Historisches Wallfahrtsfest auf dem Mariahilfberg mit Brauereien, Metzgereien und Bäckern – ohne Musik und Fahrgeschäfte
Die Geschichte des Amberger Bergfests beginnt 1634, als die Pest in Amberg wütete. Die Bürger der oberpfälzischen Stadt legten ein Gelübde ab, auf dem Berg vor der Stadt eine Wallfahrtskirche zu errichten, falls die Seuche zurückgehen würde. Das Gelübde wurde eingehalten und die Wallfahrtskirche Mariahilfberg entstand. Mit den Jahrhunderten wuchs der Pilgerstrom, und um die Pilger zu verköstigen, begannen Brauereien und Metzger der Stadt, Speis und Trank auf den Berg zu tragen. Daraus entwickelte sich das heutige Bergfest.
Das Besondere am Amberger Bergfest ist die kompakte Konzentration der lokalen Brauereiwirtschaft: Acht Brauereien aus Amberg und der Umgebung errichten ihre Bierzelte rund um die Wallfahrtskirche. Jedes Zelt führt sein eigenes Festbier, dazu gibt es neun Grillstände, einen Käse-, einen Pizza- und einen Fischstand. Die Brauereien stehen im sportlichen Wettstreit – wer hat die schönste Festtracht, das beste Festbier, die meisten Gäste? Bekannte Häuser wie Brauerei Winkler (seit 1617) gehören selbstverständlich dazu.
Das Bergfest unterscheidet sich von typischen Volksfesten wie dem Oktoberfest oder den Nürnberger Festspielen: Es gibt weder Live-Musik im Festzelt noch Fahrgeschäfte, Karussells oder Schaubuden. Als religiöses Wallfahrtsfest steht die Andacht im Mittelpunkt – die Pilger besuchen die Kirche, kommen anschließend zur Brotzeit in die Zelte. Die Stimmung ist familiär, manche nennen sie „die ruhige Wiesn der Oberpfalz". Trotzdem strömen jährlich Zehntausende Besucher aus ganz Bayern auf den Berg.
Das Bergfest wird traditionell um den Festtag Mariä Heimsuchung (2. Juli) gefeiert. Wallfahrten, Festgottesdienste und Andachten begleiten die Festwoche. 2026 fällt das Fest in das Jubiläumsjahr „800 Jahre Heiliger Franziskus von Assisi" (1226–2026), was den Wallfahrtscharakter zusätzlich akzentuiert.
Amberg ist die größte kreisfreie Stadt der Oberpfalz und liegt im Herzen des Amberg-Sulzbacher Lands. Der Mariahilfberg überragt die Altstadt um rund 100 Höhenmeter und ist über mehrere Wallfahrtswege oder mit dem Auto erreichbar. Wer das Bergfest besucht, kann gleich die mittelalterliche Altstadt von Amberg mit ihren beiden Stadttoren erkunden.
Das Amberger Bergfest 2026 erstreckt sich vom Samstag, 27. Juni, bis Sonntag, 5. Juli, und umrahmt damit den Festtag Mariä Heimsuchung (2. Juli) – das eigentliche Gnadenfest auf dem Berg. Neun Tage lang verwandelt sich der Mariahilfberg in das größte Wallfahrts- und Brotzeitfest der Oberpfalz.
Acht Amberger Brauereien errichten ihre Festzelte, ergänzt durch neun Grillstände und je einen Stand für Käse, Pizza und Fisch. Wallfahrer können sich für die Anmeldung über mariahilfberg-amberg.de registrieren. Festgottesdienste, Andachten und Marienprozessionen begleiten die Festtage. 2026 wird das Fest besonders durch das Jubiläumsjahr „800 Jahre Hl. Franziskus von Assisi" (1226–2026) geprägt.
Mit der Bahn: Regionalbahn nach Amberg Hauptbahnhof, weiter mit dem Stadtbus zum Mariahilfberg. Mit dem Auto: A6 (Ausfahrt Amberg-Ost), Parkmöglichkeiten am Berg sind begrenzt – Anreise zu Fuß über die Wallfahrtswege empfohlen.
Eintritt frei zum Festgelände und zur Wallfahrtskirche.
Religiöses Wallfahrtsfest – keine Musik, keine Fahrgeschäfte. Festzelte der Brauereien öffnen tagsüber und am Abend.
Wallfahrer-Anmeldung über mariahilfberg-amberg.de möglich.
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Mariahilfberg Amberg (Wallfahrtskirche)
Mariahilfberg, 92224 Amberg