Europas größte Altstadtkirmes — fünf Tage Trubel in der Soester Innenstadt
Wenn die Soester Innenstadt Anfang November fünf Tage lang im Kirmes-Modus versinkt, ist die Allerheiligenkirmes da — Europas größte und älteste Altstadtkirmes, mit Ursprüngen im mittelalterlichen Pferdemarkt der Hansestadt. Auf 50 000 m² zwischen Markt, Petrikirchhof, Vreithof und den engen Gassen der Altstadt drängen sich rund 300 Schausteller, etwa eine Million Besucher verzwanzigfacht die normale Einwohnerzahl von Soest (~50 000) in fünf Tagen.
Der Donnerstag ist Pferdemarkt: die direkte Fortführung der mittelalterlichen Tradition, als Soest in der Allerheiligenwoche zum zentralen Pferdehandelsplatz Westfalens wurde. Heute steht der Markt im Zeichen des historischen Erbes, kombiniert mit Programm rund um Pferd und Reiterei. Insgesamt zählt die Allerheiligenkirmes am Pferdemarkt-Donnerstag rund 350 Beschicker.
Die Kirmes ist nicht auf einen Festplatz konzentriert, sondern verteilt sich auf die gesamte historische Altstadt — Fahrgeschäfte und Buden stehen zwischen Fachwerkhäusern und romanischen Kirchen (St. Patrokli, St. Petri, Wiesenkirche). Diese Verknüpfung von Volksfest und mittelalterlichem Stadtbild gilt als europaweit einmalig. High-Tech-Fahrgeschäfte (Wilde Maus, Looping-Bahnen, große Riesenräder) wechseln mit klassischen Schaustellerbuden, dazu westfälische Gastronomie — von Reibekuchen über Pottwurst bis Schmalzgebäck — und natürlich Bier.
Soest ist Kreisstadt des Kreises Soest in der westfälischen Hellweg-Börde, Teil von Nordrhein-Westfalen. Die Stadt war im Mittelalter eine der mächtigsten Hansestädte und besitzt mit ihrem fast vollständig erhaltenen Altstadt-Ring eines der bedeutendsten Stadtbilder Westfalens. Die Allerheiligenkirmes ist der jährliche Höhepunkt im Veranstaltungskalender — bereits seit dem 14. Jahrhundert bezeugt, kontinuierlich gewachsen und heute Wirtschaftsfaktor und Identitätsanker zugleich.
Die Ausgabe 2026 der Soester Allerheiligenkirmes findet von Mittwoch, 4. November, bis Sonntag, 8. November, statt. Über fünf Tage verteilen sich Fahrgeschäfte, Buden und Gastronomie über die komplette Altstadt zwischen Markt, Petrikirchhof und Vreithof. Der historische Pferdemarkt am Donnerstag bleibt das identitätsstiftende Element. Die Kirmes wird gemeinsam von der Stadt Soest und der Wirtschaft und Marketing Soest GmbH organisiert.
High-Tech-Fahrgeschäfte (Looping, Riesenräder, Wilde Mäuse), klassische Schausteller-Buden, westfälische Gastronomie (Reibekuchen, Pottwurst, Bratwurst, Schmalzgebäck), Bierzelte und Glühwein-Stände.
Freier Eintritt zum Kirmesgelände. Fahrgeschäfte, Gastronomie und Spielbuden kostenpflichtig nach Preisliste der Schausteller.
Soest hat einen ICE-/IC-Halt an der Strecke Hamm–Paderborn (Linie Köln–Kassel). Die Innenstadt liegt fünf Gehminuten vom Bahnhof. Mit dem Auto über die A44 (Abfahrt Soest oder Soest-Ost) oder A2 (Abfahrt Hamm/Lippetal). Während der Kirmes Park-and-Ride empfohlen — Innenstadt ist großräumig gesperrt.
Eintritt frei. Fahrgeschäfte und Gastronomie kostenpflichtig.
Wer Trubel meiden möchte, kommt Mittwochnachmittag oder Sonntagvormittag. Freitag- und Samstagabend zählen zu den Höhepunkten — aber auch zu den vollsten Stunden. Der Pferdemarkt am Donnerstag ist die historisch authentischste Variante.
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Altstadt Soest (rund um Markt, Petrikirchhof, Vreithof)
Altstadt Soest, 59494 Soest