Historisches Stadtfest am Saale-Ufer — Halle und seine 200-jährige Hanse-Tradition
Dass Halle (Saale) einmal Hansestadt war, wissen heute selbst viele Hallenser nicht mehr. Doch von 1281 bis 1479 – also fast 200 Jahre lang – gehörte die Stadt zum mächtigen Städtebund der Hanse. Salz- und Tuchhandel waren die Treiber: Hallesche Kaufleute reisten nach Lübeck, Hamburg und über die Ostsee, mit Salzkisten und Tuchballen im Gepäck. Die Saaleschifffahrt verband Halle mit der Elbe und damit dem nördlichen Wirtschaftsraum.
Genau diese Geschichte wird einmal im Jahr Ende Mai am Riveufer und entlang der Saalepromenade wieder lebendig. Der 2008 gegründete Hallischer Hanse e.V. organisiert das Hansefest, das jedes Jahr Anfang bis Ende Mai zwischen Giebichensteinbrücke und Klaustor stattfindet. Über zwei Tage hinweg verwandelt sich der Saaleabschnitt in einen mittelalterlichen Hansemarkt mit Lagern, Handwerk, Musik und Schaukämpfen.
Auf dem Festgelände schlagen Hansekaufleute ihre Lager auf, Schmiede arbeiten an glühendem Eisen, Bogner und Schwertmacher zeigen ihr Handwerk. Schwertkämpfer und Bogenschützen liefern sich Schaukämpfe, Spielleute ziehen mit Drehleier und Schalmei durch die Stände. Auf der Saale paddeln Hansekogge-Nachbauten und liefern sich kleine Wettkämpfe – ein Salzkistenrennen ist seit Jahren der humorvolle Höhepunkt.
Die Verpflegung folgt dem Konzept: Bratspieße, Fladenbrot, Met und Bier aus dem Bottich, regionaler Käse und gebratener Karpfen. Familien finden ein eigenes Kinderareal mit Bogenschießen für Jüngere, Wurfzelt-Spielen und einer kleinen Mittelalterschule, in der die Kinder Schreibhandwerk, Filzen oder Töpfern lernen können. Wer im Frühjahr in Halle ist – immerhin die zweitgrößte Stadt im Bundesland Sachsen-Anhalt –, sollte sich das Festwochenende fest einplanen.
Am 30. und 31. Mai 2026 lädt der Hallischer Hanse e.V. zum jährlichen Hansefest an die Saale. Auf einem rund 800 Meter langen Festabschnitt zwischen Giebichensteinbrücke und Klaustor werden Lager aufgeschlagen, Schaukämpfe ausgetragen und mittelalterliches Handwerk gezeigt. Geöffnet von 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei.
Riveufer und Saalepromenade, zwischen Giebichensteinbrücke und Klaustor, 06108 Halle (Saale). Vom Hauptbahnhof Halle Straßenbahnlinie 7 oder zu Fuß ca. 20 Minuten. Vom Marktplatz zu Fuß durch die Altstadt ca. 15 Minuten.
Parkhäuser in der Altstadt. Anreise mit Straßenbahn empfohlen.
10:00–18:00 Uhr an beiden Festtagen.
Eintritt frei. Verzehr und Schausteller-Angebote kostenpflichtig.
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Riveufer und Saalepromenade Halle
Riveufer, Saalepromenade, 06108 Halle (Saale)