Zeitgenössische Kunst in Scheunen und historischen Räumen — „die documenta auf dem Dorf“
Seit 2007 verwandelt das Kunstdorf Unterjesingen im Zwei-Jahres-Rhythmus den Tübinger Stadtteil Unterjesingen in eine temporäre Kunstlandschaft. Das Konzept: Zeitgenössische Kunst gehört nicht nur in städtische Galerien und Museen, sondern auch in ländliche Räume — Scheunen, Werkstätten, Backhäuser, leerstehende Räume. Diese Verbindung von ländlicher Kulisse und zeitgenössischer Kunst hat dem Format den liebevoll-ironischen Beinamen „documenta auf dem Dorf“ eingebracht.
Die Werke verteilen sich auf mehrere historische Räume des Dorfes — bei der 15. Auflage 2026 unter anderem: Farrenstall (ehemaliger Stier-Stall der Gemeinde), Bürgerstüble (Dorfgaststätte), Keltermuseum (alte Weinkelter, heute Museum) und das alte Rathaus. Wer die Ausstellung besucht, geht zu Fuß durch das Dorf von Station zu Station — und entdeckt dabei auch Unterjesingen selbst.
Jede Auflage des Kunstdorfes hat ein Motto. 2026 lautet es „ins Offene“ — eine Einladung an die Künstler, Werke zu zeigen, die sich öffnen, die nicht hermetisch sind, die einen Dialog mit dem Ort und dem Publikum suchen. Zwölf Künstler aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und der Schweiz wurden ausgewählt — Medien: Malerei, Zeichnung, Video, Skulptur, Installation, Fotografie.
Eine Besonderheit des Kunstdorfes: Die Künstler sind während des Wochenendes vor Ort. Wer Fragen hat, kann sie direkt stellen. Das macht den Besuch zu einem Gespräch, nicht nur zu einer passiven Betrachtung — und ist in der zeitgenössischen Kunstwelt selten geworden.
Unterjesingen liegt mit rund 2 800 Einwohnern am westlichen Rand der Stadt Tübingen, am Schönbuchhang im Landkreis Tübingen (Bundesland Baden-Württemberg). Seit 1971 eingemeindet, bewahrt sich der Stadtteil eine starke Dorfidentität — und nutzt diese als Markenzeichen für das Kunstdorf. Das Format hat Vorbilder in anderen baden-württembergischen Orten gefunden, bleibt aber das prägende Modell.
Die 15. Auflage führt das Konzept fort: zeitgenössische Kunst in ländlicher Kulisse, mit den Künstlern vor Ort. Das Motto „ins Offene“ verbindet die einzelnen Werke und gibt der Auswahl eine kuratorische Klammer. Veranstaltungsort sind verschiedene historische Räume des Dorfes — von der ehemaligen Stier-Scheune bis zum alten Rathaus.
Detaillierte Künstlerliste und Lageplan auf kunstdorf-unterjesingen.de.
In der Regel Eintritt frei. Spenden willkommen. Kataloge zum Verkauf vor Ort.
Mit dem Bus ab Tübingen ZOB (Linie 825) direkt bis Unterjesingen. Mit dem Auto über die B 28 (Ausfahrt Unterjesingen). Parken in den Randstraßen.
In der Regel Eintritt frei zur Ausstellung — der Verein finanziert sich über Spenden, Förderer und Verkauf von Katalogen.
Wanderweg durch das Dorf — feste Schuhe empfohlen. Karten und Plan vor Ort.
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Farrenstall, Bürgerstüble, Keltermuseum, altes Rathaus Unterjesingen
Unterjesingen, 72070 Tübingen