Mittelalterliche Budenstadt am Wittelsbacherplatz — seit 2005
München hat während des Advents nicht nur einen, sondern eine ganze Reihe verschiedener Christkindlmärkte. Der große Münchner Christkindlmarkt am Marienplatz ist das touristische Aushängeschild, daneben gibt es spezialisierte Märkte: den Tollwood Winterfestival auf der Theresienwiese (Streetfood, Weltkultur), den Christkindlmarkt am Sendlinger Tor (alternativ-romantisch), den Stadtteilmarkt am Schwabinger Weihnachtsmarkt — und das Münchner Adventsspektakel mit seinem mittelalterlichen Konzept.
Schauplatz ist der Wittelsbacherplatz in der Münchner Maxvorstadt, etwa 500 Meter nördlich des Marienplatzes. Der Platz wird von der Brienner Straße 6–10 gerahmt — einer der elegantesten Münchner Straßen mit klassizistischen Palais. Im Zentrum: das Reiterstandbild des Kurfürsten Maximilian I., 1839 von Bertel Thorvaldsen geschaffen. Diese repräsentative Kulisse aus klassizistischer Architektur und Bayerischem Königshaus-Symbol gibt dem mittelalterlichen Markt einen reizvollen Kontrast.
Das Münchner Adventsspektakel wurde 2005 ins Leben gerufen. Die Veranstaltergemeinschaft schuf damit eine Alternative zu den klassischen Adventsmärkten — mit konsequent mittelalterlicher Ästhetik: Jongleur:innen, Ritter, Gaukler, Händler in mittelalterlichen Gewändern, Buden aus rohem Holz mit Lederplanen, offene Feuerstellen, mittelalterliche Musik (Dudelsack, Drehleier, Schalmei), Mittelalter-Handwerk (Lederarbeit, Schmiede, Glasbläser, Tonweberei, Münzpräge, Kalligraphie).
Statt der klassischen Glühweintassen werden auf dem Mittelalter-Spektakel Ton-Becher und Holz-Krüge gereicht. Auf der Karte: Met (Honigwein), Glühmet, Feuerzangenbowle, dazu klassischer Glühwein und Punsch. Speisen entsprechend: Spanferkel vom Drehspieß, Knüppelteig vom Stock (über offenem Feuer), Stockbrot, Wildschwein-Bratwurst, mittelalterliche Brote und Käse, Trockenfrüchte und Nüsse aus Sackleinen-Säcken serviert.
An jedem Adventswochenende läuft auf einer mittelalterlich-rustikalen Bühne ein Kulturprogramm: Mittelalter-Bands (Corvus Corax, Faun, Schandmaul-Stil), Gaukler-Auftritte, Feuershow am Abend, Märchenerzähler:innen für Kinder, Handwerkerführungen. Das Programm macht den Markt zu einem Spektakel im Wortsinn — kein bloßes Sortimentsangebot, sondern ein Erlebnis.
Die Edition 2026 ist die 22. Auflage des Münchner Adventsspektakels seit 2005. Das Konzept bleibt konsequent: mittelalterliche Ästhetik vom Schmiedeeisen-Beschlag bis zum Lederbeutel-Detail, ohne Plastik-Elemente. Aussteller:innen kommen aus ganz Süddeutschland — viele sind feste Stammteilnehmer mit jahrzehntelanger Mittelalter-Marktkultur-Erfahrung.
Eröffnungsritual am 20. November 2026 um 18:00 Uhr: feierliche Lichterprozession durch den Markt, mittelalterliche Musik, erste Auftritte der Gaukler, dann offizielle Öffnung der Buden für das Publikum. Die fünf Wochen bis Weihnachten verlaufen mit täglichem Marktbetrieb und einem variablen Programm an den Adventswochenenden.
Aktuelles Programm: mittelaltermarkt-muenchen.de.
Wittelsbacherplatz liegt zentral in der Münchner Maxvorstadt. U-Bahn: Odeonsplatz (U3, U4, U5, U6) — 3 Gehminuten. Straßenbahn 27: Karolinenplatz. Vom Hauptbahnhof etwa 15 Minuten zu Fuß oder 5 Minuten mit der U-Bahn (über Karlsplatz–Odeonsplatz).
Täglich 11:00–21:00 Uhr. Eröffnung am 20.11.2026 um 18:00 Uhr.
Eintritt frei. Speisen und Getränke an den Marktständen — meist in Ton- oder Holzbechern (mit Pfand).
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Wittelsbacherplatz
Wittelsbacherplatz, Brienner Straße 6–10, 80333 München