'Ein Karneval ums Essen': Anwohner kochen, Nachbarschaft trödelt — das Quartier Arrenberg wird zum offenen Wohnzimmer
Der Restaurant Day ist eine ursprünglich finnische Idee: An einem festgelegten Tag öffnen Privatleute ihre Wohnung, ihren Hinterhof, ihren Balkon oder ihren Garten als Pop-up-Restaurant – legal, niedrigschwellig, mit eigener Speisekarte. In Wuppertal hat der Verein Aufbruch am Arrenberg e.V. das Format adaptiert und seit 2008 zu einem festen Termin im Quartierskalender gemacht. Das Stadtteilfest ist heute eines der charakteristischen Wuppertaler Sommerformate und wird inzwischen auch in anderen Stadtteilen kopiert.
Die 19. Ausgabe findet am Samstag, 9. Mai 2026 von 9 bis 24 Uhr statt. Zentrum bleibt das Quartier Arrenberg westlich der Wuppertaler Innenstadt mit dem Robert-Daum-Platz als Knotenpunkt und den anliegenden Straßen Kabelstraße, Nützenbergerstraße und Viehhofstraße. Neu 2026: Auch die Stadtteile Cronenberg und Ronsdorf nehmen erstmals teil – damit umfasst der Restaurant Day rund 60 Stationen stadtweit. Eine Karte sämtlicher Gastgeber*innen wird im Vorfeld auf restaurant-day.de veröffentlicht.
Parallel zum Restaurant Day läuft im Arrenberg der 'Arrentrödel': ein dezentraler Garagen-Flohmarkt, bei dem Anwohner*innen ihre Garagen, Carports und Vorgärten in kurze Flohmarktstationen verwandeln. Damit entsteht eine Mischung aus Essen, Stöbern und Begegnung – und das Quartier verwandelt sich für einen Tag in ein begehbares Wohnzimmer. Wer alle Stationen sehen will, ist als Fußgänger*in oder mit dem Rad mehrere Stunden unterwegs.
Anders als bei kommerziellen Streetfood-Festivals ist hier jede*r Gastgeber*in selbst Koch. Es gibt türkischen Lahmacun neben veganem Apfelkuchen, neben polnischen Piroggen, neben einer thailändischen Curry-Schale, neben einer Tasse Kaffee mit selbstgebackenem Streuselkuchen aus Oma's Rezept. Preise sind in der Regel symbolisch (Spendenbasis bis ca. 5 € pro Portion). Reservierungen sind nicht nötig – wer eine Schlange sieht, weiß: Da kocht jemand richtig gut.
Wuppertal liegt im Bergischen Land im südlichen Nordrhein-Westfalen und ist berühmt für seine Schwebebahn, das Tanztheater Pina Bausch und seine ungewöhnliche Topografie. Der Arrenberg ist ein in den vergangenen 15 Jahren durch zivilgesellschaftliches Engagement deutlich aufgewertetes Quartier – der Verein 'Aufbruch am Arrenberg' gilt als Modellfall für Nachbarschaftsorganisation. Der Restaurant Day ist die niedrigschwelligste Form, die diese Quartiersarbeit nach außen sichtbar zu machen.
Veranstalter ist der Verein Aufbruch am Arrenberg e.V., der die Idee aus Finnland in Wuppertal seit 2008 konsequent umsetzt. Die Karte aller Gastgeber*innen ist im Vorfeld auf restaurant-day.de einsehbar.
Eintritt frei. Speisen meist symbolisch (Spende bis ca. 5 €/Portion); Flohmarktpreise individuell.
Bahn: Wuppertal-Elberfeld Hbf, von dort ca. 10 Min. Fußweg zum Robert-Daum-Platz. Schwebebahnstation Robert-Daum-Platz auf der Wuppertaler Schwebebahn-Linie. Auto: A46 Abfahrt Wuppertal-Elberfeld; Parkplätze rund um den Robert-Daum-Platz und an der Friedrich-Engels-Allee. Empfehlenswert ist die Anreise zu Fuß oder per Rad.
Festival selbst: kostenfrei. Speisen und Getränke werden direkt bei den Gastgeber*innen bezahlt – meist symbolische Preise oder Spende. Arrentrödel-Stände: Preise individuell.
Die Karte mit allen Stationen auf restaurant-day.de herunterladen und einen Rundgang planen. Auch Cronenberg und Ronsdorf sind 2026 erstmals dabei.
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Quartier Arrenberg, Wuppertal
Robert-Daum-Platz / Kabel-, Nützenberger- und Viehhofstraße (Arrenberg), 42117 Wuppertal