Berlins ältestes Frühlingsfest in Neukölln-Britz, seit 1956 jeden Frühling
Die Britzer Baumblüte gibt es seit 1956, ohne Unterbrechung. Das Fest entstand aus der bäuerlichen Tradition: rund um den Gutspark Britz, im Süden Neuköllns, gab es seit dem 19. Jahrhundert große Obstplantagen, deren Blütezeit im April Anwohner und Berliner ins Schwärmen brachte. Aus einem Spaziergangsritual wurde nach dem Krieg ein Volksfest, ausgerichtet von der Familie Wollenschlaeger, die heute in dritter Generation für die Britzer Baumblüte verantwortlich ist.
Die deutsche Volksfestkultur wurde 2024 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Britzer Baumblüte gehört in Berlin zu den ältesten Repräsentanten dieser Tradition — älter als der Oktoberfest-Ableger am Alexanderplatz, älter als das Stadtfest am Brandenburger Tor. Wer wissen will, was Berliner Volksfestkultur im 21. Jahrhundert bedeutet, ist hier richtig.
Britz ist ein eher ruhiger Ortsteil im Süden des Bezirks Neukölln, geprägt von der Hufeisensiedlung (UNESCO-Welterbe der Berliner Moderne) und großen Grünflächen — Britzer Garten, Schloss Britz, Gutspark. Die Baumblüte ist hier seit Jahrzehnten der einzige große Höhepunkt im Frühlingskalender und gilt als Familienevent: tagsüber Kinder und Senioren, abends Berliner aus dem ganzen Stadtgebiet, die in den Bierzelten zusammensitzen. Der Eintritt ist frei, was den Charakter des Festes als Stadtteilfest unterstreicht.
Zur 70. Auflage öffnete die Britzer Baumblüte am 27. März 2026 und läuft bis zum 19. April 2026 — vier komplette Wochen quer durch die Berliner Osterzeit. Veranstaltungsort ist das Festgelände zwischen Parchimer Allee, Fulhamer Allee und Gutspark Britz im Ortsteil Britz (Bezirk Neukölln).
Auf dem Gelände stehen rund 40 Schausteller, darunter Riesenrad, Autoscooter, die Familien-Achterbahn „Nessi", ein Break-Dance-Karussell und Schießbuden. Die Wollenschlaeger-Familie betreibt das große Bierzelt mit Tanzfläche und Bühne, auf der täglich kostenlose Live-Musik gespielt wird (das detaillierte Bühnenprogramm wird laufend auf der offiziellen Website nachgeführt). Eröffnet wurde das Fest am 24. März 2026 in einer offiziellen Pressekonferenz im Schillerkiez.
Eintritt frei. Bezahlt wird nur an Fahrgeschäften und Imbissständen — Karussellfahrten ab ca. 3–5 €, Achterbahn ca. 4–6 €, Riesenrad ca. 5 €. Mittwochs Familientag mit ermäßigten Preisen auf allen Karussells.
U7 bis Parchimer Allee (5 Gehminuten zum Festgelände), Bus M46 hält direkt an der Britzer Baumblüte. Mit dem Auto: A100 Ausfahrt Britzer Damm; Parken ist in der Festwoche sehr eng, ÖPNV wird empfohlen.
Kostenlos. Bezahlt wird nur an den Fahrgeschäften und Imbissen. Mittwochs Familientag mit reduzierten Karussellpreisen.
Montag bis Samstag 14–22 Uhr. Sonntage und Feiertage (Karfreitag, Ostern, 1. Mai-Sonntag) 12–22 Uhr.
Sehr kinderfreundlich: Karussells ab 2 Jahre, Familien-Achterbahn, Pony-Karussell. Wickelmöglichkeit im Toilettenwagen, Snacks und Eis in jeder Preisklasse.
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Festgelände Gutspark Britz
Parchimer Allee 110 / Gutspark Britz, 12359 Berlin