25. Jubiläumsausgabe des deutschen Inklusionsfestivals: zwölf Tage Theater, Tanz, Musik und Performances unter dem Leitsatz „radikale Inklusion“
Sommerblut wurde 2002 gegründet und ist seitdem das wichtigste Inklusionsfestival in Deutschland — und eines der profiliertesten in Europa. Vom 13. bis 24. Mai 2026 feiert das Festival in Köln sein 25. Jubiläum mit einem besonders ambitionierten zwölftägigen Programm. Leitsatz seit Gründung: „radikale Inklusion“ — die Überzeugung, dass Kunst nicht nur „barrierearm“ sein sollte, sondern dass Inklusion das künstlerische Konzept selbst durchdringt.
Bei vielen Festivals sind Untertitel oder Audiodeskription eine Hinzufügung. Bei Sommerblut sind sie Teil des künstlerischen Prozesses. Die Aufführungen werden mit Künstler:innen mit und ohne Behinderung gemeinsam entwickelt. Gebärdensprachdolmetscher:innen sind oft auf der Bühne, nicht am Bühnenrand. Leichte Sprache ist nicht eine vereinfachte Variante, sondern eine künstlerische Form. Audiodeskription wird zur poetischen Beschreibung der Szene — eine Kunst für sich.
Eine der spektakulärsten Produktionen 2026: „The Birds Republic“ — eine Bus-Performance, in der das Publikum gemeinsam mit Künstler:innen durch das Rheinland fährt und an verschiedenen Stationen über die Zukunft der Region reflektiert. Performative Stadtsoziologie im Bus-Format.
Theaterprojekt über Generationen des Widerstands in Deutschland — von der NS-Zeit über die 68er bis zu zeitgenössischen sozialen Bewegungen. Intergenerationale Ensemblearbeit mit Beteiligung von Zeitzeug:innen.
Performance über den Rhythmus der jüdischen Diaspora — Musik, Tanz und Erzählung aus der Perspektive einer transnationalen Identität. Kuratiert mit Beteiligung jüdischer Künstler:innen aus Deutschland und Israel.
Zur Bilanz der 25 Festival-Jahrgänge wird am 14. Juni 2026 eine große Jubiläumsausstellung eröffnet — Rückblick auf Inszenierungen, Künstler:innen-Biografien und gesellschaftliche Debatten, die Sommerblut über das Vierteljahrhundert geprägt hat.
Sommerblut hat keine Hauptbühne — das Festival nutzt verschiedene Spielstätten in ganz Köln: das Schauspielhaus, kleinere Off-Theater, Kulturzentren, manchmal auch öffentliche Räume wie Brücken oder Plätze. Diese Streuung ist Teil des inklusiven Konzepts: Kunst sucht das Publikum auf, statt dass es ins Theater kommen muss.
Köln hat eine besondere Tradition in der Inklusionsdebatte: Hier entstanden früh Behindertenwerkstätten mit künstlerischem Anspruch, mehrere Inklusionspionier:innen kommen aus der Domstadt, und die kommunale Kulturpolitik unterstützt das Festival seit der Gründung 2002 verlässlich.
Sommerblut wurde mit mehreren wichtigen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Deutschen Bühnenverein-Preis für Inklusion und Lob aus der überregionalen Theaterkritik (taz, Süddeutsche, FAZ). Das Festival ist auch international vernetzt und kooperiert mit europäischen Inklusionsfestivals.
Zwölf Tage Inklusionskunst in Köln: Vom 13. bis 24. Mai 2026 feiert Sommerblut sein 25. Jubiläum mit einem Programm aus Theater, Tanz, Musik, Performances und Ausstellungen an verschiedenen Spielstätten der Stadt. Höhepunkte sind die Bus-Performance „The Birds Republic“ durch das Rheinland, das Theaterprojekt „Generation Widerstand“ und die Performance „something shared“ über jüdische Diaspora-Rhythmen. Viele Produktionen mit Gebärdensprache, Audiodeskription oder in Leichter Sprache. Bilanzausstellung der 25 Jahrgänge ab 14. Juni 2026.
Detailprogramm mit Daten, Spielstätten und Barrierefreiheitsmerkmalen auf sommerblut.de/de/programm/veranstaltungen.
Tickets je nach Produktion variabel. Ermäßigungen für Menschen mit Behinderung und Begleitperson. Detail-Tarife auf sommerblut.de.
Mit dem Auto: A1, A3, A4 oder A57 Richtung Köln. Mit DB: ICE-Knoten Köln Hauptbahnhof, alle Spielstätten mit ÖPNV (KVB-Stadtbahn) erreichbar. Sommerblut weist barrierefreie Verbindungen explizit aus.
Tickets variabel nach Produktion. Ermäßigungen für Menschen mit Behinderung und Begleitperson. Detail-Tarife und Online-Verkauf auf sommerblut.de.
Komplettes Programm und Spielstättenübersicht auf sommerblut.de/de/programm/veranstaltungen. Audiodeskription, Gebärdensprache, Leichte Sprache jeweils gekennzeichnet.
Das Jubiläumsprogramm bietet besonders dichte zwei Wochen. Wer zum ersten Mal kommt, sollte 2-3 sehr unterschiedliche Produktionen mischen — eine Theaterproduktion, eine Performance und ggf. die Bus-Performance „The Birds Republic“. Das gibt einen Eindruck der Bandbreite.
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