Volksmusikfest im Freilandmuseum Oberpfalz
Der Tag der Oberpfälzer Volksmusik gehört zu den schönsten Volksmusikveranstaltungen Bayerns — nicht wegen Größe oder Prominenz, sondern wegen seiner besonderen Atmosphäre. Statt einer Bühne mit Frontalprogramm verteilen sich rund 15 Musikgruppen und Ensembles auf sechs Bühnen über das gesamte Gelände des Freilandmuseums Oberpfalz. Besucher:innen wandern durch die historischen Bauernhäuser und Höfe, in denen jeweils anderes Repertoire erklingt: traditionelle Stubenmusi, Tanzlmusi, Bläsergruppen, Hackbrett- und Zithersolisten, Sängergruppen.
Das Freilandmuseum Oberpfalz liegt in Neusath-Perschen, einem Ortsteil von Nabburg im oberpfälzischen Landkreis Schwandorf (Bayern). Es ist eines der bedeutendsten Freilichtmuseen Bayerns mit über 100 wiederaufgebauten historischen Bauernhäusern, Stadeln, Hammerschmieden und Backöfen. Die Volksmusik findet hier den naturgegebenen Resonanzraum: in den niedrigen Stuben, vor den Hausfassaden, unter den Linden des Museumsdorfes.
Die Oberpfälzer Volksmusik unterscheidet sich vom bayerischen Mainstream der Stoiber-Hits durch ihren regionalen Ursprung: alte Tänze (Boarischer, Polka, Walzer, Schottisch, Zwiefacher), Stubenstücke aus den Wirtshäusern der Region, Hochzeits- und Trauermusik, Goaßlschnalzen als rhythmisches Brauchtum. Die Oberpfälzer Volksmusikfreunde e.V. pflegen dieses Repertoire seit Jahrzehnten und stellen sicher, dass keine Folkloristik daraus wird, sondern lebendige Musik bleibt.
Das Festival setzt bewusst auf Partizipation: Besucher:innen werden ermutigt, mitzusingen, mitzutanzen und das Repertoire zu lernen. Tanzboden vor einer der Bühnen, Mitsingformate, Workshop-Charakter einzelner Programmpunkte — der Tag der Oberpfälzer Volksmusik ist kein Konzertbesuch, sondern eine kulturelle Vermittlung. Im Verein mit dem Museum entsteht so eine Synergie zwischen materieller Volkskultur (Bauernhäuser, Werkstätten) und immaterieller Volkskultur (Musik, Tanz, Sprache).
Wie auf dem Festival vermerkt: Der Tag der Oberpfälzer Volksmusik ist Teil des regulären Museumsbesuchs. Für das Eintrittsgeld ins Freilandmuseum (Tagespass) bekommen Besucher:innen also das Museumsprogramm und das gesamte Konzert- und Tanzangebot des Festivals. Ein außergewöhnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für ein bayerisches Festival.
Die Ausgabe 2026 setzt das bewährte Konzept fort: Sechs Bühnen, verteilt über das Freilichtmuseumsgelände, mit jeweils unterschiedlichem Programm. Besucher:innen wandern zwischen historischen Bauernhäusern, Hammerschmieden und Backöfen hin und her und erleben die Vielfalt der oberpfälzischen Musiktradition.
Höhepunkt vieler Ausgaben ist die gemeinsame Schluss-Session vor der Hauptbühne mit allen teilnehmenden Gruppen. Das Format ist familienfreundlich und partizipativ angelegt: Mitsingen, Mittanzen und Aufnehmen der Tradition stehen im Vordergrund.
Rund 15 Musikgruppen und Ensembles spielen den ganzen Tag im Wechsel auf den verschiedenen Bühnen.
Mit dem Auto über die A93 (Regensburg–Hof), Ausfahrt Nabburg, dann Beschilderung Freilandmuseum (ca. 4 km). Mit dem Zug nach Nabburg (Strecke Schwandorf–Weiden), dann Bus oder Taxi zum Museum. Parkplatz am Museum kostenfrei.
11:00–17:00 Uhr. Sechs Bühnen mit täglich wechselndem Programm.
Regulärer Museumseintritt (Stand 2026: Erwachsene ca. 7–9 €, ermäßigt 5–6 €, Familienkarte ca. 18 €). Konzert- und Tanzprogramm im Museumseintritt enthalten.
Museumsgasthaus und Brotzeitstände mit oberpfälzischen Spezialitäten (Zoigl-Bier, Schäuferl, Kartoffelknödel).
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Freilandmuseum Oberpfalz Neusath-Perschen
Neusath 200, 92507 Nabburg