäppchenjagd gehen.
Wer den Töpfermarkt besucht, kann den Aufenthalt mit Jena-Highlights verbinden: das Goethe-Gedenkstätte, die Optik-Welt (Carl-Zeiss-Museum mit Großplanetarium), die Botanischen Gärten der Universität, die historische Aussichtsplattform „JenTower“ (im 27. Stock) oder Wanderungen ins Saaletal. Eine Stadt mit besonderer Atmosphäre — wissenschaftlich neugierig, kulturell offen, jugendlich vielfältig dank der Universität.
An zwei Tagen verwandelt sich der historische Marktplatz von Jena in einen Keramik-Markt mit über 60 Ausstellern. Samstag bereits ab 8 Uhr morgens, Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Die ungewöhnlich frühe Samstagsöffnung erlaubt es Frühaufstehern, die besten Stücke vor den Massen zu sichern.
Liste der Aussteller und Detailprogramm auf jenakultur.de.
Eintritt frei. Keramikkäufe und Töpfer-Mitmachstationen werden einzeln bezahlt — moderate Preise vom kleinen Schmuckstück (5–15 €) bis zur Skulptur (mehrere Hundert Euro).
Jena Hauptbahnhof (ICE-Halt). Vom Bahnhof zum Marktplatz ca. 10 Minuten zu Fuß. Mit dem Auto über die A4 (Ausfahrt Jena-Zentrum) — Parkhäuser am Holzmarkt und an der Goethe-Galerie empfohlen.
Eintritt frei. Keramikkäufe und Töpfer-Mitmachstationen werden einzeln bezahlt.
Wer Stücke einer bestimmten Werkstatt sucht: die Liste der Aussteller wird vor dem Markt auf der JenaKultur-Webseite veröffentlicht. Beliebte Aussteller verkaufen am Samstagmittag bereits viel — wer eine besondere Stück haben möchte, kommt früh.
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Historischer Marktplatz Jena
Marktplatz Jena, 07743 Jena