Dreitägiges Stadtfest am Fuß des Ruppbergs im Thüringer Wald
Zella-Mehlis liegt unmittelbar am Fuß des Ruppbergs (864 Meter) im Thüringer Wald, am Übergang zwischen Schmalkalden und Suhl. Die Stadt ist historisch von der Waffen-, Werkzeug- und Mikroskop-Industrie geprägt (hier produzierte einst die Walther-Waffenfabrik) und zählt heute rund 12 000 Einwohner im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Der Ruppertusmarkt — benannt nach dem örtlichen Schutzpatron — ist das jährliche Großereignis, das die ganze Stadt aufbietet.
Das dreitägige Programm (Freitag bis Sonntag) folgt der bewährten Struktur deutscher Mittelstadtfeste: Eröffnung am Freitagabend mit Bieranstich und ersten Konzerten, Familientag am Samstag mit Handwerkermarkt und Kinderaktionen, Festsonntag mit Frühschoppen, Open-Monument-Day und Festausklang. Rund um den Karl-Liebknecht-Platz verteilen sich verschiedene Bühnen, Fahrgeschäfte und gastronomische Stände regionaler Anbieter.
Eine spezifische Tradition des Ruppertusmarkts sind die Stelzentänzer, die durch die Festmeile ziehen und Ballonfiguren für Kinder formen. Sie wechseln zwischen den Bühnen und sorgen für familiäre Atmosphäre, besonders am Samstagnachmittag. Daneben gibt es einen Kinder-Flohmarkt (von Kindern für Kinder organisiert), Handwerkerstände mit Töpferwaren, Schmuck und Holzschnitzereien aus dem Thüringer Wald sowie ein Festzelt mit Tanz und Livemusik am Abend.
Da der Ruppertusmarkt jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende stattfindet, fällt er meist mit dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals zusammen. Verschiedene historische Gebäude der Stadt — die St. Blasii-Kirche, das Mehliser Schloss, alte Industriedenkmäler — öffnen ihre Türen für kostenlose Führungen. Eine gute Gelegenheit, die Industriegeschichte der Stadt und ihre Architektur kennenzulernen.
Wer das Festwochenende mit Wandern verbinden möchte: der Ruppberg (mit Aussichtspunkt) ist von der Innenstadt in einer guten Stunde erreichbar, der Rennsteig — Deutschlands berühmtester Wanderweg — verläuft direkt über die Bergkette. Zella-Mehlis ist außerdem Heimat der Drachenschlucht (eine spektakuläre Klamm bei Eisenach, jedoch 45 km entfernt) und des Bergwerks „Im finstern Loch“ (Schaubergwerk).
Wie jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende belebt der Ruppertusmarkt die Innenstadt von Zella-Mehlis. Eröffnung am Freitagabend, Hauptprogramm am Samstag mit Tag des offenen Denkmals, Festausklang am Sonntagabend.
Vollständiges Programm wird vor dem Festwochenende auf zella-mehlis.de veröffentlicht.
Eintritt frei. Fahrgeschäfte, Speisen und Getränke werden einzeln bezahlt. Tag des offenen Denkmals: alle Führungen kostenlos.
Mit dem Auto über die A71 (Ausfahrt Zella-Mehlis). Parkplätze am Stadtrand und in den Parkhäusern in der Innenstadt. Mit der Bahn: Regionalbahn Zella-Mehlis, vom Bahnhof ca. 5 Minuten zu Fuß zum Karl-Liebknecht-Platz.
Eintritt zum gesamten Festgelände frei. Fahrgeschäfte, Speisen und Getränke werden einzeln bezahlt.
Wandererschuhe mitbringen, wer den Ruppberg oder den Rennsteig erkunden möchte. Das Festwochenende lässt sich gut mit Outdoor-Aktivitäten im Thüringer Wald verbinden.
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Karl-Liebknecht-Platz und Innenstadt
Karl-Liebknecht-Platz, 98544 Zella-Mehlis