Festival für Alte Musik in der Renaissance-Zitadelle Spandau – 2026 als „SPAM light" unter dem Motto „Berliner Kammermusik"
Die Zitadelle Spandau aus dem 16. Jahrhundert ist eine der bestbewahrten Renaissance-Festungen Europas. Mit ihren wuchtigen Bastionen, dem Juliusturm und dem Palas bietet sie eine akustisch und atmosphärisch besondere Kulisse für historische Musik. Das Festival SPAM nutzt diese Räume bewusst: Konzerte im Gotischen Saal, in der Italienischen Höfe-Anlage, in der nahegelegenen Nikolaikirche. Die Mauern, die Renaissance-Architektur, das Spiel von Wärme und Hall – all das wird Teil der musikalischen Erfahrung.
Heidi Gröger gehört zur ersten Reihe der deutschen Gambisten:innen und ist Mitglied zahlreicher Alte-Musik-Ensembles. Bernhard Schrammek ist Musikwissenschaftler, Kirchenmusiker und einer der profiliertesten Berliner Stimmen für historisch informierte Aufführungspraxis. Beide kuratieren das Festival mit dem Anspruch, nicht nur Repertoire-Klassiker zu programmieren, sondern Berliner Spezialitäten der Alten Musik sichtbar zu machen – Werke aus der Bach-Zeit, aus der Hofkapelle Friedrichs II., aus dem Kreis um Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Friedrich Reichardt.
SPAM bringt Ensembles wie Lautten Compagney, Capella de la Torre, Akademie für Alte Musik Berlin, aber auch internationale Gäste auf die Bühne. Die FAZ-Kritik nach der Erstausgabe 2023 sprach von einem Festival „auf Augenhöhe mit den großen Alte-Musik-Festivals Europas". Trotz seines jungen Alters hat SPAM einen Stammplatz im Berliner Klassikkalender gefunden.
Die Edition 2026 läuft als kompaktes „SPAM light"-Format vom 26. Februar bis 1. März 2026. Thema: „Berliner Kammermusik". Programm-Highlights: Eröffnungskonzert mit Marie Luise Werneburg (Sopran) mit Werken von Bach, Graun und Janitsch; Dowland-Abend zum 400. Todestag des Lautenisten und Komponisten John Dowland; Bachs „Musikalisches Opfer"; Caccinis „La Liberazione" mit der Capella de la Torre unter Katharina Bäuml. Begleitend Gesprächskonzerte und Führungen durch die Zitadelle.
Die Edition 2026 verzichtet auf die volle zweiwöchige Festivallänge der ersten beiden Ausgaben und konzentriert sich als „SPAM light" auf ein verlängertes Wochenende mit vier intensiven Programmtagen. Inhaltlicher Anker: die Berliner Kammermusik-Tradition des 17. und 18. Jahrhunderts. Werke von Johann Sebastian Bach, Carl Heinrich Graun und Johann Gottlieb Janitsch stehen neben Repertoire aus der Renaissance (John Dowland zum 400. Todestag, Giulio Caccinis Florentiner Oper „La Liberazione di Ruggiero").
Eröffnet wird das Festival mit einem Konzert von Sopranistin Marie Luise Werneburg, einer der gefragtesten Stimmen der historisch informierten Aufführungspraxis in Deutschland. Den dramatischen Höhepunkt setzt die Capella de la Torre unter Katharina Bäuml mit ihrer Caccini-Produktion. Klangrede-Werkstätten und Führungen durch die Zitadelle ergänzen das musikalische Programm.
Gesprächskonzerte, Führungen durch die Renaissance-Zitadelle.
U-Bahn U7 'Zitadelle', 5 Gehminuten. Mit dem Auto: Am Juliusturm 64, 13599 Berlin-Haselhorst. Parkplätze am Eingang.
Vorverkauf über die Zitadelle Spandau (zitadelle-berlin.de), über die Berliner Vorverkaufskassen sowie Eventim. Konzerttickets ca. 25–45 €, ermäßigt 15–25 €. Festivalpässe für mehrere Konzerte erhältlich.
Kulturhaus Spandau mit künstlerischer Leitung Heidi Gröger und Bernhard Schrammek. Förderung u.a. durch das Bezirksamt Spandau und die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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Zitadelle Spandau
Am Juliusturm 64, 13599 Berlin