Jährliches Bach-Festival der Berliner St. Marienkirche mit Konzerten, Orgelmusik und großem Oratorienwerk zur Passionszeit
Die St. Marienkirche an der Karl-Liebknecht-Straße ist nach der Nikolaikirche die zweitälteste Pfarrkirche Berlins. Erbaut ab 1270, gotische Hallenkirche aus märkischem Backstein, im Inneren mit dem berühmten Totentanzfresko (um 1485). Sie ist eine der wenigen mittelalterlichen Kirchen Berlins, die den Bombenkrieg überstanden hat. Die Kirche bildet einen kontrastreichen Anker im Stadtbild — direkt neben dem Fernsehturm am Alexanderplatz steht ein 750 Jahre altes Sakralbau.
Die Berliner Bachtage haben sich in den 2010er-Jahren als jährliches Festival etabliert. Sie folgen einem klar strukturierten Format: zwei Wochen rund um die Passionszeit (typischerweise März), mit einem Programm aus Vorträgen über Bachs Leben und Werk, kurzen Orgelrezitalen (häufig 20-minütig, freier Eintritt), längeren Orgelkonzerten und einem zentralen Großwerk — meist eine der Passionen oder eine Kantate aus dem Bach-Repertoire. Das Spektrum geht von Buxtehude bis Krebs, vom Frühbarock bis zu Bachs Söhnen und Verwandten.
Musikalische Leiterin ist Marienkantorin Marie-Louise Schneider. Sie arbeitet regelmäßig mit dem Vokalensemble Aurum Vocale, dem MarienVokalensemble, dem Aris et Aulis Barockorchester sowie wechselnden Solist:innen. Das Konzept setzt auf historisch informierte Aufführungspraxis mit kammermusikalischer Besetzung — kein monumentaler Massenchor, sondern transparente, dichte Interpretationen.
Im Zentrum der Bachtage 2026 steht eine Aufführung der Matthäus-Passion BWV 244, Bachs großes Passionsoratorium von 1727. Die Aufführung am Sonntag, 29. März 2026, um 19 Uhr in der Marienkirche nutzt eine kammermusikalische Fassung des französischen Dirigenten Dominique Sourisse, gestaltet für ein kleines Barockensemble — bei voller Bewahrung des liturgischen und dramatischen Gehalts. Tags zuvor, am Samstag, 28. März 2026, läuft eine parallele Aufführung in der Passionskirche Berlin-Kreuzberg.
Das Festivalprogramm 2026 konzentriert sich auf eine zentrale Aufführung von Bachs Matthäus-Passion BWV 244. Die St. Marienkirche bietet mit ihrer gotischen Akustik einen der prägnantesten Sakralräume Berlins für ein solches Werk. Die kammermusikalische Fassung von Dominique Sourisse reduziert die Besetzung gegenüber Bachs Originalpartitur, erhält aber die liturgische und dramatische Substanz der Passion vollständig. Dauer rund 2 Stunden und 15 Minuten mit kurzer Pause.
Die Bachtage 2026 schließen damit an die Tradition der vergangenen Jahre an — 2025 stand die Markus-Passion BWV 247 im Zentrum, davor wechselnde Bach-Werke und Vorträge zu Bachs Familie und Schaffen. Für 2026 ist die Matthäus-Passion in einer doppelten Aufführung programmiert: Samstag in Kreuzberg, Sonntag in Mitte.
Tickets über aurum-vocale.de und die Kirchengemeinde. Detailprogramm der Begleittermine auf marienkirche-berlin.de.
Tickets 25 € / 20 € / 10 € je nach Kategorie. Reservierung über aurum-vocale.de und die Kirchengemeinde St. Marien-Friedrichswerder Berlin. Vorträge und kurze Orgelrezitale meist mit freiem Eintritt.
St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin (Bezirk Mitte). S+U Alexanderplatz, ca. 3 Minuten Fußweg. Direkt am Fernsehturm gelegen.
Vorträge und kurze Orgelrezitale meist freier Eintritt. Orgelkonzerte ab 10 Euro (ermäßigt). Große Konzerte (z.B. Matthäus-Passion 2026): 25 / 20 / 10 Euro je nach Kategorie.
Tickets für Großkonzerte über aurum-vocale.de und die Kirchengemeinde. Die Kirche bietet ca. 800 Sitzplätze; bei populären Konzerten ist frühzeitige Buchung empfohlen. Gottesdienst-Komponenten der Bachtage sind grundsätzlich offen.
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St. Marienkirche Berlin-Mitte
Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin