Das deutsch-französische Festival der darstellenden Künste — 48. Ausgabe in Saarbrücken und der Moselle
Das Festival Perspectives ist der wohl wichtigste Botschafter der deutsch-französischen Kulturzusammenarbeit auf der Bühne. Gegründet 1978 als Französische Theaterwoche, hat es sich über die Jahrzehnte zu einem zweisprachigen, multidisziplinären Festival entwickelt, das die darstellenden Künste beider Länder gleichberechtigt programmiert — eine Einzigartigkeit in der europäischen Festivallandschaft. Trägerin ist seit 2007 die Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit mit Sitz in Saarbrücken.
Das Festival überschreitet konsequent die Grenze: 21 Spielstätten beidseits der Saar verteilen sich über Saarbrücken, das umliegende Saarland und das französische Département Moselle (Sarreguemines, Forbach, Metz, Saint-Avold). Ein Shuttle-Programm verbindet die Veranstaltungsorte, viele Produktionen wandern zwischen den Städten. Die finanziellen Träger spiegeln das wider — neben dem Saarland und der Landeshauptstadt Saarbrücken beteiligt sich seit 2002 auch das französische Département Moselle vertraglich an der Finanzierung.
Die Programmierung verbindet etablierte Größen mit jungen Stimmen. Die Ausgabe 2026 bringt unter anderem Werke von Mariano Pensotti (argentinisches Theater), Caroline Guiela Nguyen (französisches dokumentarisches Theater), eine Wiederaufnahme einer Pina Bausch-Choreographie (in Zusammenarbeit mit der australischen Tänzerin und Choreographin Meryl Tankard) sowie das gefeierte australische Zirkuskollektiv Circa. Insgesamt umfasst die 48. Ausgabe rund 40 Vorstellungen — neun Gastspiele, drei Koproduktionen, eine Leseserie, vier Filmprogramme, zwei Clubabende und zwei Workshops.
Drei thematische Linien ziehen sich durch das Programm: Identität, existenzielle Fragen und Familiengeschichte. Die künstlerische Leitung wählt Produktionen aus, die diese Themen aus deutscher, französischer und internationaler Perspektive verhandeln — ein Konzept, das dem grenzüberschreitenden Auftrag des Festivals entspricht.
Perspectives investiert konsequent in Barrierefreiheit. Für die Ausgabe 2026 wurden neue Programmpiktogramme eingeführt, die anzeigen, welche Produktionen für gehörlose Menschen (mit visuellen Elementen), für sehbehinderte Menschen (mit Schwerpunkt auf Klang) oder mit deutscher Gebärdensprachverdolmetschung geeignet sind. Auch Stadt- und Räumlichkeiten sind weitgehend rollstuhlgerecht.
Die vergangene Ausgabe brachte zwei wichtige Anerkennungen: Das Kollektiv DARUM erhielt 2025 den Nestroy-Sonderpreis, das Stück ARMOUR wurde mit dem Maeterlinck-Preis in der Kategorie Zirkus ausgezeichnet — beide Produktionen waren beim Festival in Saarbrücken zu sehen. Über 8.000 Besucher kamen 2025.
Während des Festivals verwandelt sich die Saarländische Landeshauptstadt in eine offene Bühne: Das Staatstheater Saarbrücken, das E-Werk, die Garage, das Filmhaus, der Tbilisser Platz mit Zirkuszelt und mehrere Clubs werden bespielt. Auch öffentliche Räume und Open-Air-Plätze sind eingebunden. In der Moselle stehen das Theater Sarreguemines, das Carreau Forbach und das Centre Pompidou Metz im Mittelpunkt.
Mit der Ausgabe 2026 setzt das Festival Perspectives seine grenzüberschreitende Programmlinie fort. Neun Gastspiele aus Deutschland, Frankreich und international, drei Koproduktionen, eine Lesereihe, vier Filme, zwei Clubabende und zwei Workshops verteilen sich über zehn Festivaltage. Schwerpunkte liegen auf Mariano Pensottis dokumentarischem Theater, Caroline Guiela Nguyens politisch geladenen Familienporträts, der Wiederaufnahme einer Pina-Bausch-Choreographie durch Meryl Tankard und den Akrobaten von Circa.
Eine Besonderheit der Ausgabe 2026 ist die konsequente Programmgestaltung in puncto Barrierefreiheit: Spezielle Vorstellungsformate für gehörlose und sehbehinderte Menschen sowie Gebärdensprachverdolmetschung sind Bestandteil des Festivalkonzepts.
Das vollständige Tagesprogramm mit allen 40 Vorstellungen, Spielstätten und Anfangszeiten wird auf festival-perspectives.de und in der gedruckten Festivalzeitung veröffentlicht.
Einzeltickets je nach Vorstellung 12–35 €, ermäßigt 8–20 €. Festivalpässe mit Vergünstigungen. Eröffnungs-Zirkusvorstellungen am 21. Mai kostenfrei. Online über ticket-festival-perspectives.mapado.com oder am Festivalbüro Schillerplatz 2.
Mit dem Auto: A6 (Saarbrücken–Mannheim) oder A8 (Luxemburg–Pirmasens), Ausfahrt Saarbrücken-Innenstadt. Parkhäuser am Schlossplatz und Schillerplatz.
Mit der Bahn: Saarbrücken Hbf — ICE direkt aus Frankfurt, TGV aus Paris (gut 1h45). Vom Hbf 10 Minuten Fußweg ins Festivalzentrum am Schillerplatz.
Vom Flughafen Saarbrücken-Ensheim 15 Minuten mit dem Bus.
Online über ticket-festival-perspectives.mapado.com oder vor Ort am Festivalbüro am Schillerplatz 2, 66111 Saarbrücken. Telefon 0681 3092-486 (Di–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr). Festivalpässe mit Ermäßigung erhältlich.
Festival-Shuttles verbinden Saarbrücken mit den französischen Spielstätten (Sarreguemines, Forbach, Metz). Pass mit Festival-Ticket inkl. Saarbahn-Tageskarte verfügbar.
Vorstellungen werden meist mit Übertitelung in der jeweils anderen Sprache gezeigt (deutsch/französisch). Auch englische Übertitel bei internationalen Gastspielen.
Hotels in der Saarbrücker Innenstadt (4-Sterne ab 100 €, Boutique-Hotels und Pensionen ab 70 €). Tipp für Festivalbesucher: Hotels am Sankt Johanner Markt — kurze Wege zu allen Spielstätten.
Eröffnungsveranstaltungen mit zwei kostenlosen Zirkusvorstellungen in Saarbrücken besuchen — danach Festival-Pass kaufen.
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Schillerplatz 2, 66111 Saarbrücken