Biennale Rosenfeier im ältesten Rosendorf Deutschlands
Im hessischen Wetteraukreis, einige Kilometer nördlich von Frankfurt, liegt der Bad Nauheimer Ortsteil Steinfurth. Was diesen Ort von anderen Wetterau-Dörfern unterscheidet, ist seine besondere Verbindung zur Rosenzucht: 1868 brachte Heinrich Schultheis Rosenzucht-Techniken aus England in seinen Heimatort. Seither hat sich Steinfurth zum ältesten Rosendorf Deutschlands entwickelt – ein Ort, in dem Rosenzucht über fünf Generationen Familienbetriebsstandard ist.
Das jährliche Pflanzaufkommen in Steinfurth liegt bei über 100.000 Rosen, viele davon in Sondersorten, die nirgendwo sonst in Deutschland in dieser Vielfalt zu finden sind. Diese Substanz ist die Grundlage für das Steinfurther Rosenfest – ein Fest, das die Rosenzucht der Region zelebriert und Tausende Rosen-Enthusiasten und Garten-Liebhaber aus ganz Deutschland und dem Ausland anlockt.
Erstmals 1912 als Schnittrosen-Ausstellung organisiert, hat sich das Rosenfest über die Jahrzehnte zur biennalen Großveranstaltung entwickelt. Das Festival findet alle zwei Jahre in den geraden Jahren statt. Die Ausgabe 2026 markiert die 49. Auflage. Rund 40.000 Besucher kommen typischerweise zum Festwochenende.
Über das Festwochenende öffnen die zentralen Steinfurther Rosen-Einrichtungen für Besucher: Die Rosenausstellung präsentiert Hunderte Rosenarten mit fachlicher Beschriftung – ein Walk durch die internationale Sortenvielfalt. Das Rosenmuseum dokumentiert die historische und kulturelle Bedeutung der Rose, von der Antike bis zur Gegenwart. Die Rosenkirche – mit kunstvoll arrangierten Roseninstallationen – ist eines der atmosphärisch eindrucksvollsten Erlebnisse des Festivals.
Durch das Dorf zieht sich das Rosenband: ein Marktbummel mit Verkaufsständen, Mitmachstationen und Live-Musik zwischen den Fachwerkhäusern und romantischen Innenhöfen Steinfurths. Hier verkaufen Rosenzüchter direkt vom Topf, dazu gibt es Rosenwasser, Rosenessenz, Rosenseifen und kulinarische Rosen-Produkte. Fachvorträge von Rosen-Experten gehören zum kulturellen Begleitprogramm.
Der absolute Höhepunkt des Festivals ist der große Rosenumzug am Sonntag. Festwagen, geschmückt mit Tausenden frischen Rosenblüten, ziehen begleitet von Musikkapellen und Trachtengruppen durch Steinfurth. Der populärste Wagen trägt die Steinfurther Rosenkönigin mit ihren zwei Hofdamen – ein Bild, das in keinem deutschen Rosen-Festival fehlt. Der Umzug ist Endpunkt einer mehrwöchigen Vorbereitung, in der ganze Vereine Tausende Rosenblüten von Hand auf die Wagen drapieren.
Die 49. Ausgabe 2026 ist eine der wichtigsten Rosenfeste Europas. Wie alle Biennale-Editionen finden Vorbereitungen über mehrere Monate statt – allein die Festwagen werden über Wochen mit Tausenden Rosen geschmückt. Tickets im Vorverkauf empfehlenswert.
Tickets über rosenfest.de, Vorverkauf ab Juni 2026. Tageskarten und Festival-Pass für alle drei Tage verfügbar.
Mit der Bahn: Bahnhof Bad Nauheim an der Strecke Frankfurt–Kassel, von dort Bus oder Taxi nach Steinfurth (3 km). Mit dem Auto: A5 Abfahrt Bad Nauheim, dann Richtung Steinfurth. Park-and-Ride empfohlen wegen der eingeschränkten Parkmöglichkeiten in Steinfurth.
Tickets im Vorverkauf ab Juni 2026 unter rosenfest.de. Tageskarten und Festival-Pass für alle drei Tage verfügbar.
Wer den Festumzug am Sonntag sehen will: Plätze entlang der Umzugsstrecke früh besetzen (ab 13 Uhr). Frischer Roseneinkauf am Rosenband – die Rosen werden direkt vom Topf verkauft und sind sehr nachgefragt.
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Rosendorf Steinfurth
Steinfurth Innenort, Bad Nauheim, 61231 Bad Nauheim