Industriekulturelle Wanderung mit Bergmannsfrühstück
Auf den Spuren des Saarbergbaus rund um den Rechtsschutzsaal Bildstock
2026
Vorstellung von Industriekult. Wanderung Bildstock
Industriekult. Wanderung Bildstock — Ausgabe 2026
Im Jahr 2026 finden drei geführte industriekulturelle Wanderungen in Friedrichsthal-Bildstock statt. Veranstalter sind die Stiftung Rechtsschutzsaal und die Arbeitskammer des Saarlandes. Treffpunkt ist jeweils der Kleine Marktplatz Bildstock, Startzeit 10:00 Uhr.
Die Wanderungen sind ein Format der Saarbergbau-Erinnerungskultur und richten sich an alle, die sich für das industrielle Erbe des Saarlandes interessieren.
Höhepunkte Industriekult. Wanderung Bildstock 2026
- Geführt von Historiker Dr. Frank Hirsch (Arbeitskammer Saarland)
- 7-km-Route durch ehemaliges Saarrevier mit Halde und Absinkweiher
- Bergmannsfrühstück im Biergarten des Rechtsschutzsaals
- September-Termin oft mit Bergkapelle Saar
Programm Industriekult. Wanderung Bildstock 2026
Samstag, 9. Mai 2026 – Tag der Städtebauförderung
- 10:00 — Treffpunkt Kleiner Marktplatz Bildstock
- Geführte Wanderung (ca. 7 km) durch das Bergbauerbe von Bildstock und Reden
- Anschließend Bergmannsfrühstück im Biergarten des Rechtsschutzsaals
Samstag, 20. Juni 2026
- 10:00 — Treffpunkt Kleiner Marktplatz Bildstock
- Wanderung mit Historiker Dr. Frank Hirsch, Leiter des Dokumentationszentrums der Arbeitskammer
- Themen: Solidarität, Mitbestimmung, Bergbaugeschichte
- Anschließend Bergmannsfrühstück
Samstag, 26. September 2026
- 10:00 — Treffpunkt Kleiner Marktplatz Bildstock
- Letzte Wanderung der Saison – häufig begleitet vom Brass-Ensemble der Bergkapelle Saar
- Bergmannsfrühstück im Biergarten
Anmeldung schriftlich erforderlich – Plätze begrenzt. Kontakt über die Stadt Friedrichsthal.
Preise Industriekult. Wanderung Bildstock 2026
Anmeldung schriftlich erforderlich. Kostenbeteiligung für das Bergmannsfrühstück, Details bei Anmeldung.
Praktische Informationen — Industriekult. Wanderung Bildstock
Anreise
Mit dem Auto über die A8 (Ausfahrt Friedrichsthal-Bildstock), Beschilderung Rechtsschutzsaal folgen. Mit der Bahn bis Friedrichsthal (Saar), von dort 10 Minuten Fußweg ins Bildstocker Zentrum.
Anmeldung
Anmeldung schriftlich erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt. Kontakt über die Stadt Friedrichsthal oder direkt über den Rechtsschutzsaal.
Ausrüstung
Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, kleiner Rucksack mit Getränk. Wanderstöcke optional. Die Strecke ist moderat anspruchsvoll, aber für gesunde Erwachsene gut machbar.
Bergmannsfrühstück
Die Verpflegung im Biergarten ist Teil des Angebots – ggf. fällt eine Kostenbeteiligung an, die bei der Anmeldung bekanntgegeben wird.
Tipps
Wer Industriekultur ernst nehmen will, plant nach der Wanderung einen Besuch der Saargrube Reden ein (Industriedenkmal, Saarpolygon, Sehenswürdigkeit). Auch die Völklinger Hütte (UNESCO-Welterbe) liegt im benachbarten Landkreis.
Ein Wandertag mit Geschichte
Wer das Saarland verstehen will, muss seinen Bergbau verstehen. Bis 2012 wurde im Saarrevier Steinkohle gefördert – über zweieinhalb Jahrhunderte lang. Die Spuren dieser Vergangenheit prägen die Landschaft noch immer: Halden, Absinkweiher, ehemalige Förderanlagen, Bergmannssiedlungen. Die industriekulturelle Wanderung in Bildstock (Friedrichsthal) führt mitten durch dieses Erbe – und sie tut es mit einem fachkundigen Begleiter: Dr. Frank Hirsch, Leiter des Dokumentationszentrums der Arbeitskammer des Saarlandes.
Der Rechtsschutzsaal Bildstock – ein historischer Ort
Startpunkt jeder Wanderung ist der Rechtsschutzsaal in Bildstock, ein UNESCO-würdiger Industriebau. Hier wurde 1890 der 'Rechtsschutzverein der Saarbergleute' gegründet – einer der ersten Knappschaftsvereine Deutschlands und ein Meilenstein der Arbeiterbewegung. Der Saal selbst, ein Backsteingebäude mit Ziergiebeln, ist heute Museum und Veranstaltungsort.
Die Route
Etwa sieben Kilometer lang, moderat anspruchsvoll. Vom Rechtsschutzsaal geht es vorbei am Absinkweiher (ein durch Bergbau entstandener Tagebausee), über die Bergehalde und schließlich zum ehemaligen Bergwerk Reden – einem der wichtigsten Schachtanlagen des Saarreviers, heute Industriedenkmal. Auf dem Rückweg führt der Pfad durch den umliegenden Wald.
Themen unterwegs
Dr. Hirsch erläutert während der Wanderung die zentralen Themen des saarländischen Bergbauerbes:
- Solidarität: Wie die Bergleute Selbsthilfevereine gründeten
- Mitbestimmung: Die Saargruben als Pionier der industriellen Demokratie
- Strukturwandel: Wie das Saarland nach dem Ende des Bergbaus seinen Weg sucht
- Renaturierung: Wie aus Industriebrachen Naherholungsgebiete werden
Das Bergmannsfrühstück
Nach der Wanderung folgt der genüssliche Teil: das traditionelle Bergmannsfrühstück im Biergarten des Rechtsschutzsaals. Die Speise – einst die Kraftnahrung vor der Schicht unter Tage – besteht aus Bratkartoffeln, Spiegelei, Speck und einer kräftigen Bauernbrotscheibe. Dazu spielt manchmal das Brass-Ensemble der Bergkapelle Saar – die letzten der einst zahlreichen Bergmannskapellen des Saarlands.
Wer ist Dr. Frank Hirsch?
Frank Hirsch ist Historiker und leitet das Dokumentationszentrum der Arbeitskammer des Saarlandes. Sein Spezialgebiet: Sozial- und Arbeitsgeschichte des Saarrevier. Er gilt als einer der besten Kenner der saarländischen Industriegeschichte und führt seine Wanderungen mit dem Ton eines erfahrenen Erzählers.
Wer kommt hierher?
Saarländer, die ihre eigene Geschichte besser verstehen möchten. Touristen, die sich für Industriekultur interessieren. Vereine, Schulklassen, Senioren. Wandern ist Mittel zum Zweck – das eigentliche Erlebnis ist die Geschichte zwischen den Halden.
Wo es stattfindet Industriekult. Wanderung Bildstock
Industriekult. Wanderung Bildstock auf einen Blick
Verlauf von Industriekult. Wanderung Bildstock
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