Anwohnerflohmarkt in den Vorgärten der kleinen Bauhaus-Siedlung an der Grenze Lokstedt/Eimsbüttel
Was diesen Flohmarkt von den größeren Hamburger Trödelterminen unterscheidet, ist seine Inszenierung: Die rund 30 bis 40 Stände stehen nicht auf einem zentralen Marktplatz, sondern verteilt in den Vorgärten der Anwohner. Du spazierst durch die Straßenzüge der kleinen Bauhaus-Siedlung, schaust mal hier auf einen Tisch mit Vintage-Geschirr, mal dort auf eine Kleiderstange, mal auf Bücherkisten und Spielzeug. Die Atmosphäre erinnert eher an einen norddeutschen Garagenflohmarkt als an die kommerziellen Großevents auf dem Heiligengeistfeld.
Die kleine Bauhaus-Siedlung an der Grenze zwischen Lokstedt und Eimsbüttel ist ein architektonisches Schmuckstück der 1920er Jahre – flache Dächer, kubische Formen, kleine Vorgärten, klare Linien im Stil der Reformbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Sie ist nicht zu verwechseln mit der berühmten Dessauer Bauhaus-Schule, sondern eine norddeutsche Adaption des Stils. Die Siedlung steht teilweise unter Denkmalschutz und ist eine selten besuchte Sehenswürdigkeit – der Flohmarkt ist eine der wenigen Gelegenheiten, die Straßenzüge ohne Anwohner-Privatkonflikt zu erkunden.
Da es sich um einen reinen Anwohnerflohmarkt handelt, ist das Angebot per Definition unsortiert: Vintage-Kleidung neben Babyspielzeug neben Möbeln, neben Büchern, neben Geschirr, neben Pflanzen aus dem Garten. Genau diese Unsortierbarkeit ist der Reiz – wer hier kommt, sucht keine professionelle Aufmachung, sondern echte Schnäppchen und Gespräche mit den Anwohnern. Kuchen, Kaffee und vereinzelte Getränkestände werden ad hoc von einzelnen Gärten betrieben.
Lokstedt liegt im Bezirk Eimsbüttel an der Grenze zum Bezirk Hamburg-Nord. Der Ortsteil hat rund 30.000 Einwohner und gilt als eines der grünsten und wohnlichsten Quartiere der westlichen Innenstadt – mit dem Tibarg im Nordwesten und der Universität Hamburg im Süden in Reichweite. Der Flohmarkt findet einmal im Jahr statt; bei gutem Wetter zählt er zu den lokal beliebtesten Nachbarschaftsterminen im Bundesland Hamburg.
Die 2026er Edition setzt das etablierte Konzept fort: keine Standgebühr für Außenstände, kein zentraler Veranstalter, sondern eine selbstorganisierte Nachbarschaftsinitiative. Die Bewohner der kleinen Bauhaus-Siedlung verabreden sich auf einen Sonntag-Vormittag, dekorieren ihre Vorgärten und öffnen sie für Besucher aus der Umgebung.
Der Termin Ende Mai ist gut gewählt – das Wetter ist meist mild, die Schulferien noch nicht in Sicht, und der Markt steht in keiner direkten Konkurrenz zu den großen Hamburger Frühjahrsflohmärkten auf dem Heiligengeistfeld oder in der Flohschanze. Anwohner, Familien aus Eimsbüttel und Hagenbeck-Besucher kommen vorbei.
Aktualisierte Infos über hamburg-tourism.de. Bei schlechtem Wetter Absage – Anwohner entscheiden am Tag selbst.
U-Bahn U2 Hagenbecks Tierpark oder U2 Lutterothstraße, dann jeweils ca. 10 Gehminuten in die Siedlung. Bus 181 hält näher. Mit dem Auto: begrenzte Parkmöglichkeiten in der Siedlung, an Hauptstraßen mit Parkscheibe.
Sonntag, 31. Mai 2026, 11:00 bis 15:00 Uhr.
Eintritt frei.
Bei schlechtem Wetter wird der Flohmarkt abgesagt (kein Ersatztermin). Anwohnerflohmarkt ohne Versicherung gegen Regen.
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Kleine Bauhaus-Siedlung Lokstedt/Eimsbüttel
Beethovenallee / Julius-Vosseler-Straße / Vizelinstraße / Repgowstieg, 22529 Hamburg
Hamburg (02000)
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