Norddeutschlands größtes Volksfest mit über 250 Jahren Tradition
Havelberg liegt im Norden von Sachsen-Anhalt, im Landkreis Stendal, dort wo die Havel kurz vor ihrer Mündung in die Elbe einen weiten Bogen schlägt. Mit nur 6 500 Einwohnern gehört die Hansestadt zu den kleinsten Städten Deutschlands, die das Stadtrecht führen. Doch einmal im Jahr explodiert ihre Einwohnerzahl um den Faktor 30: Wenn am ersten Donnerstag im September um 15 Uhr der Bürgermeister auf dem Marktplatz das Bierfass ansticht, ist Pferdemarkt — und damit eines der größten Volksfeste Norddeutschlands eröffnet.
Die Tradition reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Ursprünglich war der Pferdemarkt ein landwirtschaftliches Großereignis: Pferde wurden gehandelt, neue Zuchtlinien vorgestellt, Geschäfte zwischen Bauern, Händlern und Militärabteilungen abgewickelt. Über die Jahrhunderte ist daraus ein vielschichtiges Volksfest geworden, in dem die Pferdetradition weiterhin sichtbar ist — mit Pferdeschauen, Fuhrmannsdemonstrationen und einem eigenen Pferdebereich — aber Kirmes, Flohmarkt und Festzelte heute den größten Raum einnehmen.
Das Festgelände erstreckt sich über die gesamte Altstadt von Havelberg und über die Havelinsel: Pferdemarkt-Bereich mit Schauveranstaltungen und Verkauf, Flohmarkt mit hunderten von Händlern (einer der größten Norddeutschlands), Kirmes mit Karussell, Hubschrauberbahn, Riesenrad und Achterbahn, Festzelt mit täglichem Live-Musik-Programm. Die Hansestadt verteilt das Geschehen geschickt: Die Atmosphäre wechselt vom historischen Marktplatz mit Backwaren-Ständen zur lauten Kirmeshalbinsel mit Bass-Beats und blinkenden Fahrgeschäften.
Eines der bemerkenswerten Merkmale des Pferdemarktes: Eintritt ist frei. Anders als die meisten großen Volksfeste verzichtet Havelberg auf eine Geländeabsperrung. Das macht das Fest zu einem demokratischen Erlebnis und erklärt mit, warum Familien aus dem ganzen Norden — Hamburg, Berlin, Brandenburg und die ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts — anreisen. Der Pferdemarkt ist ein Phänomen, das man in Sachsen-Anhalt erleben sollte, um es zu glauben.
Das Programm folgt der seit Jahrzehnten bewährten Struktur. Den Auftakt setzt am Donnerstag um 15 Uhr der traditionelle Bieranstich auf dem Marktplatz durch den Bürgermeister — gleichzeitig öffnen sich die Festzelte, die Kirmes nimmt den Betrieb auf und der Pferdebereich beginnt mit der Vorstellung der diesjährigen Schaurassen. Freitag und Samstag laufen die Hauptveranstaltungstage mit Vollbetrieb auf allen Flächen: Riesenflohmarkt mit Händlern aus ganz Norddeutschland, Festzeltabende mit Live-Bands und DJs, Pferdeshows und Vorführungen. Sonntag ist Familientag — und endet um 21 Uhr mit dem großen Abschlussfeuerwerk über der Havel.
Das detaillierte Musikprogramm im Festzelt wird von der Hansestadt Havelberg ab Sommer 2026 auf havelberg.de bekannt gegeben.
Havelberg ist über die B107 erreichbar. Per Bahn: Stendal oder Wittenberge + Bus 950 (Stendal–Havelberg). Während des Pferdemarkts richtet die Stadt Sonderparkplätze außerhalb der Altstadt mit Shuttle-Service ein. Wer es geht, fährt mit dem Schiff über Havel und Elbe.
Eintritt ist frei. Einzelne Veranstaltungen (Pferdeschauen, Galaabende im Festzelt) können kostenpflichtig sein.
Geöffnet: Donnerstag 15-24 Uhr, Freitag 13-24 Uhr, Samstag 10-1 Uhr, Sonntag 11-21 Uhr. Festzelt mit Live-Programm jeden Abend. Abschlussfeuerwerk Sonntag 21 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten in Havelberg sind extrem knapp — frühzeitig reservieren oder im Umland (Stendal, Tangermünde, Wittenberge) buchen.
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Markt 1, 39539 Havelberg