Bundesweiter Denkmaltag — freier Zugang zu Lüneburger Baudenkmälern und Sonderführungen
Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 jährlich am zweiten Sonntag im September statt. Initiiert wurde er von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und reiht sich ein in die European Heritage Days, ein europaweites Format zur Bewerbung des baulichen Erbes. Mit über 6 000 beteiligten Denkmälern jährlich ist der Denkmaltag in Deutschland die größte Kulturveranstaltung des Landes. Jede Ausgabe steht unter einem inhaltlichen Motto, das die teilnehmenden Denkmäler aufgreifen.
Lüneburg gehört zu den bedeutendsten Backsteingotik-Städten Norddeutschlands. Über 1 200 denkmalgeschützte Gebäude, drei imposante Backsteinkirchen (St. Johannis, St. Nicolai, St. Michaelis), das aus dem 15. Jahrhundert stammende Rathaus, das Deutsche Salzmuseum als Erinnerung an die salzgeschichtliche Bedeutung der Stadt sowie zahlreiche Patrizierhäuser bilden ein Ensemble, das auf die UNESCO-Welterbe-Vorschlagsliste aufgenommen werden soll. Am Tag des offenen Denkmals öffnen viele dieser Bauten ihre Türen für die Öffentlichkeit — manche zum einzigen Mal im Jahr.
Über die normale Öffnung hinaus bieten die teilnehmenden Denkmäler ein Sonderprogramm: Führungen mit Restauratoren und Denkmalpflegern, Vorträge zur Geschichte einzelner Bauten, Mitmach-Aktionen für Kinder, Sonderausstellungen, Konzerte in den Kirchen. Die Lüneburg Marketing GmbH bündelt das Programm in einer Übersicht, die wenige Wochen vor dem Denkmaltag publiziert wird. Der Eintritt ist überall kostenlos, einzelne Spezialführungen erfordern eine Voranmeldung.
Auch im Landkreis Lüneburg beteiligen sich Denkmäler — etwa das Elbschloss Bleckede mit zwei Sonderführungen am Vormittag (11 Uhr) und am Nachmittag (14 Uhr), die jeweils rund 60 Minuten dauern. Damit erstreckt sich der Denkmaltag über die Stadt Lüneburg hinaus auf die gesamte Region und ermöglicht Familienausflüge, die mehrere Stationen verbinden.
Wie in den Vorjahren wird auch 2026 ein breites Spektrum Lüneburger Denkmäler am Denkmaltag teilnehmen. Erfahrungsgemäß sind dabei: das Rathaus mit Sonderführungen durch die historischen Räumlichkeiten, die drei Backsteinkirchen mit Turmaufstiegen und Kirchenführungen, das Deutsche Salzmuseum, der Wasserturm mit Aussichtsplattform, einzelne Patrizierhäuser, das Brauereimuseum sowie das Ostpreußische Landesmuseum. Im Landkreis ergänzen Schloss Bleckede, alte Mühlen, historische Bauernhöfe und Dorfkirchen das Angebot.
Das vollständige Programm 2026 wird Anfang September publiziert. Die Struktur folgt den bewährten Eckpunkten der Vorjahre:
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