Grenzüberschreitende Pride-Parade und Straßenfest in Saarbrücken am Pfingstwochenende
Wenn an Pfingsten die Saarbrücker Innenstadt in Regenbogenfarben leuchtet, ist CSD-Zeit. Der Christopher Street Day SaarLorLux ist die größte Pride-Veranstaltung im Dreiländereck Saarland–Lothringen–Luxemburg und einer der wichtigsten queeren Termine Südwestdeutschlands. Veranstalter ist der LSVD+ Saar e.V., der das Wochenende seit Jahren als grenzüberschreitendes Bekenntnis für queere Sichtbarkeit organisiert.
Anders als viele CSDs in Deutschland trägt der Saarbrücker CSD ausdrücklich die SaarLorLux-Bezeichnung — er versteht sich als Veranstaltung der gesamten Großregion, mit Teilnehmenden aus Metz, Forbach, Esch-sur-Alzette und Luxemburg-Stadt. Das Motto wechselt jährlich: 2025 hieß es „Unser gutes Recht — kein Schritt zurück” — eine klare politische Positionierung gegen die wachsenden Anfeindungen gegen queere Personen.
Das Wochenende ist zweigeteilt: Der Samstag bringt die große Pride-Parade, die durch die Innenstadt zieht — vom Tbilisser Platz über die Bahnhofstraße, durch den St. Johanner Markt zum Schloss. Bis zu 10.000 Teilnehmer bilden den Zug, hunderte Wagen, Fußgruppen und Trucks mit lauter Musik begleiten ihn. Der Sonntag gehört dem Straßenfest mit Hauptbühne, Infoständen, Polittalks und einer Rave-Bühne der Waldresidenz auf der Mainzer Straße, die an beiden Tagen durchgehend mit lokalen DJs bespielt wird.
Mit Spitzenwerten von 60.000 bis 75.000 Besuchern ist der CSD SaarLorLux nicht nur das größte queere Event des Saarlandes, sondern auch eine der besucherstärksten Veranstaltungen Saarbrückens überhaupt — vergleichbar mit dem Christkindlmarkt im Dezember.
Trotz aller Festlichkeit bleibt der CSD ein politischer Marsch. Forderungen sind ein verschärfter Schutz gegen queerfeindliche Gewalt, vollständige Gleichstellung in Familienrecht und Arbeitswelt sowie ein klares Bekenntnis gegen rechte Mobilisierungen. In den letzten Jahren kam es vereinzelt zu Stör-Versuchen durch rechte Gruppen — die saarländische Polizei begleitet den Zug entsprechend.
Die Ausgabe 2026 fällt auf das Pfingstwochenende. Veranstalter ist der LSVD+ Saar e.V. Anmeldeschluss für die Parade-Teilnahme: 1. Mai 2026.
Das ausführliche Bühnenprogramm wird in den Wochen vor dem Event veröffentlicht. Erwartet werden bis zu 75.000 Besucher und 10.000 Parade-Teilnehmer aus dem gesamten Dreiländereck Saarland-Lothringen-Luxemburg.
Das vollständige Bühnenprogramm 2026 wird im April 2026 auf lsvdsaar.de veröffentlicht. Anmeldungen zur Parade über anmeldung.csd-saarlorlux.de bis 1. Mai 2026.
Parade und Straßenfest kostenfrei. Bewirtung über Stände und Bars.
Mit der Bahn: ICE/RE/RB bis Saarbrücken Hauptbahnhof, von dort direkter Zugang zur Innenstadt. Mit dem Auto: A1/A6/A8 Richtung Saarbrücken-Mitte, Parkhäuser Schloss, Karstadt, Europa-Galerie. An CSD-Tagen Straßensperrungen — ÖPNV empfohlen.
Pride-Parade und Straßenfest sind kostenfrei. Bewirtung durch zahlreiche Foodtrucks und Bars zu üblichen Stadtpreisen.
Hotels im Bereich Bahnhofstraße / St. Johann ausgebucht — frühzeitige Reservierung dringend empfohlen. Alternativen in Sulzbach, Völklingen oder grenzüberschreitend in Forbach (FR).
Der Sonntag-Brunch im St. Johanner Markt ist eine Saarbrücker Pride-Tradition geworden. Reservierung in den Lokalen rund um den Markt empfohlen.
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Innenstadt Saarbrücken
Bahnhofstraße / St. Johanner Markt, 66111 Saarbrücken