Hitler und der Kampf um die Demokratie im Haus der Bayerischen Geschichte
Die Bayerische Landesausstellung 2026 setzt einen demokratiepolitischen Akzent. »Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie« beleuchtet die frühen 1920er Jahre, als die junge Weimarer Republik unter wirtschaftlichen Krisen und politischer Gewalt zu zerbrechen drohte. Im Mittelpunkt: Bayern als Brennpunkt, in dem die Nationalsozialisten erste Stützpunkte aufbauten, in dem es 1923 zum gescheiterten Hitler-Putsch kam und in dem die Justiz mit Milde reagierte – mit verhängnisvollen Folgen für die deutsche Demokratie.
Die Schau verzichtet auf den klassischen chronologischen Ablauf. Stattdessen wählen die Kuratorinnen und Kuratoren fünf »Bühnenbilder« als Erzählstruktur: fünf Themeninseln, die die politische Landschaft der 1920er Jahre als Szenografie inszenieren. Diese metaphorische Form spiegelt, wie Zeitgenossen wie der Autor Lion Feuchtwanger die damaligen Ereignisse als »bühnenhaft« wahrnahmen. Die Ausstellung schöpft aus dem Werk Feuchtwangers und anderer Zeitgenossen und stellt ihre Beobachtungen in den historischen Kontext.
Schauplatz ist das Haus der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt 1 in Regensburg – das 2019 eröffnete bayerische Landesmuseum, ein moderner Glasbau direkt an der Donau, gegenüber dem Welterbe-Altstadt. Es ist der zentrale museale Ort des Freistaats und Ausgangspunkt der jährlichen Bayerischen Landesausstellung, die immer an wechselnden Standorten in Bayern gezeigt wird – 2026 jedoch in Regensburg selbst.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte | Museum Niederösterreich in Sankt Pölten. Diese Kooperation gewährleistet eine narrative Kontinuität von Hitlers Jugend in Österreich bis zu seinem politischen Aufstieg in Bayern. Besonderes Augenmerk legt das HdBG auf Barrierefreiheit und inklusive Angebote: tastbare Stationen, Audiodeskription, Gebärdensprach-Touren und Programm in Leichter Sprache machen die Schau für ein breites Publikum zugänglich. Eintritt frei – ein bewusstes Zeichen, dass demokratiepolitische Bildung allen offenstehen muss.
Die Ausstellung beginnt am 8. Juli 2026 und ist über ein Jahr lang täglich (außer montags) von 9:00 bis 18:00 Uhr zugänglich. Sie ist Teil einer breiten demokratiepolitischen Bildungsoffensive im Freistaat zur deutschen Demokratie-Geschichte und nutzt die museale Form der Sonderausstellung, um in fünf »Bühnenbildern« eine komplexe historische Konstellation erlebbar zu machen. Begleitend laufen ein Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Diskussionen und Führungen sowie spezielle Angebote für Schulklassen, Lehrkräfte und Gruppen mit Beeinträchtigungen.
Mit der Bahn: Hauptbahnhof Regensburg, von dort 15 Minuten Fußweg oder Bus zur Donaumarkt. Mit dem Auto: A3 Abfahrt Regensburg, dann zu den Altstadt-Parkhäusern.
Täglich 9:00 – 18:00 Uhr (montags geschlossen). Geöffnet vom 8. Juli 2026 bis 7. August 2027.
Frei zu allen Bereichen der Sonderausstellung.
Vollständig barrierefrei. Tastbare Stationen, Audiodeskription, Gebärdensprach-Touren, Programm in Leichter Sprache, Begleitung mit Assistenz auf Anfrage.
Haus der Bayerischen Geschichte, Donaumarkt 1, 93047 Regensburg, Telefon 0941 598510, Webseite hdbg.de.
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Haus der Bayerischen Geschichte
Donaumarkt 1, 93047 Regensburg