Mehr als 30 Jahre Tradition — Adventsmarkt im historischen Gewand rund um St. Michaeliskirche
Der Historische Christmarkt entstand vor mehr als dreißig Jahren als Gegenentwurf zu den zunehmend kommerziellen Großmärkten. Ziel war von Anfang an, an einem der historisch bedeutendsten Orte Lüneburgs — rund um die im Kern romanische St. Michaeliskirche — einen kleinen, qualitativ hochwertigen Markt zu etablieren, der Handwerk, Tradition und Geselligkeit in den Mittelpunkt stellt. Der Markt wird vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt e.V. (ALA) ausschließlich ehrenamtlich organisiert. Die Erlöse fließen vollständig in die Pflege und Restaurierung historischer Bausubstanz im Westviertel und in der gesamten Lüneburger Altstadt.
Die Standbetreiberinnen und Standbetreiber tragen historisch inspirierte Gewänder, viele Stände werden mit Holz und Naturmaterialien dekoriert. Das Angebot reicht von Töpferwaren, handgeschmiedeten Eisenarbeiten, Kerzen, Lederwaren, Honig und Met über Strick- und Textilarbeiten bis zu kulinarischen Köstlichkeiten — gebrannte Mandeln, heißer Apfelpunsch, Glühwein, Suppen und Bratwurst aus regionaler Produktion. Eine Auswahl an Standbetreibern führt traditionelle Handwerkstechniken vor: Spinnen, Filzen, Schmieden, Töpfern oder Korbflechten.
Die St. Michaeliskirche, eine der drei großen Backsteinkirchen Lüneburgs, bildet die Kulisse des Markts. Im 14. Jahrhundert als Klosterkirche errichtet, war sie bis zur Reformation Teil eines Benediktinerklosters — Johann Sebastian Bach besuchte hier als Chorschüler die Michaelisschule. Während der Markttage ist die Kirche für Besucherinnen und Besucher geöffnet, Adventsmusiken und besinnliche Augenblicke ergänzen das weltliche Markttreiben. Das Westviertel rund um die Kirche zählt mit seinen Patrizierhäusern, dem ehemaligen Pferdebrunnen und den engen Gassen zu den schönsten Ecken der gesamten Altstadt.
Sämtliche Erlöse aus dem Markt fließen in die Sanierung historischer Gebäude. Der ALA hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Restaurierungsprojekte mitfinanziert. Der Markt ist damit nicht nur ein Adventserlebnis, sondern auch ein Beitrag zur Bewahrung des UNESCO-Welterbe-Kandidaten Lüneburger Altstadt.
Der Historische Christmarkt zählt seit Jahren zu den Geheimtipps des norddeutschen Adventskalenders. Wer den großen Lüneburger Markt am Rathaus verlässt und durch die schmalen Gassen ins Westviertel wandert, gelangt in eine Atmosphäre, die der Hektik der Großmärkte bewusst entgegengesetzt ist. Holzbuden, Naturdekoration, gedämpftes Licht, Adventslieder aus St. Michaelis und der Duft von Holzfeuer und Glühwein prägen die Stimmung. 2026 fällt der erste Advent auf den 6. Dezember — das Konzept des Markts am ersten Adventswochenende bleibt erhalten.
Das detaillierte Programm 2026 wird vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt im Herbst publiziert. Die Struktur folgt den bewährten Eckpunkten der Vorjahre:
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