Veranstaltungen in Bayern am Wochenende des 19. und 20. September 2026: Das Oktoberfest in München eröffnet mit dem Anstich um 12 Uhr, während internationale Straßenkünstler in Landshut die historische Altstadt bespielen.
Ein Hammerschlag, eine Bühne mitten in der Altstadt, Kuhglocken in den Bergen. München, Landshut und die Allgäuer Alpen teilen sich am 19. und 20. September 2026 die Bühne. Das Oktoberfest eröffnet in München mit dem Anstich um 12 Uhr, während internationale Straßenkünstler in Landshut die historische Altstadt bespielen.
Das Oktoberfest in München
Das Oktoberfest öffnet am Samstag, den 19.09.2026, mit dem traditionellen Anstich um 12 Uhr auf der Theresienwiese. Münchnerinnen und Münchner nennen es schlicht die „Wiesn". Für die folgenden Tage bis zum 4. Oktober verwandelt sich die Festwiese in der bayerischen Landeshauptstadt in das größte Volksfest der Welt und in das Wahrzeichen bayerischer Festkultur schlechthin.
Große Bierzelte reihen sich an historische Wirtsbuden, dazwischen drehen sich Fahrgeschäfte und Schaustellerbuden. Die Theresienwiese gilt seit Generationen als Wahrzeichen bayerischer Festkultur, auch außerhalb Bayerns bekannt. Über sechs Millionen Besucherinnen und Besucher kommen in einem gewöhnlichen Jahr auf das Gelände.
Am 19.9.26 startet damit parallel zu Dutzenden kleineren Festen im Freistaat der bekannteste Termin des bayerischen Herbstkalenders. Wer an diesem Samstag in München ist, erlebt den Auftakt eines Fests, das zwei Wochen lang das Bild der Stadt prägt.
Sechzehn Tage lang bestimmt die Wiesn den Rhythmus der Stadt, vom Bieranstich bis zum letzten Fahrgeschäft am 4. Oktober. Kein anderes Fest in Bayern zieht ein vergleichbares internationales Publikum an.
Der Rest des Wochenendes
Das dritte September-Wochenende bringt in ganz Bayern zusätzlich Winzerfeste, Weinfeste und Erntedank-Termine mit sich, neben dem Auftakt der Wiesn. Landshut steht für Straßenkunst. Beim Spektakel Landshut, einem der größten Straßenkunstfestivals Bayerns, bespielen über 120 Straßenkünstlerinnen und Straßenkünstler aus rund 20 Ländern vom 18. bis 20. September die historische Altstadt, den Ländtorplatz, den Rathaus-Prunksaal und den Salzstadel. Regensburg schreibt Theatergeschichte. Das Theater Regensburg feiert am 19. September mit dem Eröffnungsfest unter dem Saisonmotto „Freiheiten" seinen Start als sechstes Staatstheater Bayerns in die Spielzeit 2026/27, eine kulturpolitische Premiere des Freistaats mit Gala und 24 Premieren unter Intendant Sebastian Ritschel. Erlangen setzt ein politisches Zeichen. Am selben Tag erlebt die Stadt mit dem Christopher Street Day, veranstaltet vom Verein Make Your Town Queer e.V., ihren queer-politischen Höhepunkt im mittelfränkischen Jahreskalender, mit Demonstration, Kundgebung und Straßenfest am Schlossplatz, verfolgt von mehreren tausend Menschen aus der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen.
Bad Kissingen hat seine Burgruine. Auf der Burgruine Botenlauben laden die vom Heimatverein Reiterswiesen veranstalteten Botenlauben-Festspiele, das traditionsreichste Mittelalterspektakel Unterfrankens, vom 18. bis 20. September zur 33. Auflage mit Freilichttheater, Ritterspielen, Minnesang, Handwerkermarkt und Lagerleben. Nürnberg hat seinen Burggraben. Im Burggraben der Kaiserburg starten am 19. September beim Seifenkistenrennen selbstgebaute, motorlose Boliden zur 16. Auflage zwischen Tiergärtner Tor und Hallertor, im Wettstreit um die beste Zeit und begleitet von Bühnenprogramm und Streetfood.
Das Allgäu feiert den Alpsommer. Am 19. September kehren zwischen 8:45 und 12:30 Uhr beim Viehscheid Obermaiselstein über 1.300 Stück Vieh von elf Alpen ins Tal zurück, verteilt auf mehrere dezentrale Scheidpunkte mit Schwerpunkt auf den Tieren und den Älplern. Missen-Wilhams feiert am selben Tag. Im Allgäuer Luftkurort ziehen beim Viehscheid Missen rund 350 geschmückte Kühe von vier Alpen durch die Straßen zum Scheidplatz, begleitet von Alphornbläsern und einer Glockentombola. Merkendorf setzt auf Kohl. Im Ortsteil Heglau der „Historischen Krautstadt" dreht sich beim Heglauer Krautfest am 20. September, seit 2001 fester Termin am dritten Septembersonntag, alles um Sauerkraut, Bauernmarkt, kulinarische Kraut-Spezialitäten und Kinderprogramm, mit bis zu 10.000 erwarteten Besuchern.
Auf der Wiesn dreht sich der Betrieb bis zum 4. Oktober. Der Viehscheid im Allgäu markiert mit dem Ende der Alpsaison zugleich den Herbstbeginn. Beide Viehscheide im Allgäu fallen damit in dieselbe Spätsommerwoche wie die Eröffnung der Wiesn in München.