Drei Wochen Bach-Musik in den Kirchen und Sälen der unterfränkischen Stiftsstadt
Die Aschaffenburger Bachtage sind eine der bemerkenswertesten Konstanten der unterfränkischen Konzertlandschaft. Gegründet 1985 von der Bachgesellschaft Aschaffenburg e.V., hat sich die jährliche Reihe in 38 Auflagen zu einem festen Treffpunkt für die Bach-Interpretation in Süddeutschland entwickelt. 2026 begeht die Bachgesellschaft ihr 40-jähriges Vereinsjubiläum – Festival-Auflage und Vereinsgeschichte verschmelzen zu einem doppelten Jubiläumsjahr.
Im Gegensatz zu monolithisch konzipierten Festivals lebt das Aschaffenburger Bach-Festival von seinen vielfältigen Aufführungsorten:
Das Festival 2026 widmet sich den musikalischen Beziehungen zwischen Bach, Thüringen, Sachsen und Böhmen. Wie die Bachgesellschaft formuliert: „Das Konzertprogramm 2026 wird musikalische Verbindungen aufzeigen, nachbarschaftliche Parallelen oder Kontraste verfolgen." Im Zentrum steht die Begegnung Bachs mit seinen (katholischen) böhmischen Kollegen – ein selten gespielter Aspekt der Bach-Rezeption.
Gegründet 1985, organisiert die Bachgesellschaft Aschaffenburg e.V. die Bachtage ehrenamtlich. Daneben engagiert sie sich für die Förderung historisch informierter Aufführungspraxis, die Pflege des Aschaffenburger Orgelschatzes (insbesondere der Klais-Orgel in der Stiftsbasilika) und für Kammermusik-Veranstaltungen über das Jahr verteilt.
Aschaffenburg, im äußersten Nordwesten Bayerns am Main gelegen, ist eine der nicht-bayerischsten Städte Bayerns: lange Zeit zu Kurmainz gehörend, kulturell stark nach Frankfurt und ins Rhein-Main-Gebiet orientiert, mit dem Spitznamen „bayerisches Nizza" (Ludwig I. von Bayern). Die Stadt hat rund 70.000 Einwohner:innen und liegt im Landkreis Aschaffenburg. Diese kulturelle Doppel-Identität spiegelt sich auch in der Programmatik der Bachtage wider, die mit dem Motto „Bach & Böhmen" 2026 erneut über die regionalen Grenzen hinausblickt.
Das Festival 2026 fällt zusammen mit dem 40-jährigen Bestehen der Bachgesellschaft Aschaffenburg e.V. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf den musikalischen Beziehungen zwischen Bach und seinen böhmischen (vornehmlich katholischen) Kolleg:innen. Über drei Wochen verteilen sich die Konzerte und Vorträge auf vier Hauptspielstätten in und um Aschaffenburg.
Zu den Hauptauftritten 2026 gehören Gunther Rost mit dem Eröffnungs-Orgelkonzert, das Ensemble Inégal und der Kammerchor Ars Antiqua im Programm „Da pacem domine", die Cellistin Maria Zaitseva mit den Bach-Suiten und der Flötist Henrik Wiese mit dem Cembalisten Peter Kofler zum Festivalabschluss.
Ein wichtiger nicht-konzertanter Programmpunkt ist der Vortrag von Dr. Christine Blanken (22. Juli) zu Bach und Böhmen – Vermittlung historischer Hintergründe gehört zur Programmatik der Aschaffenburger Bachtage.
Vollständiger Spielplan und ggf. weitere Konzerte unter aschaffenburger-bachtage.de.
Aschaffenburg Hbf an der Strecke Frankfurt–Würzburg, ab Frankfurt ca. 35 Min., ab Würzburg ca. 45 Min. Vom Bahnhof zur Stiftsbasilika zu Fuß 15 Min. oder Stadtbus. Mit dem Auto: A3 (Ausfahrt Aschaffenburg-West).
Kartenverkauf ab 10. Februar 2026 über die offizielle Webseite und das Ticketsystem der Bachgesellschaft. Newsletter-Anmeldung für aktuelle Informationen.
Vollständiges Programm und Künstler:innen-Liste unter aschaffenburger-bachtage.de.
Die Bachtage sind Teil der Reihe Sommer in Aschaffenburg, die von Mai bis September weitere Open-Air-Konzerte, Kunstveranstaltungen, Theater und Stadtfeste verbindet.
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