Buntes Comicfestival im Museum für Kommunikation mit Länderfokus Südkorea
Das Museum für Kommunikation Berlin in der Leipziger Straße – ein Backsteinbau im Ortsteil Mitte, einst kaiserliches Reichspostmuseum – ist seit Jahren der Schauplatz von Comic Invasion. Die Verbindung passt: ein Museum, das die Geschichte von Briefen, Telefonen und digitaler Kommunikation erzählt, beherbergt für ein Wochenende die zeitgenössische sequenzielle Kunst. Comic Invasion versteht sich als Schaufenster für unabhängige Comic-Künstlerinnen, Kleinverlage und community-getragene Initiativen – mit klarem Profil gegen die kommerzielle Comic-Messen-Logik.
Das Herz des Festivals ist die Artist Alley: über 75 Tische mit Cartoonistinnen aus Berlin, Deutschland und der ganzen Welt, an denen Comics, Zines, Drucke und Originale verkauft und signiert werden. Daneben läuft ein dichtes Programm aus Workshops (Zeichnen, Inking, Drucktechniken), Lesungen, Paneldiskussionen zu aktuellen Comic-Themen und gelegentlichen Performances. Für Familien gibt es eigene Mitmach-Stationen und Workshops. Höhepunkt im Programmkalender sind die Comic-Wettbewerbe mit Preisverleihungen.
Jedes Jahr setzt Comic Invasion einen Länderfokus, der die Auswahl der eingeladenen Künstlerinnen prägt. 2026 ist Südkorea Länderfokus – mit besonderem Blick auf das südkoreanische Manhwa, die Schwester der japanischen Manga, die mit der globalen Welle von Webtoons in den letzten Jahren weltweit Aufmerksamkeit bekommen hat. Parallel läuft die Programmreihe «Manhwa Invasion Seoul» vom 6. bis 26. Mai mit Lesungen, Ausstellungen und Künstlergesprächen an verschiedenen Berliner Orten.
Comic Invasion positioniert sich explizit gegen den Einsatz generativer KI in der Comic-Produktion. Die Veranstalter formulieren das deutlich: «Wir heißen die Nutzung von generativer KI nicht gut.» Diese Linie macht das Festival zu einem klaren Gegenpol gegen die Generative-KI-Welle in der digitalen Bildkultur – und gibt jenen Künstlerinnen Raum, die ihr Handwerk konsequent handgemacht weiterentwickeln. Eintritt zum Festival ist überall frei.
Die Ausgabe 2026 setzt das Format der Vorjahre fort – mit deutlichem Fokus auf das südkoreanische Manhwa, das in den letzten Jahren mit der globalen Webtoon-Welle stark an Sichtbarkeit gewonnen hat. Eingeladen sind sowohl deutschsprachige Manhwa-Übersetzerinnen und -Verlage als auch Künstlerinnen aus Korea selbst (sofern die Reisekosten finanziert werden konnten – das genaue Gäste-Lineup wird vom Festival kurz vor dem Termin veröffentlicht).
Das parallel laufende «Manhwa Invasion Seoul»-Programm dehnt das Festival auf drei Wochen aus: vom 6. bis 26. Mai mit Lesungen, Ausstellungen und Gesprächen an Orten zwischen Mitte und Kreuzberg. Das ergänzt das kompakte Wochenend-Festival im Museum für Kommunikation um eine Tiefendimension, die sich mit dem Material länger beschäftigen lässt.
Vollständiges Programm, Gäste-Lineup, Workshop-Anmeldungen auf comicinvasion.berlin/festival/2026.
U-Bahn U2 bis Spittelmarkt oder Stadtmitte, dann fünf Minuten Fußweg. U-Bahn U6 bis Stadtmitte. S-Bahn S1/S2/S25 bis S Potsdamer Platz, dann zehn Minuten Fußweg. Bus M48, 200, 248.
Eintritt frei – das gesamte Festival mit Artist Alley, Workshops, Lesungen und Performances ist kostenfrei zugänglich. Workshops mit begrenzter Teilnehmerzahl können eine Voranmeldung erfordern; Comics, Zines und Drucke an den Tischen werden direkt bei den Künstlerinnen bezahlt.
Familien mit Kindern: Samstag- oder Sonntagvormittag bzw. früher Nachmittag, dann sind Kindermitmachstationen aktiv. Comic-Enthusiastinnen, die mit Künstlerinnen ins Gespräch kommen wollen: Samstag- oder Sonntagnachmittag, eher zur ruhigen Tageszeit.
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Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16, 10117 Berlin