Antirassistisches Stadtteilfest in Nürnberg-Steinbühl – seit 2015
Der Aufseßplatz im südlichen Nürnberg ist zentraler Schauplatz von Gostenhof und Steinbühl – zwei der migrantisch und subkulturell geprägten Stadtteile der mittelfränkischen Metropole. Jedes Jahr im Juni verwandelt ihn das Straßenfest „Gegen Rassismus und Diskriminierung – Für ein besseres Zusammenleben" in eine offene Bühne, einen Versammlungsort und einen Treffpunkt zwischen Tanz und Erinnerungspolitik.
Das Fest wurde am 13. Juni 2015 erstmals veranstaltet und ist eng mit dem NSU-Komplex verbunden. Drei der zehn Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds" wurden in Nürnberg verübt – darunter der erste, an Enver Şimşek im September 2000. Das Straßenfest am Aufseßplatz versteht sich seither als zivilgesellschaftliche Antwort auf rechtsextreme Gewalt und als Ort der Erinnerung an die Ermordeten. Träger ist ein basisdemokratisches Plenum mit regelmäßigen Vorbereitungstreffen.
Das Programm besteht traditionell aus drei Säulen:
Der Aufseßplatz liegt zwischen Wölckernstraße und Pillenreuther Straße und ist mit der U1 (Haltestelle Aufseßplatz) direkt zu erreichen. Rund um den Platz prägen kleine Läden, türkische und mediterrane Bäckereien sowie alternative Initiativen das Stadtbild – das Fest spiegelt diese Vielfalt im Wortsinn auf der Straße wider. Die Karl-Bröger-Medaille der Stadt Nürnberg wurde dem Festival 2024 verliehen.
Im Landkreis Nürnberg-Stadt und darüber hinaus in Mittelfranken ist das Straßenfest Aufseßplatz das antifaschistisch geprägte Gegenstück zu Volksfest- und Brauchtumstraditionen Bayerns – ein politisches Stadtteilfest, das die kulturelle Vielfalt der Frankenmetropole feiert und gleichzeitig deutlich Position gegen rechte Gewalt bezieht.
Die Jubiläumsauflage zum zwölften Mal setzt die Tradition des Festes seit 2015 fort. Im Mai 2026 trafen sich Vertreter:innen der Organisationsgruppe zur letzten gemeinsamen Programmsitzung; das Plenum bestätigte mehrere Bühnenacts, einen Samba-Workshop und das thematische Ausstellungsprogramm.
Das diesjährige Fest knüpft inhaltlich an die jährliche Erinnerungsarbeit zum NSU-Komplex an. Drei der zehn NSU-Morde wurden in Nürnberg verübt; das Fest am Aufseßplatz versteht sich seit seiner Gründung als zivilgesellschaftliches Mahnmal an dieser Stelle. Mit Reden, Diskussionsformaten und konkreten Solidaritätsaktionen will das Plenum 2026 ein Zeichen gegen wachsenden Rechtsextremismus setzen.
Stand Mai 2026 ist das vollständige Bühnenprogramm noch in Abstimmung – das Plenum hatte am 5. Mai die finale Sitzung. Die folgende Programmstruktur basiert auf der seit 2015 gepflegten Form (Programmstruktur, nicht Acts 2026):
Konkrete Acts 2026 werden auf strassenfest-aufsessplatz.de und über die Social-Media-Kanäle des Plenums veröffentlicht.
Aufseßplatz, 90461 Nürnberg-Steinbühl. ÖPNV: U-Bahn U1 Haltestelle „Aufseßplatz" (direkt am Ort). Mit dem Fernverkehr: Nürnberg Hbf, von dort 5 Min. mit der U1. Mit dem Auto: keine eigenen Festparkplätze, Parkhäuser in der Innenstadt empfohlen.
Kostenfrei. Spendenstand und Soli-Beiträge willkommen.
Speisen und Getränke an Ständen der Vereine und Initiativen. Bring-Bag-Prinzip – wer kann, hilft beim Auf- und Abbau mit.
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