Kirschen, Ziegel und Kirschkönigin — das Dorffest des Werderaner Obstbaugebiets
Das Glindower Kirsch- und Ziegelfest ist eines der originellsten Ortsteilfeste in Brandenburg, weil es zwei sehr unterschiedliche Traditionen unter ein gemeinsames Dach bringt: Kirschen und Ziegel — beide finden sich im Glindower Ortswappen. Die Obstbaufelder und Streuobstwiesen rund um Glindow zählen zum berühmten Werderaner Obstbaugebiet, das Brandenburgs Kirsch- und Obstanbau prägt. Die Glindower Ziegelei wiederum produzierte über Jahrhunderte hinweg die roten Backsteine, mit denen Berlin und Potsdam erbaut wurden.
Das Fest wurde 1997 vom damaligen Ortsvorsteher Hermann Bobka initiiert, der alle Glindower Vereine, Schulen und Unternehmen einlud, gemeinsam ein Ortsteilfest auf die Beine zu stellen. Seither stemmen sie das Fest gemeinsam — Sportvereine, Feuerwehr, Kirchgemeinde, Schule, Kindergarten, lokale Wirtschaft. Diese kollektive Trägerschaft ist Teil der Identität: Beim Kirsch- und Ziegelfest sieht man das ganze Dorf in Aktion.
Eine Institution des Festes ist die Glindower Kirschkönigin. Sie wird alljährlich gekrönt und repräsentiert Glindow ein Jahr lang bei regionalen Veranstaltungen. Die amtierende Königin Heike Runge (2025/26) wird 2026 u.a. auf der Grünen Woche in Berlin im Januar, beim Königstag in Staßfurt (19.–21. Juni) und natürlich auf dem Kirsch- und Ziegelfest selbst zu sehen sein. Auf dem Fest 2026 wird voraussichtlich auch eine neue Königin gekrönt.
Glindow ist ein Ortsteil der Stadt Werder (Havel) im Landkreis Potsdam-Mittelmark — direkt am Glindower See gelegen, eingebettet in die Obstbaulandschaft der Havelseen. Die Stadt Werder (Havel) ist Teil des berühmten Werderaner Obstanbaugebietes, das jährlich mit dem Baumblütenfest Millionen Besucher anzieht — das Kirsch- und Ziegelfest ist sozusagen das familiäre Pendant zum großen Baumblütenfest.
Das 29. Kirsch- und Ziegelfest 2026 in Glindow (OT Werder/Havel) wird am 4. und 5. Juli auf der traditionellen Festwiese am Jahnufer ausgetragen. Die kollektive Trägerschaft aller Glindower Vereine, Schulen und Unternehmen sorgt für eine besondere Atmosphäre: Das Fest gehört allen.
Im Mittelpunkt steht die Kirschkönigin als Symbol des Werderaner Obstanbaus. Die amtierende Königin Heike Runge wird voraussichtlich an eine neue Königin abgeben. Auch das doppelte Erbe — Kirschen und Ziegel — bleibt zentrales Thema: Verkostungen, Verkaufsstände und kleine Ausstellungen erinnern an die Glindower Ziegelei-Tradition und das Obstbaugebiet rund um den Glindower See.
Detail-Programm wird im Frühsommer 2026 auf glindow.de/kirsch-und-ziegelfest veröffentlicht.
Eintritt frei. Speisen, Getränke und Fahrgeschäfte einzeln bezahlen.
Mit dem Auto über die A10 (Berliner Ring) Ausfahrt Werder, dann L88, ca. 30 km von Berlin. Mit der Bahn RE1 oder RE7 bis Werder (Havel), dann Bus oder Taxi nach Glindow (ca. 4 km).
Eintritt frei. Speisen, Getränke, Karussell-Fahrten einzeln bezahlen.
Die Krönung der neuen Kirschkönigin findet meist am Samstagabend statt — nicht verpassen. Der Festumzug am Sonntag startet traditionell am späten Vormittag durch die Glindower Straßen.
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Festwiese am Jahnufer Glindow
Jahnufer, 14542 Werder (Havel)