Konzert „Barock trifft Pop“ des RheinVokal Festivals in der Herrnhuter Brüdergemeine Neuwied
Das Festival RheinVokal wurde gegründet, um Vokalmusik in besonderen Räumen am Mittelrhein erfahrbar zu machen — in Kirchen, Schlössern, Burgsälen, Klöstern. Über zweieinhalb Monate verteilt das Festival rund zwei Dutzend Konzerte zwischen Koblenz, Neuwied, Vallendar, Bendorf und benachbarten Orten. Jeder Konzertabend nutzt einen historischen Raum als integralen Bestandteil des Konzerterlebnisses.
Die Herrnhuter Brüdergemeine in Neuwied ist eine evangelische Freikirche mit Wurzeln in der mährischen Reformation des 15. Jahrhunderts und einer ausgeprägten Liedtradition (Herrnhuter Losungen, Bach-Verbindung). Die Brüdergemeine Neuwied entstand im 18. Jahrhundert auf Einladung des Grafen zu Wied und prägt mit ihren weißen Häuserzeilen einen ganz eigenen Stadtteil. Der Saal der Brüdergemeine bietet eine intime, akustisch ausgezeichnete und atmosphärisch dichte Konzertumgebung.
Das Lamento Project ist ein spezialisiertes Crossover-Ensemble, das Lamento-Arien des italienischen Frühbarocks — Monteverdi, Carissimi, Strozzi — mit Popballaden der späten 20./frühen 21. Jahrhunderte verbindet, etwa von Adele, Joni Mitchell oder Leonard Cohen. Sopran Dorota Szczepańska, Theorbe Alon Sariel und Kontrabass Peter Schwebs realisieren diese Kombination mit historischen Instrumenten in einer Form, die das Klagelied als zeitloses musikalisches Gefäß erfahrbar macht.
Der frühe Konzertbeginn (18 Uhr) erlaubt es, das Konzert als langen Sonntagabend zu nutzen und im Anschluss in Neuwied zu verweilen. Das Publikum ist musikinteressiert, oft musikalisch vorgebildet, und schätzt die ungewöhnliche Programmatik.
Der Konzertabend ist Teil des RheinVokal Festivals (14.6.–30.8.2026), das mit rund zwei Dutzend Konzerten an besonderen Orten zwischen Koblenz und Neuwied bespielt wird. Der Saal der Herrnhuter Brüdergemeine bietet die ideal intime Akustik für die Trio-Besetzung mit Stimme, Theorbe und Kontrabass.
Programm 2026 nach Veranstalterangaben (Rheinvokal):
Eintritt 28 Euro. Vorverkauf über rheinvokal.de und etablierte Vorverkaufsstellen.
Sonntag, 21. Juni 2026, 18 Uhr.
Mit der Bahn bis Bahnhof Neuwied, wenige Minuten Fußweg in den Stadtteil der Brüdergemeine. Mit dem Auto über die B42 oder A48 (Ausfahrt Bendorf).
28 Euro pro Person. Vorverkauf über rheinvokal.de und Vorverkaufsstellen der Region. Ermäßigungen siehe Festivalwebseite.
Ca. 75–90 Minuten ohne Pause.
Das Konzert ist Teil von RheinVokal 14.6.–30.8.2026. Das vollständige Festivalprogramm auf rheinvokal.de.
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