Das größte Kinder- und Heimatfest Oberschwabens — fünf Tage Tradition, Festzug und Adlerschießen rund um Marienplatz und Kuppelnau
Wenn in Ravensburg von „dem Fest" gesprochen wird, ist immer das Rutenfest gemeint — und zwar ohne weitere Erklärung. Seit 1812 feiern die Ravensburgerinnen und Ravensburger an einem Wochenende im Juli ihr großes Heimat- und Kinderfest, das im Lauf von über zwei Jahrhunderten zum identitätsstiftenden Ereignis der Stadt geworden ist. Die Rutenfestkommission organisiert die fünf Festtage in enger Zusammenarbeit mit den Ravensburger Schulen, den Vereinen, den Schützengilden und der Stadtverwaltung. 2026 läuft die Festwoche vom Freitag, 24. Juli, bis Dienstag, 28. Juli — mit Schlusspunkt am Samstag, 1. August, auf der Veitsburg.
Am Freitag, 24. Juli, beginnt das Fest mit dem traditionellen Insignienübergabe der Vorjahresträger an die neuen Trommler- und Pfeiferkönige. Um 18 Uhr folgt die offizielle Eröffnung am Lederhaus in der Altstadt, abends Theateraufführungen und Jugendkonzerte auf dem Festgelände.
Der Samstag, 25. Juli, gehört dem „Frohen Auftakt" auf dem Marienplatz — einer der beliebtesten Programmpunkte überhaupt, bei dem sich alte Bekanntschaften wiedersehen und neue geknüpft werden. Parallel laufen Trommler- und Pfeiferumzüge, Schießwettbewerbe der Schützen und Familienangebote auf dem Kuppelnau.
Am Sonntag, 26. Juli, beginnt der Tag um 08:30 Uhr mit einem ökumenischen Rutenfest-Gottesdienst in der Liebfrauenkirche. Es folgt der Festzug der Altschützen und Schülerauftritte in der Oberschwabenhalle.
Höhepunkt ist der Montag, 27. Juli: Der Historische Rutenfestzug zieht von der Innenstadt zum Kuppelnau und vereint hunderte Schülerinnen und Schüler aller Ravensburger Grundschulen in historischen Kostümen. Es folgen die Grundschul-Sprungwettbewerbe auf dem Kuppelnau, Ehrungen und Bogenschießwettbewerbe.
Den festlichen Schluss setzt der Dienstag, 28. Juli: Um 12:30 Uhr läuft der Schützenzug und das Adlerschießen der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten auf dem Kuppelnauplatz — eine über zweihundertjährige Tradition, bei der die Schülerinnen und Schüler der höheren Schulen um die Königswürde schießen. Um 22:30 Uhr beendet das große Abschlussfeuerwerk die offizielle Festwoche.
Die offizielle Festwoche endet zwar am Dienstag, doch der eigentliche Schlusspunkt fällt eine knappe Woche später: Am Samstag, 1. August 2026, treffen sich Trommler, Pfeifer und Schützen auf der Veitsburg oberhalb der Altstadt zum traditionellen Rutenvergraben — einem Ritual, bei dem die Ruten (die Pfeile/Stäbe) symbolisch begraben werden. Damit ist das Fest endgültig vorbei.
Das Fest bespielt mehrere Schauplätze parallel. Der Marienplatz in der Altstadt ist Bühne für die festlichen Großveranstaltungen — Eröffnung, „Froher Auftakt", Festzug-Stationen — und ist nur mit dem aktuellen Festabzeichen zugänglich. Das Festgelände Kuppelnau am Rand der Innenstadt beherbergt das Volksfest mit Fahrgeschäften, Biergärten, Festzelten und den Schießanlagen für die Adler- und Bogenschießwettbewerbe.
Ravensburg (Stadtkreis Ravensburg, PLZ 88212, Kreis 08436, rund 51 000 Einwohner) ist als „Stadt der Türme" bekannt — die historische Altstadt mit ihrem Mehlsack, Blaserturm, Grünem Turm und Veitsburg gehört zu den geschlossensten süddeutschen Altstadtensembles. Im Sommer wird die mittelalterliche Stadtmauer-Silhouette zur perfekten Kulisse für das Rutenfest: Wenn der Historische Festzug am Montag durch die engen Gassen vor den Türmen zieht, wirkt das Fest wie aus der Zeit der freien Reichsstadt.
Das Programm 2026 folgt der bewährten Dramaturgie der über zweihundertjährigen Tradition. Die fünf Festtage vom 24. bis 28. Juli verteilen sich auf Marienplatz, Kuppelnau, Oberschwabenhalle und Liebfrauenkirche — mit einer klaren Steigerung zur Mitte und einem festlichen Schluss am Dienstagabend.
Wichtigster Programmpunkt für die Stadt: der Historische Festzug am Montag, 27. Juli, mit hunderten Schülerinnen und Schülern in historischen Kostümen, die in einem stundenlangen Zug von der Innenstadt zum Festgelände Kuppelnau ziehen. Für Liebhaber der Festtradition: das Adlerschießen der Gymnasiasten am Dienstag um 12:30 Uhr — ein über 200 Jahre altes Ritual, bei dem die Königswürde unter den Schülerinnen und Schülern höherer Schulen ausgeschossen wird. Den festlichen Punkt setzt um 22:30 Uhr das große Feuerwerk.
Festgelände Kuppelnau: freier Eintritt. Marienplatz: nur mit aktuellem Festabzeichen zugänglich (Vorverkauf und vor Ort). Speisen und Getränke an den Festzelten zu Festpreisen.
Mit der Bahn: Bahnhof Ravensburg, dann 10 Minuten zu Fuß zur Altstadt und zum Kuppelnau. Mit dem Auto: B 30 (Friedrichshafen–Ulm), Park-and-Ride-Plätze und Innenstadt-Parkhäuser — während des Rutenfests Verkehrsbehinderungen und Sperrungen.
Der Marienplatz ist nur mit dem aktuellen Festabzeichen zugänglich — erhältlich vor Ort und im Vorverkauf. Das Festabzeichen ist gleichzeitig Souvenir und Solidaritätsbeitrag zur Finanzierung der Festwoche.
Volksfest mit Fahrgeschäften, Biergärten, Festzelten, Schießanlagen. Geöffnet während der gesamten Festwoche. Eintritt frei (nur Marienplatz ist festabzeichenpflichtig).
Programm und Festabzeichen-Infos auf rutenfest.com und das-rutenfest.de.
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Festgelände Kuppelnau · Marienplatz · Innenstadt Ravensburg
Kuppelnau / Innenstadt, 88212 Ravensburg