Traditioneller Almabtrieb im Allgäu am südlichen Ortsrand von Schöllang
Der Viehscheid Schöllang ist einer der traditionellen Almabtriebe im Oberallgäu und findet am Viehscheidplatz am südlichen Ortsrand von Schöllang statt, einem Ortsteil des Marktes Oberstdorf im Landkreis Oberallgäu. Der Viehscheid markiert das Ende des Alpsommers: Nach Monaten auf den hochgelegenen Bergweiden kehren die Tiere ins Tal zurück und werden auf dem Scheidplatz an ihre Besitzer zurückgegeben – geschieden.
In Schöllang kehren die Herden von vier Alpen zurück: Entschenalpe, Gutenalpe, Käseralpe und Seealpe. Insgesamt werden rund 700 Jungrinder ins Tal getrieben. An der Spitze des Zuges geht traditionell die Kranzkuh, geschmückt mit Blumen, Spiegeln und Glocken – Zeichen dafür, dass der Alpsommer ohne Unglück verlaufen ist. Bleibt dieser Schmuck aus, hat es auf der Alpe einen Verlust gegeben; der Kranz erzählt also eine eigene Geschichte.
Das Festzelt am Scheidplatz öffnet am Morgen, die ersten Herden treffen am Vormittag ein. Begleitet wird der Viehscheid von traditioneller Blasmusik, allgäuischen Schmankerln und Ständen mit regionalem Handwerk und heimischen Produkten. Die Zufahrtsstraße ist während des Auftriebs für mehrere Stunden gesperrt, damit die Herden sicher den Platz erreichen.
Der Viehscheid ist im Allgäu weit mehr als ein folkloristisches Schauspiel: Er ist Dank- und Erntefest der Alpwirtschaft zugleich. Über den Sommer treiben die Hirten das Jungvieh auf die Alpen, wo es kräftig heranwächst; der Almabtrieb im September feiert die geglückte Rückkehr. Schöllang reiht sich in den dichten Reigen der Allgäuer Viehscheide ein, der das Bundesland Bayern und die Region Oberallgäu in der zweiten Septemberhälfte prägt. Für Besucher von außerhalb ist der Viehscheid Schöllang ein authentischer Einblick in lebendige alpine Tradition.
Der Viehscheid Schöllang 2026 wird am Freitag, 11. September, am Viehscheidplatz am südlichen Ortsrand von Schöllang gefeiert. Die Herden von Entschenalpe, Gutenalpe, Käseralpe und Seealpe – insgesamt rund 700 Jungrinder – kehren von den Bergweiden ins Tal zurück. Das Festzelt öffnet am Morgen, die ersten Tiere treffen am Vormittag ein. Die Kranzkuh führt den Zug an und steht symbolisch für einen unfallfreien Alpsommer. Traditionelle Blasmusik, allgäuische Spezialitäten und Stände mit regionalem Handwerk prägen den Festtag. Während des Auftriebs ist die Zufahrtsstraße für mehrere Stunden gesperrt.
Schöllang ist ein Ortsteil von Oberstdorf im Landkreis Oberallgäu. Bahnanschluss: Bahnhof Oberstdorf bzw. Halt Altstädten/Fischen an der Strecke Immenstadt–Oberstdorf. Mit dem Auto über die B19 ins Oberstdorfer Tal. Während des Auftriebs ist die Zufahrtsstraße mehrere Stunden gesperrt – frühzeitige Anreise empfohlen.
Der Zutritt zum Viehscheidplatz ist üblicherweise frei. Speisen und Getränke werden im Festzelt verkauft.
Früh kommen lohnt sich: Die ersten Herden treffen am Vormittag ein. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind ratsam.
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Viehscheidplatz Schöllang