Zwei Tage ethnografisches Filmfestival am Forschungscampus Dahlem – Restitution, Provenienz und dekoloniale Ansätze in transkultureller Zusammenarbeit
Das Ethnologische Museum in Berlin ist seit dem Umzug ins Humboldt Forum (2021/22) ein Brennpunkt der internationalen Restitutions- und Provenienzdebatte. Die hier verwahrten Sammlungen – darunter die berühmten Benin-Bronzen, viele Objekte aus kolonialem Erwerb – sind Gegenstand intensiver Gespräche mit Herkunftsgesellschaften. Das Filmfestival Slices of Life dreht sich um genau diese Fragen.
Acht ethnografische Filme aus Nepal, Kongo, Sudan, Fidschi, Grenada, Brasilien und Nigeria sind das Kernprogramm. Hinzu kommen drei Filme zu aktuellen Kooperationsprojekten der Staatlichen Museen zu Berlin. Alle Screenings sind mit englischen Untertiteln versehen. Nach jedem Film: Q&A mit den Filmemacher:innen oder eingebundenen Wissenschaftler:innen.
Ein Podium auf Englisch behandelt die Schnittstelle zwischen ethnografischem Film und musealer Praxis. Daneben wird der Sammelband 'Shared Histories: Collaboration in Ethnographic Film' präsentiert, ein zentrales aktuelles Werk zum Thema kollaboratives ethnografisches Filmemachen.
Der Forschungscampus Dahlem in Berlin-Steglitz-Zehlendorf ist der zweite Standort des Ethnologischen Museums neben dem Humboldt Forum. Hier sind die Sammlungen, die Restaurierungswerkstätten und die wissenschaftliche Arbeit konzentriert. Das Filmfestival findet im Auditorium statt – einem Ort, der vor allem mit Fachpublikum vertraut ist und der einmal im Jahr ein breiteres Publikum einlädt.
Der GIEFF e.V. – German International Ethnographic Film Festival – ist ein in Göttingen gegründeter Verein, der ethnografischen Film in Deutschland fördert. Die Kooperation mit dem Ethnologischen Museum Berlin gibt dem Festival in Berlin eine besondere Verbindung zur musealen Praxis und zur Restitutionsdebatte.
Das ethnografische Filmfestival Slices of Life öffnet 2026 am Montag, 18. Mai, und läuft bis Dienstag, 19. Mai, mit einem dichten Programm im Auditorium des Forschungscampus Dahlem. Acht Filme aus vier Kontinenten widmen sich Fragen materiellen und immateriellen Kulturerbes – Restitution, Provenienz, dekoloniale Zusammenarbeit.
Die Filmemacher:innen reisen aus Nepal, dem Kongo, dem Sudan, Fidschi, Grenada, Brasilien und Nigeria an oder sind per Video zugeschaltet. Nach jedem Screening: Q&A mit Filmemacher:innen, Wissenschaftler:innen oder Vertreter:innen der Herkunftsgesellschaften. Ein Podium auf Englisch reflektiert die Schnittstelle zwischen ethnografischem Film und Museumspraxis.
Das detaillierte Programm mit Filmtiteln, Filmemacher:innen-Namen und Uhrzeiten wird kurz vor dem Festival auf smb.museum veröffentlicht (Download-PDF).
U-Bahn U3 Dahlem-Dorf oder Bus X11/X83 bis Lansstraße/Im Winkel. Forschungscampus Dahlem ca. 5 Minuten Fußweg. Mit dem Auto: Parkplätze in den umliegenden Wohnstraßen.
10 € pro Tag. Tickets vor Ort oder Online auf der Veranstaltungsseite der SMB.
Filme mit englischen Untertiteln. Podiumsdiskussion und einige Filmgespräche auf Englisch.
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Forschungscampus Dahlem – Staatliche Museen zu Berlin
Lansstraße 8, 14195 Berlin