Internationale Opern- und Barockfestspiele in der Metropolregion Nürnberg
Die Gluck Festspiele widmen sich als einziges Festival der Welt vollständig dem Schaffen von Christoph Willibald Gluck (1714–1787), dem großen Opernreformer der Klassik. Gluck stammt aus der Oberpfalz und gilt den Festspielen als der vielleicht größte Humanist der Operngeschichte: Seine Reform befreite die Oper vom barocken Virtuosen-Ballast und stellte Dramatik, Psychologie und echtes Empfinden in den Mittelpunkt — Jahrzehnte vor der modernen Psychologie. Veranstalter ist die Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH, künstlerischer Kopf ist Intendant Michael Hofstetter, der sämtliche Opernproduktionen verantwortet.
Die Festspiele sind als Festival mehrerer Städte angelegt. Zentrale Spielstätte ist das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und als eines der schönsten erhaltenen Barocktheater Europas gilt. Hinzu kommen das neu eröffnete Friedrichsforum Bayreuth, der Historische Rathaussaal Nürnberg sowie Aufführungsorte in Fürth. Damit verbinden die Festspiele Bayreuth, Nürnberg und Fürth zu einem regionalen Kulturereignis im Mai.
Die Gluck Festspiele finden im Biennale-Rhythmus statt, also alle zwei Jahre. Nach der Ausgabe 2024 ist 2026 der nächste Festspieljahrgang. 2026 markiert eine Premiere in der Geschichte des Festivals: erstmals stehen drei eigene Opernproduktionen auf dem Programm — neben Konzerten und experimentellen Konzertformaten.
Die Ausgabe 2026 steht unter dem Motto „Amor und Psyche". Im Zentrum stehen drei Gluck-Opernproduktionen: Iphigénie en Aulide in der Bearbeitung von Richard Wagner (konzertant zur Wiedereröffnung des Friedrichsforums), Paride ed Elena mit dem Sopranisten Samuel Mariño und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie Orpheus in der Berlioz-Fassung mit Valer Sabadus. Begleitet werden die Opern von Kammermusik und experimentellen Formaten, die Bezüge bis zu Schubert herstellen.
Mit den Gluck Festspielen ergänzen Bayreuth, Nürnberg und Fürth ihren ohnehin dichten Festspielkalender (Bayreuther Festspiele, Bayreuth Baroque, Musikfest ION Nürnberg) um ein spezialisiertes, international beachtetes Format der Alten Musik und der Opernreform. Das Publikum kommt aus ganz Franken, der Metropolregion und dem internationalen Klassikpublikum.
Die Ausgabe 2026 ist die erste in der Festspielgeschichte, in der drei vollständig eigene Opernproduktionen gezeigt werden. Den Auftakt bildet die konzertante Iphigénie en Aulide in der Bearbeitung von Richard Wagner, mit der zugleich das Friedrichsforum Bayreuth wiedereröffnet wird. Es folgen Paride ed Elena mit dem Sopranisten Samuel Mariño und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie Orpheus in der Bearbeitung von Hector Berlioz, die drei Gluck-Fassungen vereint.
Die Festspiele verbinden Bayreuth, Nürnberg und Fürth zu einem regionalen Kulturereignis. Begleitet werden die Opern von Kammermusik und experimentellen Konzertformaten mit Bezügen bis zu Franz Schubert. Frühzeitige Kartenbuchung wird empfohlen.
Ergänzend Kammermusik und experimentelle Konzertformate an verschiedenen Spielorten der Metropolregion.
Bayreuth ist über die A9 (München–Berlin) und A70 erreichbar, mit dem Zug über den Bahnhof Bayreuth. Nürnberg und Fürth sind per ICE/RE bestens angebunden; zwischen den Spielstätten der drei Städte verkehren regelmäßig Regionalzüge.
Markgräfliches Opernhaus Bayreuth (UNESCO-Welterbe), Friedrichsforum Bayreuth, Historischer Rathaussaal Nürnberg, Spielstätten in Fürth.
Karten über die Theaterkasse Bayreuth (Tel. 0921 69001, Mo–Fr 10:00–17:00 Uhr, Sa 10:00–14:00 Uhr) und die offizielle Festspiel-Website. Frühzeitige Buchung empfohlen, da Opernvorstellungen schnell ausverkauft sind.
Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH, Opernstraße 22, 95444 Bayreuth.
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Markgräfliches Opernhaus, Friedrichsforum und weitere Spielstätten
Opernstraße 22, 95444 Bayreuth