Stadt-Performance auf der Berliner Ringbahn zum 75. Jubiläum der Berliner Festspiele
2026 begehen die Berliner Festspiele ihr 75-jähriges Jubiläum. Statt einer klassischen Festwoche im eigenen Haus haben sie sich für eine ungewöhnliche Form entschieden: ein performatives Stadtprojekt, das die Berliner Ringbahn – das knapp 37 Kilometer lange S-Bahn-Ringgleis um den Berliner Innenstadtkern – zur künstlerischen Bühne macht.
Verantwortlich ist der japanische Theatermacher Akira Takayama, Gründer des interdisziplinären Theaterkollektivs Port B in Tokio (2002). Takayama gilt international als einer der wichtigsten Vertreter des „erweiterten Theaters“: Seine Projekte verlassen das klassische Theatergebäude und arbeiten mit Stadtraum, partizipativen Formaten, Audioführungen und Performances, in denen das Publikum selbst Teil der Aufführung wird.
Für „What If Berlin“ recherchiert Takayama mit einem Team nie realisierte Pläne, Projekte und Visionen – sowohl aus der Geschichte der Berliner Festspiele als auch aus der Berliner Stadtgeschichte (Architektur, Verkehr, Kunst, Stadtplanung). Diese „Was wäre wenn“-Szenarien werden in einer fiktiven Gegenwart auf den Bahnhöfen, in den Stadträumen und Gebäuden entlang der Ringbahn inszeniert.
Über vier Wochenenden im Spätsommer 2026 finden geführte Touren statt. Tour Guides begleiten Kleingruppen mit Audioführungen, gezielten Stopps an Stationen und Performances zwischen Stadtraum und Bahn. Die Berliner Festspiele schrieben dafür im Frühjahr 2026 Tour-Guide-Stellen aus – ein Hinweis darauf, dass das Format auf mehrere parallel laufende Gruppen ausgelegt ist.
Die Ringbahn als Schauplatz ist eine bewusste Wahl: Sie führt durch fast alle Berliner Bezirke (Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Treptow-Köpenick, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte/Moabit, Pankow, Lichtenberg) und macht die Stadt als Gesamtkörper erlebbar. Damit wird „What If Berlin“ zu einer der ambitioniertesten Stadt-Performances der Berliner Festivallandschaft 2026.
„What If Berlin“ läuft als Reihe von geführten Touren auf der Berliner Ringbahn (S-Bahn-Linien S41/S42) an vier Wochenenden zwischen 28. August und 20. September 2026. Pro Wochenende finden mehrere parallel geführte Touren statt, mit Treffpunkten an verschiedenen Ringbahn-Stationen.
Die Touren machen nie realisierte Berliner Projekte erlebbar: städtebauliche Entwürfe, künstlerische Visionen, Projekte der Berliner Festspiele, die nie umgesetzt wurden. Akira Takayama und Port B verwandeln diese Geschichte des Möglichen in eine fiktive, theatralische Gegenwart – auf Bahnhöfen, in Verkehrsmitteln, in Stadträumen entlang der Ringbahn.
Die Tour Guides sind eigens für das Projekt rekrutierte Performer:innen. Sie begleiten die Gruppen mit Audioführungen, Erzählung und punktuellen Performances. Die Teilnehmer:innen werden vom Publikum zu Mitspieler:innen.
Buchung und genaue Programmpunkte: berlinerfestspiele.de.
Die Touren sind in der Regel anmeldepflichtig (Kleingruppen). Programm und Buchung über berlinerfestspiele.de.
S-Bahn Ringbahn (S41/S42). Treffpunkte werden bei der Buchung kommuniziert.
Tour-Guide-Programm voraussichtlich auf Deutsch und Englisch.
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Berliner S-Bahn-Ringbahn (Haltepunkte und Stadtraum)
Schaperstraße 24 (Festspielhaus, Treffpunkte auf der Ringbahn), 10719 Berlin