Drei Tage Musik, Tanz und szenische Formate im Halberstädter Dom
Halberstadt liegt im Landkreis Harz am nördlichen Fuß des Mittelgebirges, ca. 50 km südwestlich von Magdeburg. Die kleine Bischofsstadt ist berühmt für drei Dinge: ihren Dom, ihren Domschatz — einen der wertvollsten Kirchenschätze Europas mit 650 Objekten aus dem Mittelalter — und das Cage-Projekt „As slow as possible", das seit 2001 in der Burchardi-Kirche aufgeführt wird und 639 Jahre dauern soll. Der Dom selbst, errichtet zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert, kombiniert französische Hochgotik mit norddeutscher Backsteintradition und gilt als einer der wichtigsten frühen Beispiele dieser Stilmischung.
Die Domfestspiele wurden 2018 ins Leben gerufen, um die kulturelle Strahlkraft dieses Ensembles zu nutzen. Anders als die traditionsreichen Magdeburger Domfestspiele oder die Hallenser Händel-Festspiele setzen die Halberstädter nicht auf ein etabliertes Festspielmodell, sondern entwickeln eigene Formate, die sich an Raum und Sammlung orientieren. Tanzkunst im Dom — eine seltene Form — gehört ebenso zum Programm wie große Chorabende, Konzerte mit den Harzer Sinfonikern und der Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode, sowie Führungen durch den Domschatz, die in das Festival integriert sind.
Jede Auflage folgt einem Motto, das mit den thematischen Schwerpunkten der Stadt verbunden ist. 2026 lautet es: „Stoffe für Visionen — Glaube, Macht und Politik am Halberstädter Dom". Es greift das Textiljahr im Domschatz auf, das die textile Sammlung des Domes — Paramente, Behänge, Reliquientücher — in den Mittelpunkt rückt. Die Festspiele fragen, wie Glaube, Macht und politische Symbolik in Stoffen, Bildern und Räumen zusammengewoben sind, und übersetzen das in Musik und Bewegung.
Der Landkreis Harz ist mit Wernigerode, Quedlinburg (UNESCO-Welterbe), Halberstadt, Thale und Blankenburg eine der dichtesten Kulturlandschaften des Bundeslands Sachsen-Anhalt. Die Domfestspiele sind Teil einer wachsenden Festspiellandschaft, die das Harzer Tourismusgeschehen über den klassischen Wandersommer hinaus erweitert.
Die Halberstädter Domfestspiele 2026 entwickeln ihre Programmlinie aus dem Textiljahr im Domschatz. Stoffe — die Paramente, Behänge und Wandteppiche der Sammlung — werden zum Symbol für Glaube, Macht und Politik, und das Festival übersetzt dieses Thema in vier sehr unterschiedliche Formate: einen Tanzabend mit dem Ensemble TanzHarz, ein Oratorienprogramm der Halberstädter Kantorei, ein Sinfoniekonzert mit der Vereinigung der Harzer Sinfoniker und des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode sowie eine geführte Begegnung mit der Schatzkammer des Domes. Die genauen Werkbezeichnungen und Solistenbesetzungen werden vom Veranstalter im Frühjahr 2026 nachgereicht.
Das detaillierte musikalische Programm der einzelnen Veranstaltungen wird vom Veranstalter im Frühjahr 2026 auf domfestspiele-halberstadt.de bekannt gegeben.
Bahnhof Halberstadt liegt an der Strecke Magdeburg–Goslar mit guter Anbindung. Vom Bahnhof zum Dom: ca. 15 Min. zu Fuß oder mit Stadtbus. Parkplätze am Domplatz.
Vorverkauf über harztheater.de, im Theaterkasse Halberstadt und über cts-eventim. Frühbucherangebot: Kombi-Ticket für alle Festspielveranstaltungen 57 € (statt 90 €), gültig solange Vorrat reicht (Stand: bis 6. Januar 2026).
Der Dom ist barrierefrei zugänglich. Für die Domschatzführung am Sonntag empfiehlt sich vorherige Anmeldung — die Gruppengröße ist begrenzt. Im Festival-Foyer Programmhefte, Domschatz-Publikationen und Imbissangebot.
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Halberstädter Dom und Domschatz
Domplatz 16a, 38820 Halberstadt