Neun Stunden Chormusik in der Hauptkirche St. Petri – eine Hamburger Tradition der Langen Nächte mit kirchlicher und weltlicher Vokalliteratur
Die Hauptkirche St. Petri in der Hamburger Altstadt ist eine der fünf evangelisch-lutherischen Hauptkirchen Hamburgs. Ihr neugotischer Bau aus dem 19. Jahrhundert ersetzte die 1842 beim Großen Brand zerstörte Vorgängerin. Mit ihrem 132 Meter hohen Turm – einem der höchsten Kirchtürme Deutschlands – und ihrer halligen, aber präzisen Akustik ist sie ein idealer Konzertraum für Chormusik. Genau diese Akustik macht den Reiz der Nacht der Chöre aus.
Die Nacht der Chöre ist als Marathon angelegt: Über neun Stunden treten unterschiedliche Hamburger und norddeutsche Chöre nacheinander in der Kirche auf. Das Programm folgt keiner strengen Chronologie, sondern wechselt zwischen Jahrhunderten, Stilen und Sprachräumen: Gregorianik und Hildegard von Bingen neben Palestrina und Lasso, Bach-Motetten neben Brahms-Liederzyklen, Mendelssohn-Psalmen neben Whitacre-Arrangements, Gospel und Spirituals neben skandinavischer Chormoderne. Das Publikum kann frei zwischen Konzertblöcken kommen und gehen, eine eigene Hörbiografie zusammenstellen.
Die Nacht der Chöre reiht sich in die Reihe der Hamburger Langen Nächte ein, die das Bundesland seit Jahrzehnten als spezifisches Format pflegt: Lange Nacht der Museen, Lange Nacht der Konsulate, Lange Nacht der Industrie, Hamburger Theaternacht, Nacht der Kirchen, HAM.LIT für Literatur und Musik. Die Nacht der Chöre nimmt darin den Vokal-Platz ein: eine konzertant geprägte, partizipative Möglichkeit, die Hamburger Chorlandschaft an einem einzelnen Abend zu überblicken.
Die Hamburger Chorlandschaft ist außerordentlich dicht: Allein der Chorverband Hamburg vereint über 200 Chöre. Die Nacht der Chöre macht diese Vielfalt für eine Nacht sichtbar und hörbar. Für Touristinnen und Touristen ist sie eine einmalige Möglichkeit, in einer der schönsten Hamburger Hauptkirchen die ganze Bandbreite der Chormusik zu erleben – ohne dass man einen einzigen Konzertabend reservieren müsste.
Die Nacht der Chöre 2026 setzt die Hamburger Lange-Nacht-Tradition fort. Über neun Stunden Konzertzeit treten unterschiedliche Chöre aus dem Bundesland Hamburg auf, ergänzt um Gäste aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Das Programm folgt keiner strikten Chronologie – Renaissance-Polyphonie steht neben Pop-Chor-Arrangements, Bach-Motetten neben Whitacre, Gospel neben Hildegard von Bingen.
Der Klangraum der Hauptkirche St. Petri verleiht jeder Stilepoche eine eigene Resonanz. Das Publikum bewegt sich frei zwischen den Konzertblöcken, kommt und geht, baut die eigene Hördramaturgie. Programmzettel mit den genauen Auftrittszeiten liegen am Eingang aus und werden über die Webseite der Hauptkirche kommuniziert.
Die Detailbesetzung wird vor dem Termin auf der Webseite der Hauptkirche St. Petri und auf hamburg.de bekanntgegeben.
Hauptkirche St. Petri, Bei der Petrikirche 2, 20095 Hamburg. U-Bahn U3 'Rathaus' oder U1 'Jungfernstieg' (jeweils 5 Min. Fußweg). S-Bahn 'Jungfernstieg'.
Eintritt frei, Spendenopfer für die Hauptkirche St. Petri am Ausgang.
Programmzettel mit Auftrittszeiten der Chöre liegt am Eingang aus. Die Akustik der Kirche empfiehlt sich für aufmerksames, leises Zuhören. Familienfreundlich, jedoch bei kleinen Kindern Rücksicht auf andere Hörer.
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Hauptkirche St. Petri
Bei der Petrikirche 2, 20095 Hamburg